Chapeau Classique: NWD Bläserquintett & Ah Ruem Ahn
Y.Mun, K. Debus, H. Jin Kim, L. Taubitz, J. Van Meensel, A. Ruem Ahn  
Veranstalter:
GWK e.V. , Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland
Tickets
Veranstaltungsinfos
„Ma musique existe pour faire plaisir.“ Wie Jean Françaix treten die glänzenden Holzbläsersolist:innen der Nordwestdeutschen Philharmonie und die vielfach ausgezeichnete Pianistin Ah Ruem Ahn an, um Musik zur Freude zu machen. Und auch Francis Poulenc bevorzugte Musik, die lächeln macht: „Je préfère la musique qui fait sourire.“
Freude ist der Sinn ihrer Musik; geistreicher Humor, Ironie und Leichtigkeit sowie Eleganz bestimmen ihre Haltung. So sind Françaix und Poulenc gegen Wagner, Romantik, Impressionismus. Die Form soll klar, das Klanggewebe transparent und die Gesten prägnant sein. Melodie macht den Kern ihres Ausdrucks aus, der emotional direkt und unverstellt, dabei unpathetisch und keine subjektive Ich-Aussage ist. Alles soll zu den Menschen sprechen. Diese neoklassizistische Deutlichkeit ist weder oberflächlich noch bloßes Geglitzer. Vielmehr grundiert den Esprit der Pariser tiefes Gefühl, melancholische Dunkelheit, lyrische Innigkeit, menschliche Wärme und Freundlichkeit. Die Musik lebt vom Zugleich und dem Wechselspiel von tänzerischer Schwerelosigkeit und Innigkeit, von Ernst und funkelndem Witz.
Kann Poulencs Sextett als Portrait der Seine-Metropole in den 1930ern und sein Trio als Theaterstück um drei verschiedene Charaktere interpretiert werden, so trägt Françaix’ „L’Heure du berger“ Bildlichkeit ausdrücklich in Titel und Untertitel. Die Miniaturen sind von „musique de brasserie“, Hintergrundmusik in Pariser Lokalen, inspirierte Alltags-Kunstmusik. Liebevoll-ironisch gewinnen die Protagonisten des „Schäferstündchens“ in den Brasserien im Nachkriegs-Paris Gestalt: die alten Gecken, kokette Pin-Up Girls, die kleinen Hibbelig-Überdrehten.
Als Kontrast dazu spätromantische Preziosen: die Synthese aus pastoraler Idylle, Klangmalerei und Wagner-Harmonik im Quintett des Dessauer Hofkapellmeisters August Klughardt und das lyrisch-empfindsame Salonstück des preußischen Militärkomponisten Friedrich Wilhelm Voigt.
PROGRAMM:
Pour faire plaisir – Um Freude zu machen
Francis Poulenc (1899–1963): Sextett für Klavier und Holzbläser, op. 100
August Klughardt (1847–1902): Quintett in C-Dur, op. 79
Francis Poulenc (1899–1963): Trio für Oboe, Fagott und Klavier, op. 43
Friedrich Wilhelm Voigt (1833–1894): Nocturno op. 75 für Klarinette, Horn und Klavier
Jean Françaix (1912–1997): L’Heure du berger, für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn
Yulia Mun Querflöte
Kilian Debus Oboe
Hye Jin Kim Klarinette
Ludger Taubitz Fagott
Joannes Van Meensel Horn
Ah Ruem Ahn Klavier
Freude ist der Sinn ihrer Musik; geistreicher Humor, Ironie und Leichtigkeit sowie Eleganz bestimmen ihre Haltung. So sind Françaix und Poulenc gegen Wagner, Romantik, Impressionismus. Die Form soll klar, das Klanggewebe transparent und die Gesten prägnant sein. Melodie macht den Kern ihres Ausdrucks aus, der emotional direkt und unverstellt, dabei unpathetisch und keine subjektive Ich-Aussage ist. Alles soll zu den Menschen sprechen. Diese neoklassizistische Deutlichkeit ist weder oberflächlich noch bloßes Geglitzer. Vielmehr grundiert den Esprit der Pariser tiefes Gefühl, melancholische Dunkelheit, lyrische Innigkeit, menschliche Wärme und Freundlichkeit. Die Musik lebt vom Zugleich und dem Wechselspiel von tänzerischer Schwerelosigkeit und Innigkeit, von Ernst und funkelndem Witz.
Kann Poulencs Sextett als Portrait der Seine-Metropole in den 1930ern und sein Trio als Theaterstück um drei verschiedene Charaktere interpretiert werden, so trägt Françaix’ „L’Heure du berger“ Bildlichkeit ausdrücklich in Titel und Untertitel. Die Miniaturen sind von „musique de brasserie“, Hintergrundmusik in Pariser Lokalen, inspirierte Alltags-Kunstmusik. Liebevoll-ironisch gewinnen die Protagonisten des „Schäferstündchens“ in den Brasserien im Nachkriegs-Paris Gestalt: die alten Gecken, kokette Pin-Up Girls, die kleinen Hibbelig-Überdrehten.
Als Kontrast dazu spätromantische Preziosen: die Synthese aus pastoraler Idylle, Klangmalerei und Wagner-Harmonik im Quintett des Dessauer Hofkapellmeisters August Klughardt und das lyrisch-empfindsame Salonstück des preußischen Militärkomponisten Friedrich Wilhelm Voigt.
PROGRAMM:
Pour faire plaisir – Um Freude zu machen
Francis Poulenc (1899–1963): Sextett für Klavier und Holzbläser, op. 100
August Klughardt (1847–1902): Quintett in C-Dur, op. 79
Francis Poulenc (1899–1963): Trio für Oboe, Fagott und Klavier, op. 43
Friedrich Wilhelm Voigt (1833–1894): Nocturno op. 75 für Klarinette, Horn und Klavier
Jean Françaix (1912–1997): L’Heure du berger, für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn
Yulia Mun Querflöte
Kilian Debus Oboe
Hye Jin Kim Klarinette
Ludger Taubitz Fagott
Joannes Van Meensel Horn
Ah Ruem Ahn Klavier
Ort der Veranstaltung
Er ist ein echtes Juwel im Stadtbild von Münster. Der Erbdrostenhof ist ein dreiflügeliges, barockes Adelspalais, das jedoch nicht nur eine beliebte Sehenswürdigkeit, sondern auch einen Veranstaltungsort für klassische Konzerte in historischem Ambiente darstellt.
Erbaut wurde das architektonische Meisterwerk von 1753 bis 1757 nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten der Stadt Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering. Heute wird das Gebäude vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gepachtet, der hier außerdem eine Kollektion wertvoller historischer Tasteninstrumente ausstellt. Herzstück des Prachtbaus ist der prunkvolle Festsaal, der sich durch den gesamten Mittelbau über die beiden Obergeschosse erstreckt. Hier herrschen auch dank einer hervorragenden Akustik die perfekten Bedingungen für erstklassige Konzerte renommierter Ensembles.
Erleben Sie die einzigartige Faszination klassischer Musik auf allerhöchstem Niveau vor historischer Kulisse. Seien Sie zu Gast im Erbdrostenhof in Münster und lassen Sie sich verzaubern.
Erbaut wurde das architektonische Meisterwerk von 1753 bis 1757 nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten der Stadt Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering. Heute wird das Gebäude vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gepachtet, der hier außerdem eine Kollektion wertvoller historischer Tasteninstrumente ausstellt. Herzstück des Prachtbaus ist der prunkvolle Festsaal, der sich durch den gesamten Mittelbau über die beiden Obergeschosse erstreckt. Hier herrschen auch dank einer hervorragenden Akustik die perfekten Bedingungen für erstklassige Konzerte renommierter Ensembles.
Erleben Sie die einzigartige Faszination klassischer Musik auf allerhöchstem Niveau vor historischer Kulisse. Seien Sie zu Gast im Erbdrostenhof in Münster und lassen Sie sich verzaubern.