Fantasy im Schlossturm: Über Freiheit, Magie, Wassergeister und Spätlese
Josha Schaback, Chrissy Em Rose, Odine Raven und Christian Metzger  
Tickets ab 15,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturfestival Weinheim e. V. , Klosterhofstraße 24, 69469 Weinheim, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Josha Schaback: „Der Affe von Karlsruhe“
Karlsruhe 1848: Der Erfinder und ehemalige Revolutionär Carl von Sauerbronn kehrt von einer Expedition aus Brasilien zurück – mit einem singenden Affen. In den Tagen der Badischen Revolution wird der Affe Julius zum Symbol für Freiheit, Vernunft und Widerspruch. Während Sauerbronn versucht, das Tier zu erziehen, lehrt seine Tochter Susanne es das Sprechen – und das Lieben. Bald überschlagen sich die Ereignisse: Revolutionäre, Hofbeamte und ein entflammtes Publikum geraten in den Bann dieser ungewöhnlichen Dreiergeschichte. Joscha Schaback erzählt mit Witz, sprachlicher Raffinesse und Sinn für das Groteske von der Sehn sucht nach Freiheit und Gleichheit, vom Rausch der Ideen und von der Kraft der Phantasie – ein literarischer Spaß im Geist E. T. A. Hoffmanns und zu gleich ein kluger Kommentar auf unsere Gegenwart.
Joscha Schaback studierte Germanistik, Theater- und Musikwissenschaft sowie Regie. Er schreibt und übersetzt Opernlibretti sowie Texte für Kinderkonzerte. Er ist Autor des Sachbuchs „Kindermusiktheater in Deutschland“ und veröffentlicht zudem Kritiken, Essays und Kurzgeschichten in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Sammelbänden. Seine Erzählungen „Die Maschine“ und „Über den Fluss“, illustriert von Marek Walczak, erschienen im Brot&Kunst Verlag. „Der Affe von Karls ruhe“ ist sein erster Roman.
Chrissy Em Rose: „Die Legende des Rabenkönigs“
„Kleines Mädchen, nimm dich in Acht. Der schwarze Rabe über dich wacht. Ist immer zur Stelle, wenn du ihn rufst, aber wütend wird er, wenn du ihn suchst. Kleiner Junge, gib brav acht. Der schwarze Rabe fliegt in der Nacht. Hat immer einen wachsamen Blick zu dir, doch such nicht nach ihm, sonst straft er es dir.“
Sie sagten, unser Dorf sei zu klein, um der Tocerasplage zum Opfer zu fallen. Sie haben sich geirrt. Die heuschreckenähnlichen Wesen haben sich in unseren Mauern eingenistet. Wenn der Winter vorüber ist, werden unsere Vorräte verschwunden und unsere Häuser nur noch Ruinen sein. Wenn überhaupt jemand von uns überlebt, wäre das ein Wunder.
Unsere einzige Hoffnung ist der Rabenkönig – eine Legende, ein Flüstern im Dunkeln. Noch hat ihn niemand gefunden. Doch ausgerechnet ich, die nicht an ihn glaubt, soll ihn suchen.
Aber was, wenn es ihn nicht gibt?
„Selbst wenn ich einer der Raben bin, kann ich dich nicht zu ihm bringen.« Er klang verzweifelt, beinah hilflos. »Es geht nicht!“. Sein warmer Atem streifte meine kalte Haut und trieb mir eine Gänsehaut über den Körper.
Chrissy Em Rose entführt seit mehr als zehn Jahren ihre Leser in fantastische Welten voller Magie und Abenteuer. Aus der Idee für ihre Kinder etwas Besonderes zu hinterlassen, ist 2012 ihre erste Veröffentlichung geworden. Das Schreiben ist ihre Flucht aus dem stressigen Alltag.
Odine Raven: „Das Haus an der Hollerheide“
Cleo, Anfang 40 und neuerdings Single, ist Alleinerbin einer Jugendstilvilla im Grünen. Nach der Trennung von ihrem Verlobten wagt sie einen Neuanfang und zieht in das Haus ihrer verstorbenen Tante Henriette, in dem sie als Kind oft traumhafte Schulferien verbracht hat. Doch sie merkt schnell: Das Anwesen im Grünen ist alles andere als gewöhnlich. Als plötzlich fantastische, alles andere als menschliche Wesen auftauchen – wie freche Wassergeister, Nymphen und ein Faun im weitläufigen Garten –, fällt es Cleo unsanft wieder ein! Während sie sich neuen und alten Freunden stellt, muss sie das Zusammenleben mit diesen seltsamen Kreaturen lernen, einer syrischen Flüchtlingsfamilie Starthilfe geben und ganz nebenbei ihren hinterhältigen Ex endgültig loswerden.
Christian Metzger liest aus „Humorvolle Spätlese“
Spät noch lesen, das ist fein, doch hier geht’s jetzt um leck’ren Wein. Blättert deshalb gern mal rein, das Büchlein könnt’ für euch was sein. Bitte aber den Weinpackzettel … Pardon … Beipackzettel beachten: Die Geschichten können Spuren von Humor und Fantasy enthalten. Bei Nebenwirkungen wie Schmunzelitis oder wiederkehrenden Lachanfällen wendet euch an die Herausgebenden. Gebrauchsanweisung … Pardon … Gebrauchsanweisung: Nehmt eine Flasche Wein nach Wahl, öffnet diese und gießt euch ein. Schlagt dann das Buch auf und beginnt zu lesen. Nehmt zwischendurch immer wieder einen Schluck Wein. Lasst zu, dass eure Mundwinkel sich heben. Öffnet bei Bedarf eine weitere Flasche Wein und lest das Buch mit einem bleibenden Schmunzeln im Gesicht zu Ende, bis der Korken mit euch spricht. Und diesen Wink mit der Weinrebe werdet ihr verstanden haben, wenn ihr das Buch durchgelesen habt.
Christian Metzger und Odine Raven bilden das Autorenkollektiv „Vernes Federn“.
Karlsruhe 1848: Der Erfinder und ehemalige Revolutionär Carl von Sauerbronn kehrt von einer Expedition aus Brasilien zurück – mit einem singenden Affen. In den Tagen der Badischen Revolution wird der Affe Julius zum Symbol für Freiheit, Vernunft und Widerspruch. Während Sauerbronn versucht, das Tier zu erziehen, lehrt seine Tochter Susanne es das Sprechen – und das Lieben. Bald überschlagen sich die Ereignisse: Revolutionäre, Hofbeamte und ein entflammtes Publikum geraten in den Bann dieser ungewöhnlichen Dreiergeschichte. Joscha Schaback erzählt mit Witz, sprachlicher Raffinesse und Sinn für das Groteske von der Sehn sucht nach Freiheit und Gleichheit, vom Rausch der Ideen und von der Kraft der Phantasie – ein literarischer Spaß im Geist E. T. A. Hoffmanns und zu gleich ein kluger Kommentar auf unsere Gegenwart.
Joscha Schaback studierte Germanistik, Theater- und Musikwissenschaft sowie Regie. Er schreibt und übersetzt Opernlibretti sowie Texte für Kinderkonzerte. Er ist Autor des Sachbuchs „Kindermusiktheater in Deutschland“ und veröffentlicht zudem Kritiken, Essays und Kurzgeschichten in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Sammelbänden. Seine Erzählungen „Die Maschine“ und „Über den Fluss“, illustriert von Marek Walczak, erschienen im Brot&Kunst Verlag. „Der Affe von Karls ruhe“ ist sein erster Roman.
Chrissy Em Rose: „Die Legende des Rabenkönigs“
„Kleines Mädchen, nimm dich in Acht. Der schwarze Rabe über dich wacht. Ist immer zur Stelle, wenn du ihn rufst, aber wütend wird er, wenn du ihn suchst. Kleiner Junge, gib brav acht. Der schwarze Rabe fliegt in der Nacht. Hat immer einen wachsamen Blick zu dir, doch such nicht nach ihm, sonst straft er es dir.“
Sie sagten, unser Dorf sei zu klein, um der Tocerasplage zum Opfer zu fallen. Sie haben sich geirrt. Die heuschreckenähnlichen Wesen haben sich in unseren Mauern eingenistet. Wenn der Winter vorüber ist, werden unsere Vorräte verschwunden und unsere Häuser nur noch Ruinen sein. Wenn überhaupt jemand von uns überlebt, wäre das ein Wunder.
Unsere einzige Hoffnung ist der Rabenkönig – eine Legende, ein Flüstern im Dunkeln. Noch hat ihn niemand gefunden. Doch ausgerechnet ich, die nicht an ihn glaubt, soll ihn suchen.
Aber was, wenn es ihn nicht gibt?
„Selbst wenn ich einer der Raben bin, kann ich dich nicht zu ihm bringen.« Er klang verzweifelt, beinah hilflos. »Es geht nicht!“. Sein warmer Atem streifte meine kalte Haut und trieb mir eine Gänsehaut über den Körper.
Chrissy Em Rose entführt seit mehr als zehn Jahren ihre Leser in fantastische Welten voller Magie und Abenteuer. Aus der Idee für ihre Kinder etwas Besonderes zu hinterlassen, ist 2012 ihre erste Veröffentlichung geworden. Das Schreiben ist ihre Flucht aus dem stressigen Alltag.
Odine Raven: „Das Haus an der Hollerheide“
Cleo, Anfang 40 und neuerdings Single, ist Alleinerbin einer Jugendstilvilla im Grünen. Nach der Trennung von ihrem Verlobten wagt sie einen Neuanfang und zieht in das Haus ihrer verstorbenen Tante Henriette, in dem sie als Kind oft traumhafte Schulferien verbracht hat. Doch sie merkt schnell: Das Anwesen im Grünen ist alles andere als gewöhnlich. Als plötzlich fantastische, alles andere als menschliche Wesen auftauchen – wie freche Wassergeister, Nymphen und ein Faun im weitläufigen Garten –, fällt es Cleo unsanft wieder ein! Während sie sich neuen und alten Freunden stellt, muss sie das Zusammenleben mit diesen seltsamen Kreaturen lernen, einer syrischen Flüchtlingsfamilie Starthilfe geben und ganz nebenbei ihren hinterhältigen Ex endgültig loswerden.
Christian Metzger liest aus „Humorvolle Spätlese“
Spät noch lesen, das ist fein, doch hier geht’s jetzt um leck’ren Wein. Blättert deshalb gern mal rein, das Büchlein könnt’ für euch was sein. Bitte aber den Weinpackzettel … Pardon … Beipackzettel beachten: Die Geschichten können Spuren von Humor und Fantasy enthalten. Bei Nebenwirkungen wie Schmunzelitis oder wiederkehrenden Lachanfällen wendet euch an die Herausgebenden. Gebrauchsanweisung … Pardon … Gebrauchsanweisung: Nehmt eine Flasche Wein nach Wahl, öffnet diese und gießt euch ein. Schlagt dann das Buch auf und beginnt zu lesen. Nehmt zwischendurch immer wieder einen Schluck Wein. Lasst zu, dass eure Mundwinkel sich heben. Öffnet bei Bedarf eine weitere Flasche Wein und lest das Buch mit einem bleibenden Schmunzeln im Gesicht zu Ende, bis der Korken mit euch spricht. Und diesen Wink mit der Weinrebe werdet ihr verstanden haben, wenn ihr das Buch durchgelesen habt.
Christian Metzger und Odine Raven bilden das Autorenkollektiv „Vernes Federn“.
Ort der Veranstaltung
Das Weinheimer Schloss blickt auf eine über 600jährige Baugeschichte zurück und hat auch heute als Sitz der Verwaltung von Weinheim noch große Bedeutung für die Stadt und ihre Bewohner. Natur pur genießt man außerdem im Schlosspark mit seinem exotischen Baumbestand.
Seit Beginn des 15. Jahrhunderts lässt sich die Geschichte des Anwesens verfolgen: 1403 erwarben Kurfürst Ruprecht III. und Ludwig III. aneinandergrenzende Gelände, auf denen 1537 der heutige Nordwestflügel errichtet wurde. Der Südflügel kam 1725 hinzu und wurde kurz darauf klassizistisch umgebaut. Das Berckheimsche Schloss mit seinem 39 Meter hohen neugotischen Schlossturm wurde 1868 als Stammgut der Familie Freundstein errichtet. Diese langjährige Baugeschichte sieht man dem Schlosskomplex, der so durch viele verschiedene Stilepochen gekennzeichnet ist, auch heute noch an.
Der Schlosspark schließt sich direkt an das Schloss an und lädt zum Genießen und Lustwandeln ein. Die wohl älteste Libanonzeder und der größte Zedernbestand Deutschlands locken zahlreiche Gäste in den malerischen Park. Gehalten im Stil englischer Landschaftsgärten erweckt der Schlosspark den Eindruck einer natürlich gewachsenen Landschaft, die man auf vielen Spazierwegen erkunden kann. Spielplätze, Heilkräutergarten, Teich und Schloss-Restaurant sorgen dafür, dass der Schlosspark eine beliebte Freizeitanlage ist, die immer wieder gerne für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.
Seit Beginn des 15. Jahrhunderts lässt sich die Geschichte des Anwesens verfolgen: 1403 erwarben Kurfürst Ruprecht III. und Ludwig III. aneinandergrenzende Gelände, auf denen 1537 der heutige Nordwestflügel errichtet wurde. Der Südflügel kam 1725 hinzu und wurde kurz darauf klassizistisch umgebaut. Das Berckheimsche Schloss mit seinem 39 Meter hohen neugotischen Schlossturm wurde 1868 als Stammgut der Familie Freundstein errichtet. Diese langjährige Baugeschichte sieht man dem Schlosskomplex, der so durch viele verschiedene Stilepochen gekennzeichnet ist, auch heute noch an.
Der Schlosspark schließt sich direkt an das Schloss an und lädt zum Genießen und Lustwandeln ein. Die wohl älteste Libanonzeder und der größte Zedernbestand Deutschlands locken zahlreiche Gäste in den malerischen Park. Gehalten im Stil englischer Landschaftsgärten erweckt der Schlosspark den Eindruck einer natürlich gewachsenen Landschaft, die man auf vielen Spazierwegen erkunden kann. Spielplätze, Heilkräutergarten, Teich und Schloss-Restaurant sorgen dafür, dass der Schlosspark eine beliebte Freizeitanlage ist, die immer wieder gerne für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.