Deutsche Kammerschauspiele - Sophie & ich
Deutsche Kammerschauspiele  
Veranstalter:
Stadt Arnsberg , Alter Markt 19, 59821 Arnsberg, Deutschland
Tickets
Veranstaltungsinfos
"Wie sind die Wege, die man im Leben geht? -
Es gibt nichts Unpolitisches, nur ein „entweder – oder“!
(Sophie Scholl in: Sophie & Ich)
Das Theaterstück „Sophie & ich“ von Ursula Kohlert handelt von einer Begegnung, die es
nie gegeben hat, die aber möglich gewesen wäre: Was wäre passiert, wenn Traudl Humps
(verh. Junge), die spätere Sekretärin Hitlers, mit der gleichaltrigen Widerstandskämpferin
Sophie Scholl befreundet gewesen wäre?
Es ist ein Stück über Schuld und Verantwortung, das die Frage nach dem Mitläufertum
stellt. Ein Stück über den Mut zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, und darüber
erwachsen zu werden. Aber was heißt „erwachsen werden“? Hat das nur mit dem Alter zu
tun?
Sophie Scholl, die Widerstandskämpferin und Traudl Junge, die unkritische Sekretärin von
Hitler: zwei junge Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten? Anfänglich
zumindest ähneln sich die Biografien der beiden: Traudl kam 1920 auf die Welt, Sophie
1921. Wie viele ihrer Altersgenossinnen waren beide zunächst begeisterte BDMMitglieder. Beide lebten zur selben Zeit in München - die Ballettschule von Traudl lag
sogar in eben jener Franz-Joseph-Strasse, in der die Geschwister Scholl während ihres
Studiums wohnten, was eine zufällige Begegnung auf der Straße durchaus möglich
erscheinen lässt. Und mehr noch: Beide Mädchen interessierten sich für Biologie und
schwärmten romantisch für die lebende Natur. Beide besaßen große Lebensfreude
gepaart mit einem ausgeprägten Selbstverwirklichungs- und Freiheitsdrang. Aber die
persönliche Entwicklung sowohl der Einen, wie auch der Anderen wurde massiv durch den
Nationalsozialismus gestört: Sophie durfte nicht sofort studieren, sondern musste harten
Arbeitsdienst leisten und Traudl wurde, trotz bestandener Tanzprüfung, die Kündigung als
Bürokraft verwehrt. Auch wenn die weiteren Lebenswege sehr unterschiedlich verliefen,
verführen die Ähnlichkeiten doch, Sophie Scholl und Traudl Junge zusammen zu denken.
Was wäre passiert, wenn sie sich begegnet wären? Hätten sie Freundinnen sein können?
Was hätten sie sich zu sagen gehabt? - Vor dem Krieg, und - wenn es möglich gewesen
wäre - auch danach? Dieses Stück lässt Sophies mutigen Widerstandskampf und Traudls
unreflektiertes Mitläufertum als extreme Positionen gesellschaftlichen Verhaltens
aufeinanderprallen und ermöglicht so eine spannende Begegnung zwischen zwei
besonderen Menschen, die verstehen lässt, dass niemand zum Widerstandskämpfer oder
Mitläufer geboren wird, sondern, dass die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen eine
Gesellschaft gestaltet. Damals wie heute.
In der Inszenierung von Annette Greve ist Jeanne Zaugg als Sophie Scholl und Kristina
Schleicher als Traudl Humps zu sehen. Beide Darstellerinnen sind junge ambitionierte
Schauspielerinnen, die ihren, in der Kunstbranche oft steinigen Weg gehen.
Die Live-Musik von Thomas Parr unterstützt atmosphärisch und assoziativ die Szenarien.
Ein Besucher schrieb: „...das Ganze ging mir unter die Haut und die live eingespielte
Filmmusik könnte nicht besser passen...“
Die Autorin Ursula Kohlert wurde 1974 in Düsseldorf geboren. In ihren Stücken ist das
Politische, Geschichtliche und das Private verbunden, besonders in "Sophie & ich".
Aufführungsrechte: Drei Masken Verlag
Zur Premiere, die am 12. März 2022 im Bürgerhaus Endingen stattfand, schrieb die
Badische Zeitung:
„Es gibt Theaterbesuche, die prägen sich für immer im Gedächtnis ein – Sophie & Ich von
Ursula Kohlert in der Inszenierung von Annette Greve gehört mit Sicherheit dazu. Nach
eineinhalb fesselnden Stunden gab es am Samstagabend im Bürgerhaus "Standing
Ovations": für die grandiose Leistung der beiden Schauspielerinnen Jeanne Zaugg
(Sophie Scholl) und Giulia Doreen Arteman (Traudl Junge), für die stille, unaufgeregte und
deshalb umso eindrücklichere Inszenierung von Annette Greve und für das einfühlsame
Gitarrenspiel von Thomas Parr. (…) Absolut sehenswert – die beiden Schauspielerinnen,
die Inszenierung, das Theaterstück.“ (Badische Zeitung, 16. März 2022 / Ruth Seitz)
Das Theater DEUTSCHE KAMMERSCHAUSPIELE mit Sitz in Endingen am Kaiserstuhl
zeigt ein großes Repertoire in unterschiedlichsten Produktionsgruppen. Von der
Bürgerbühne „StadtErlebnisEndingen“ bis hin zum barrierefreien Familientheater, Musical,
Gesellschaftstheater und theater aktuell, bei dem gesellschaftsrelevante Themen der
Jetztzeit auf der Bühne behandelt werden. Lesungen, Geschichtsführungen und DinnerSoireen runden das Angebot des Berufstheaters ab, welches sowohl in der historisch
geprägten Kaiserstuhlstadt Endingen als auch auf Tourneen gezeigt wird.
Die Regisseurin und Theaterleiterin Annette Greve studierte Theater-Literatur- und
politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und
wurde in Tanz, Gesang und Schauspiel ausgebildet.
Die Produktion „Sophie & Ich“ wurde im Jahr 2022 gefördert im Programm NeuStartKultur
durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Es gibt nichts Unpolitisches, nur ein „entweder – oder“!
(Sophie Scholl in: Sophie & Ich)
Das Theaterstück „Sophie & ich“ von Ursula Kohlert handelt von einer Begegnung, die es
nie gegeben hat, die aber möglich gewesen wäre: Was wäre passiert, wenn Traudl Humps
(verh. Junge), die spätere Sekretärin Hitlers, mit der gleichaltrigen Widerstandskämpferin
Sophie Scholl befreundet gewesen wäre?
Es ist ein Stück über Schuld und Verantwortung, das die Frage nach dem Mitläufertum
stellt. Ein Stück über den Mut zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, und darüber
erwachsen zu werden. Aber was heißt „erwachsen werden“? Hat das nur mit dem Alter zu
tun?
Sophie Scholl, die Widerstandskämpferin und Traudl Junge, die unkritische Sekretärin von
Hitler: zwei junge Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten? Anfänglich
zumindest ähneln sich die Biografien der beiden: Traudl kam 1920 auf die Welt, Sophie
1921. Wie viele ihrer Altersgenossinnen waren beide zunächst begeisterte BDMMitglieder. Beide lebten zur selben Zeit in München - die Ballettschule von Traudl lag
sogar in eben jener Franz-Joseph-Strasse, in der die Geschwister Scholl während ihres
Studiums wohnten, was eine zufällige Begegnung auf der Straße durchaus möglich
erscheinen lässt. Und mehr noch: Beide Mädchen interessierten sich für Biologie und
schwärmten romantisch für die lebende Natur. Beide besaßen große Lebensfreude
gepaart mit einem ausgeprägten Selbstverwirklichungs- und Freiheitsdrang. Aber die
persönliche Entwicklung sowohl der Einen, wie auch der Anderen wurde massiv durch den
Nationalsozialismus gestört: Sophie durfte nicht sofort studieren, sondern musste harten
Arbeitsdienst leisten und Traudl wurde, trotz bestandener Tanzprüfung, die Kündigung als
Bürokraft verwehrt. Auch wenn die weiteren Lebenswege sehr unterschiedlich verliefen,
verführen die Ähnlichkeiten doch, Sophie Scholl und Traudl Junge zusammen zu denken.
Was wäre passiert, wenn sie sich begegnet wären? Hätten sie Freundinnen sein können?
Was hätten sie sich zu sagen gehabt? - Vor dem Krieg, und - wenn es möglich gewesen
wäre - auch danach? Dieses Stück lässt Sophies mutigen Widerstandskampf und Traudls
unreflektiertes Mitläufertum als extreme Positionen gesellschaftlichen Verhaltens
aufeinanderprallen und ermöglicht so eine spannende Begegnung zwischen zwei
besonderen Menschen, die verstehen lässt, dass niemand zum Widerstandskämpfer oder
Mitläufer geboren wird, sondern, dass die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen eine
Gesellschaft gestaltet. Damals wie heute.
In der Inszenierung von Annette Greve ist Jeanne Zaugg als Sophie Scholl und Kristina
Schleicher als Traudl Humps zu sehen. Beide Darstellerinnen sind junge ambitionierte
Schauspielerinnen, die ihren, in der Kunstbranche oft steinigen Weg gehen.
Die Live-Musik von Thomas Parr unterstützt atmosphärisch und assoziativ die Szenarien.
Ein Besucher schrieb: „...das Ganze ging mir unter die Haut und die live eingespielte
Filmmusik könnte nicht besser passen...“
Die Autorin Ursula Kohlert wurde 1974 in Düsseldorf geboren. In ihren Stücken ist das
Politische, Geschichtliche und das Private verbunden, besonders in "Sophie & ich".
Aufführungsrechte: Drei Masken Verlag
Zur Premiere, die am 12. März 2022 im Bürgerhaus Endingen stattfand, schrieb die
Badische Zeitung:
„Es gibt Theaterbesuche, die prägen sich für immer im Gedächtnis ein – Sophie & Ich von
Ursula Kohlert in der Inszenierung von Annette Greve gehört mit Sicherheit dazu. Nach
eineinhalb fesselnden Stunden gab es am Samstagabend im Bürgerhaus "Standing
Ovations": für die grandiose Leistung der beiden Schauspielerinnen Jeanne Zaugg
(Sophie Scholl) und Giulia Doreen Arteman (Traudl Junge), für die stille, unaufgeregte und
deshalb umso eindrücklichere Inszenierung von Annette Greve und für das einfühlsame
Gitarrenspiel von Thomas Parr. (…) Absolut sehenswert – die beiden Schauspielerinnen,
die Inszenierung, das Theaterstück.“ (Badische Zeitung, 16. März 2022 / Ruth Seitz)
Das Theater DEUTSCHE KAMMERSCHAUSPIELE mit Sitz in Endingen am Kaiserstuhl
zeigt ein großes Repertoire in unterschiedlichsten Produktionsgruppen. Von der
Bürgerbühne „StadtErlebnisEndingen“ bis hin zum barrierefreien Familientheater, Musical,
Gesellschaftstheater und theater aktuell, bei dem gesellschaftsrelevante Themen der
Jetztzeit auf der Bühne behandelt werden. Lesungen, Geschichtsführungen und DinnerSoireen runden das Angebot des Berufstheaters ab, welches sowohl in der historisch
geprägten Kaiserstuhlstadt Endingen als auch auf Tourneen gezeigt wird.
Die Regisseurin und Theaterleiterin Annette Greve studierte Theater-Literatur- und
politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und
wurde in Tanz, Gesang und Schauspiel ausgebildet.
Die Produktion „Sophie & Ich“ wurde im Jahr 2022 gefördert im Programm NeuStartKultur
durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Ort der Veranstaltung
Das 1968 erbaute Sauerland-Theater Arnsberg bietet optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen aus den Bereichen Show, Theater und Tanz. Für Vorträge ist die Location darüber hinaus auch geeignet. Dank der zentralen Lage erfreut sich die als klassisches Theater konzipierte Bühne einer traumhaften historischen Kulisse.
Arnsberg ist die größte Stadt im nordrhein-westfälischen Hochsauerland. Noch heute zeugen der mittelalterliche Stadtkern und andere historische Bauwerke von der Bedeutung Arnsbergs als kulturellem, politischem und geistigem Zentrum der Region. Eine der wichtigsten Event-Locations ist das Sauerland-Theater, welches gleichzeitig einen Ort der Zusammenkunft darstellt. Dabei erinnert die dekorative Holzverkleidung des Innenraums an das Flair der 60er-Jahre.
Sie finden das Sauerland-Theater am Ruhrufer, 1,5 km vom Arnsberger Bahnhof entfernt. Empfohlen werden Fußwege oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Allerdings sind auch Parkplätze vor Ort vorhanden.
Arnsberg ist die größte Stadt im nordrhein-westfälischen Hochsauerland. Noch heute zeugen der mittelalterliche Stadtkern und andere historische Bauwerke von der Bedeutung Arnsbergs als kulturellem, politischem und geistigem Zentrum der Region. Eine der wichtigsten Event-Locations ist das Sauerland-Theater, welches gleichzeitig einen Ort der Zusammenkunft darstellt. Dabei erinnert die dekorative Holzverkleidung des Innenraums an das Flair der 60er-Jahre.
Sie finden das Sauerland-Theater am Ruhrufer, 1,5 km vom Arnsberger Bahnhof entfernt. Empfohlen werden Fußwege oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Allerdings sind auch Parkplätze vor Ort vorhanden.