Best of Ingrid Noll
mit Georg Weinreich, Ingrid Reidel und Ingrid Noll  
Amtsgericht Weinheim
Ehretstr. 11
69469 Weinheim
Tickets ab 15,00 €
*
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter:
Literaturfestival Weinheim e. V. , Klosterhofstraße 24, 69469 Weinheim, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Ingrid Noll liest das Beste aus ihren Werken
Sie ist die „Grande Dame der deutschen Kriminalliteratur“, Die Lady von Crimeheim“, und unter andrem Ehrenkommissarin des Polizeireviers Mannheim. Ingrid Noll eine Autorin mit internationalem Ruf und Weinheimerin. Sie wird mit 91 Jahren beim Literaturfestival Weinheim 2026 ein Potpourri ihrer besten Geschichten lesen.
Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Weinheim kam sie mit ihrem Mann, dem leider verstorbenen Arzt Peter Gullatz. Das Paar hat drei Kinder und inzwischen ist sie vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen halten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für ihr Gesamtwerk. Auch wenn es lange bis zur ersten Veröffentlichung gedauert hat, ein Faible für die Sprache und das Schreiben hatte Ingrid Noll schon immer. Als Kleinkind wurde sie in China „Ame“ genannt, da die Chinesen „Ingrid“ nicht aussprechen konnten. Ihr Vater zeigte ihr, wie man die drei Buchstaben schreibt. Als sie das Blatt herumzeigte, sagten die Erwachsenen: „Ame, das bist doch du.“ „Ich fand das totale Hexerei, da waren ein paar Striche auf dem Papier und das war ich. Ich habe dann ganz schnell lesen und schreiben gelernt“, sagt Ingrid Noll
Georg Weinreich liest aus „Die üblichen Mauern“
Unerwartet stirbt der Finanzleiter eines bayerischen Bistums. Während die Staatsanwaltschaft von einer natürlichen Todesursache ausgeht, wird die Glaubenskongregation in Rom hellhörig und setzt Monsignore Ries auf den Fall an. Handelt es sich in Wahrheit um ein Verbrechen, in das ein Kirchenvertreter verwickelt ist? Der Verdacht fällt rasch auf Bischof Ehrmann – ein Mann mit allzu weltlichen Geheimnissen, der gemeinsam mit seiner Geliebten, der Architektin Viktoria, ein vermeintlich perfektes Verbrechen begeht, um einen Mitwisser auszuschalten... Die Untersuchung spitzt sich zu, als der Papst im Sterben liegt. Sein baldiger Nachfolger hat ausgerechnet diesen Bischof als neuen Präfekten der Glaubenskongregation auserkoren, so dass Monsignore Ries gegen seinen künftigen Vorgesetzten ermittelt. Gerhard Weinreich verbindet Kriminalroman, Kirchen-Satire und Machtanalyse zu einer vielschichtigen Handlung im Wechsel zwischen Vertuschung, Loyalität und Machtkalkül. Moralische Prinzipien werden systematisch gegen institutionelle Interessen ausgespielt. Die „üblichen Mauern“ sind dabei sowohl reale als auch metaphorische Grenzen: zwischen Wahrheit und Lüge, Glauben und Macht, Gewissen und Karriere. Sprachlich zeichnet sich der Roman durch eine pointierte, dialogreiche Erzählweise aus. Ironie und feiner Sarkasmus durchziehen die Gespräche. Kirchliche Würdeformeln kontrastieren mit profanen, teils saloppen Bemerkungen, wodurch eine satirische Brechung entsteht. Zugleich arbeitet Weinreich mit wiederkehrenden Metaphern – Mauern, Räume, Türen –, die symbolisch für Abschottung und institutionelle Selbstverteidigung stehen. Innere Monologe und Perspektivwechsel vertiefen die psychologischen Dimensionen der Figuren, während detailreiche Milieuschilderungen etwa des Vatikan und des bayerischen Bistums von Authentizität zeugen. Dieser Roman hat das Potential, Diskussionen über Verantwortung, Glaubwürdigkeit und institutionelle Selbstabschottung auszulösen – und gerade durch seine ironische Schärfe nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.
Gerhard Weinreich: geboren 1963. Physiker. Mag Schubert und leidet mit dem BVB. Arbeitet in einem Wald. In einer Lungenklinik. Schreibt manchmal Romane.
Ingrid Reidel liest aus „Das dunkle Erbe von Matala“
Eigentlich will die Journalistin Iris Baumann nur eine harmlose Sommergeschichte schreiben. Leicht. Bunt. Unverbindlich. Matala erscheint ihr wie eine Postkarte: ein kleines kretisches Dorf, das einst Hippies aus aller Welt anzog und bis heute von großen Worten über Freiheit und Liebe lebt. Iris glaubt daran. Zu gern. Sonne, Anekdoten, ein wenig Nostalgie, genau das, was man im Sommer lesen will. Doch was sie für Folklore hält, ist in Wahrheit Tarnung. Und was sie übersieht, beobachtet sie längst. Hinter den bunten Fassaden, hinter Parolen von Freiheit und Liebe lauerte etwas anderes. Etwas Düsteres. Als sie auf einen geheimen Kult stößt, der seit Jahrzehnten im Verborgenen agiert, wird aus ihrer Reise ein tödlicher Albtraum. In einem Netz aus Verrat, dunklen Ritualen und einer unheimlichen Macht beginnt ein Wettlauf ums Überleben.
Ingrid Reidel war eine ganz normale Hausfrau, bis sie im Haus ihrer Großmutter eine Urne fand. Das veränderte alles. Nun schreibt sie Kriminalgeschichten, die so tiefgründig sind wie die Furchen in ihrem Gesicht ... oder so vielfältig wie ihre Hüte.
Sie ist die „Grande Dame der deutschen Kriminalliteratur“, Die Lady von Crimeheim“, und unter andrem Ehrenkommissarin des Polizeireviers Mannheim. Ingrid Noll eine Autorin mit internationalem Ruf und Weinheimerin. Sie wird mit 91 Jahren beim Literaturfestival Weinheim 2026 ein Potpourri ihrer besten Geschichten lesen.
Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Weinheim kam sie mit ihrem Mann, dem leider verstorbenen Arzt Peter Gullatz. Das Paar hat drei Kinder und inzwischen ist sie vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen halten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für ihr Gesamtwerk. Auch wenn es lange bis zur ersten Veröffentlichung gedauert hat, ein Faible für die Sprache und das Schreiben hatte Ingrid Noll schon immer. Als Kleinkind wurde sie in China „Ame“ genannt, da die Chinesen „Ingrid“ nicht aussprechen konnten. Ihr Vater zeigte ihr, wie man die drei Buchstaben schreibt. Als sie das Blatt herumzeigte, sagten die Erwachsenen: „Ame, das bist doch du.“ „Ich fand das totale Hexerei, da waren ein paar Striche auf dem Papier und das war ich. Ich habe dann ganz schnell lesen und schreiben gelernt“, sagt Ingrid Noll
Georg Weinreich liest aus „Die üblichen Mauern“
Unerwartet stirbt der Finanzleiter eines bayerischen Bistums. Während die Staatsanwaltschaft von einer natürlichen Todesursache ausgeht, wird die Glaubenskongregation in Rom hellhörig und setzt Monsignore Ries auf den Fall an. Handelt es sich in Wahrheit um ein Verbrechen, in das ein Kirchenvertreter verwickelt ist? Der Verdacht fällt rasch auf Bischof Ehrmann – ein Mann mit allzu weltlichen Geheimnissen, der gemeinsam mit seiner Geliebten, der Architektin Viktoria, ein vermeintlich perfektes Verbrechen begeht, um einen Mitwisser auszuschalten... Die Untersuchung spitzt sich zu, als der Papst im Sterben liegt. Sein baldiger Nachfolger hat ausgerechnet diesen Bischof als neuen Präfekten der Glaubenskongregation auserkoren, so dass Monsignore Ries gegen seinen künftigen Vorgesetzten ermittelt. Gerhard Weinreich verbindet Kriminalroman, Kirchen-Satire und Machtanalyse zu einer vielschichtigen Handlung im Wechsel zwischen Vertuschung, Loyalität und Machtkalkül. Moralische Prinzipien werden systematisch gegen institutionelle Interessen ausgespielt. Die „üblichen Mauern“ sind dabei sowohl reale als auch metaphorische Grenzen: zwischen Wahrheit und Lüge, Glauben und Macht, Gewissen und Karriere. Sprachlich zeichnet sich der Roman durch eine pointierte, dialogreiche Erzählweise aus. Ironie und feiner Sarkasmus durchziehen die Gespräche. Kirchliche Würdeformeln kontrastieren mit profanen, teils saloppen Bemerkungen, wodurch eine satirische Brechung entsteht. Zugleich arbeitet Weinreich mit wiederkehrenden Metaphern – Mauern, Räume, Türen –, die symbolisch für Abschottung und institutionelle Selbstverteidigung stehen. Innere Monologe und Perspektivwechsel vertiefen die psychologischen Dimensionen der Figuren, während detailreiche Milieuschilderungen etwa des Vatikan und des bayerischen Bistums von Authentizität zeugen. Dieser Roman hat das Potential, Diskussionen über Verantwortung, Glaubwürdigkeit und institutionelle Selbstabschottung auszulösen – und gerade durch seine ironische Schärfe nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.
Gerhard Weinreich: geboren 1963. Physiker. Mag Schubert und leidet mit dem BVB. Arbeitet in einem Wald. In einer Lungenklinik. Schreibt manchmal Romane.
Ingrid Reidel liest aus „Das dunkle Erbe von Matala“
Eigentlich will die Journalistin Iris Baumann nur eine harmlose Sommergeschichte schreiben. Leicht. Bunt. Unverbindlich. Matala erscheint ihr wie eine Postkarte: ein kleines kretisches Dorf, das einst Hippies aus aller Welt anzog und bis heute von großen Worten über Freiheit und Liebe lebt. Iris glaubt daran. Zu gern. Sonne, Anekdoten, ein wenig Nostalgie, genau das, was man im Sommer lesen will. Doch was sie für Folklore hält, ist in Wahrheit Tarnung. Und was sie übersieht, beobachtet sie längst. Hinter den bunten Fassaden, hinter Parolen von Freiheit und Liebe lauerte etwas anderes. Etwas Düsteres. Als sie auf einen geheimen Kult stößt, der seit Jahrzehnten im Verborgenen agiert, wird aus ihrer Reise ein tödlicher Albtraum. In einem Netz aus Verrat, dunklen Ritualen und einer unheimlichen Macht beginnt ein Wettlauf ums Überleben.
Ingrid Reidel war eine ganz normale Hausfrau, bis sie im Haus ihrer Großmutter eine Urne fand. Das veränderte alles. Nun schreibt sie Kriminalgeschichten, die so tiefgründig sind wie die Furchen in ihrem Gesicht ... oder so vielfältig wie ihre Hüte.
Ort der Veranstaltung
Amtsgericht Weinheim
Ehretstr. 11
69469 Weinheim