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Europadialog - mit Robert Menasse

Domplatz
67346 Speyer

Tickets ab 12,00 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Dommusik Speyer , Hasenpfuhlstr. 33b, 67346 Speyer, Deutschland

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1. Kategorie
Normalpreis
je 12,00 €

ermäßigt
je 8,00 €

Summe 0,00 €

Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungen gelten für Schüler (ab 13 Jahren), Studenten, FSJler, BUFDIs, Sozialleistungsempfänger sowie Schwerbehinderte. Ein entsprechender Nachweis ist beim Einlass unaufgefordert vorzuweisen. Ermäßigungen gelten außerdem für Gruppen ab 10 Personen. Gruppen erhalten stets gesammelt Einlass.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 12 Jahren erhalten freien Einlass.

Kulturpassinhaber melden sich bitte beim Kulturparkett Rhein-Neckar e.V., Tel.: 0621 44 59 95 50 oder beim Veranstalter.

Karten für Schwerbehinderte mit Ausweis B / Rollstuhlfahrer (ermäßigt) und deren Begleitperson (frei) sind an folgender Verkaufsstelle erhältlich:

Dom-Info Speyer
Domplatz 1B
67346 Speyer

E-Mail: dommusik@bistum-speyer.de
Telefonische Auskunft: 06232/100 93 10
print@home
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Veranstaltungsinfos

Der Roman „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse wurde 2017 von der Literaturkritik als der erste Roman über die Europäische Union gefeiert. In vielen weiteren Romanen und Essays befasste sich der Schriftsteller immer wieder mit den Perspektiven der europäischen Einigung. Dabei scheute er nie vor weitgehenden Vorschlägen bis hin zur Europäischen Republik zurück. In seinem Essay „Der europäische Landbote“ zeichnet er 2012 ein positives Bild der Europäischen Union. Die Rede ist von offenen Türen, kompetenten Informationen und hochqualifizierten Beamten. Wie anders ist die Stimmung in seiner 2026 erschienenen Novelle „Die Lebensentscheidung“. Im Mittelpunkt dieses Buchs steht ein langjähriger EU-Referent, der nach zwanzig Jahren idealistischer Arbeit frustriert seinen Job bei der Europäischen Kommission in Brüssel hinwirft und sich in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Ist diese Wandlung nur künstlerische Freiheit? Oder Abbild eines Sinnenwandels des Autors? Hat ihn die Enttäuschung seiner fiktiven Figur des Jahres 2026 auch erreicht? Und welche Perspektiven für den Fortgang der Europäischen Einigung sieht der Mann, der sich mit ihr in seinem Werk so intensiv befasste, wie kaum ein Autor unseres Kontinents. Fragen, die im Rahmen des Europadialogs der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer im Kaisersaal des Doms angesprochen werden. Darüber hinaus wird Robert Menasse die eine oder andere Passage aus seinem Werk lesen.

Robert Menasse
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Robert Menasse wurde für sein Werk vielfach geehrt, unter anderem mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur und der vom Land Rheinland-Pfalz verliehenen Carl-Zuckmayer-Medaille. Für seinen Roman „Die Hauptstadt“ erhielt er 2017 den Deutschen Buchpreis. Zweimal wurde er mit dem Preis des Europäischen Buches ausgezeichnet: 2015 für das Essay „Der europäische Landbote“ und 2023 für „Die Erweiterung“.

Der Europadialog im Kaiserdom zu Speyer
Die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer wurde im Jahr 1999 gegründet. Sie trägt mit ihrer Arbeit zur dauerhaften Erhaltung dieses Bauwerks von Weltrang bei. Mit Veranstaltungen wie der Europarede erinnert sie an die Bedeutung des Doms in der europäischen Geschichte. Gleichzeitig sollen von diesem Ort wieder Impulse für die weitere Entwicklung unseres Kontinents ausgehen. Zu diesem Zweck wurde die Reihe „Europadialog“ ins Leben gerufen, die 2026 mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse eröffnet wird.

Ort der Veranstaltung

Groß und mächtig ragt der Speyerer Kaiserdom über den Dächern der Stadt auf. Seit 1000 Jahren zieht er Gläubige in die Stadt am Rhein und ist heute der geistliche Mittelpunkt der Diözese Speyer. Das Gotteshaus, das 1981 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, gilt als größte erhaltene romanische Kirche überhaupt und gibt Zeugnis großartiger mittelalterlicher Baukunst.

Irgendwann in den 1020er-Jahren begann Konrad II. mit dem Bau des Doms. Sein erklärtes Ziel: Die größte Kirche der Epoche errichten. Nach nur 30 Jahren wurde der Bau im Jahr 1061 eingeweiht und machte das damals kleine Speyer zu einem machtvollen Städtchen auf der religiösen Landkarte des Mittelalters. Auf Anregung Heinrich IV. wurde die monumentale Kirche ausgebaut und erweitert: Erstmals in der Architektur verwirklichten Baumeister eine umlaufende Galerie, die Architektur der Kathedrale war richtungsweisend. Seine heutige Bedeutung erhält der Speyerer Dom nicht nur durch den Sitz der Diözese, sondern auch durch die Grabmäler zahlreichen salischer, staufischer und habsburgischer Könige und Bischöfe. Diese sind in der Krypta, die bis heute unverändert erhalten geblieben ist, Besuchern zugänglich. Die Geschichte des Kaiserdoms zu Speyer ist zugleich auch eine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau und spiegelt so auch die Machtverhältnisse im Land. So hat der Dom nach der Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg im Zuge der Restaurierung durch Ludwig I. Malereien im Innenraum erhalten, von denen heute noch ein Marienzyklus zu bewundern ist.

Nicht nur zahlreichen Gläubigen dient der Kaiserdom zu Speyer als Stätte der Andacht, der Ruhe und des Gebets, auch hunderte Touristen bestaunen täglich die der Gottesmutter Maria und dem heiligen Stephanus geweihte Kathedrale. Im Kaiserdom findet neben einem Mittagsgebet auch regelmäßig die Heilige Messe statt. Doch auch neben der sakralen Nutzung ist der Dom in Führungen Besuchern zugänglich und wird auch wegen der Akustik häufig für Konzerte genutzt. Die besondere Verkündigungskraft der Musik kommt so nicht nur in der Liturgie, sondern auch ganz weltlich zum Tragen und strahlt über die gesamte Region hinaus.
Kaiserdom
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