Erhöre uns, wenn wir anrufen. Eine Séance für Heinrich Schütz
artist in residence THE PRESENT  
Veranstalter:
Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thü , Immermannstr. 28, 39108 Magdeburg, Deutschland
Veranstaltungsinfos
EXPERIMENT I | Mit Werken des Meisters und einer Uraufführung von Laura Steenberge (*1981)
„Alte Musik“ – ein Schlagwort, für viele nach wie vor ein Reizwort. „Man muss so viel wissen, um diese Musik zu spielen!“, das hört man oft, wenn man sich mit sogenannten „modernen“ Musikerinnen und Musikern über das Repertoire zwischen 1600 und 1750 unterhält. „Wissen“ ist angesichts der Fülle inhaltlich divergierender Quellen per se nicht möglich, der Mythos hält sich aber hartnäckig. THE PRESENT wagt als Spurensucher ein Experiment und nimmt Kontakt zur Vergangenheit auf. Die „Italienischen Madrigale“ SWV 1–19 und eine Uraufführung der US-amerikanischen Komponistin Laura Steenberge sind Vehikel, Heinrich Schütz direkt zu seinem Schaffen zu befragen. Mit Augenzwinkern stellt sich der artist in residence zu Beginn des Musikfests die Fragen: Wird es gelingen, Kontakt zu Heinrich Schütz aufzunehmen? Geht der Komponist ans Geistertelefon?
„Alte Musik“ – ein Schlagwort, für viele nach wie vor ein Reizwort. „Man muss so viel wissen, um diese Musik zu spielen!“, das hört man oft, wenn man sich mit sogenannten „modernen“ Musikerinnen und Musikern über das Repertoire zwischen 1600 und 1750 unterhält. „Wissen“ ist angesichts der Fülle inhaltlich divergierender Quellen per se nicht möglich, der Mythos hält sich aber hartnäckig. THE PRESENT wagt als Spurensucher ein Experiment und nimmt Kontakt zur Vergangenheit auf. Die „Italienischen Madrigale“ SWV 1–19 und eine Uraufführung der US-amerikanischen Komponistin Laura Steenberge sind Vehikel, Heinrich Schütz direkt zu seinem Schaffen zu befragen. Mit Augenzwinkern stellt sich der artist in residence zu Beginn des Musikfests die Fragen: Wird es gelingen, Kontakt zu Heinrich Schütz aufzunehmen? Geht der Komponist ans Geistertelefon?
Ort der Veranstaltung
Was im 10. Jahrhundert als ottonische Kaiserpfalz begann, ist heute der Dom St. Peter und Paul, der eine beeindruckende Station der Straße der Romanik ist. Der Zeitzer Dom dient nicht nur als katholische Pfarrkirche der Stadt, sondern ist neben den sonntäglichen Gottesdiensten auch Schauplatz zahlreicher Konzerte und Sonderveranstaltungen.
Nachdem 967 das Bistum Zeitz gegründet wurde, benötigte man natürlich auch eine Kirche: Der Bau der Domkirche St. Peter und Paul war beschlossen. Aber schon vor Ende der Errichtung des Gotteshauses wurde der Bischofssitz verlegt, die Kirche als Basilika um 1100 vollendet. Große Teile dieses Baus sind noch heute erhalten. In den folgenden Jahren wurde die Kirche immer wieder ergänzt: Der gotische Chor, die Sakristei und die Empore werden so hinzugefügt. Außerdem wird die bis dahin romanische Basilika in eine gotische Hallenkirche umgebaut. Nach dem Einsturz eines der Querschiffe wurden die Renaissance-Fenster eingebaut, die Kirche später zur Schlosskirche umgebildet.
Vor allem die Glocken in der Kirche sind von großem kunsthistorischen Belang: Auf ihnen sind bedeutsame Glocken-Ritzzeichnungen zu finden, die vom Gießer seitenverkehrt in die Gussform der Glocke eingearbeitet wurden und so von der großen Kunstfertigkeit der Gießer zeugen. Auch die Ruhestätte Georgius Agricolas, dem bekannten Wissenschaftler und Vater der Mineralogie, ist von großer Bedeutung.
Nachdem 967 das Bistum Zeitz gegründet wurde, benötigte man natürlich auch eine Kirche: Der Bau der Domkirche St. Peter und Paul war beschlossen. Aber schon vor Ende der Errichtung des Gotteshauses wurde der Bischofssitz verlegt, die Kirche als Basilika um 1100 vollendet. Große Teile dieses Baus sind noch heute erhalten. In den folgenden Jahren wurde die Kirche immer wieder ergänzt: Der gotische Chor, die Sakristei und die Empore werden so hinzugefügt. Außerdem wird die bis dahin romanische Basilika in eine gotische Hallenkirche umgebaut. Nach dem Einsturz eines der Querschiffe wurden die Renaissance-Fenster eingebaut, die Kirche später zur Schlosskirche umgebildet.
Vor allem die Glocken in der Kirche sind von großem kunsthistorischen Belang: Auf ihnen sind bedeutsame Glocken-Ritzzeichnungen zu finden, die vom Gießer seitenverkehrt in die Gussform der Glocke eingearbeitet wurden und so von der großen Kunstfertigkeit der Gießer zeugen. Auch die Ruhestätte Georgius Agricolas, dem bekannten Wissenschaftler und Vater der Mineralogie, ist von großer Bedeutung.