Bild: Benjamin Britten: War Requiem

Benjamin Britten: War Requiem

Bachchor Hannover, Osnabrücker Symphonieorchester, Ltg. Christian Rohrbach  

Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover

Tickets ab 12,20 € *
Ermäßigung verfügbar
Veranstalter: Ev.-luth. Marktkirchengemeinde St. Georgii et Jacobi , Hanns-Lilje-Platz 2, 30159 Hannover, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Benjamin Britten: War Requiem
„Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen.“ Diese Worte des 1918 im Ersten Weltkrieg mit gerade 25 Jahren gefallenen Dichters Wilfred Owen setzte Benjamin Britten als Leitwort über die Partitur seines monumentalen War Requiems.
Das Werk entstand 1961/62 als Auftragskomposition zur Einweihung des Neubaus der Kathedrale von Coventry, deren gotischer Vorgängerbau im November 1940 der Kriegsbombardierung durch deutsche Angriffe zum Opfer gefallen war. Es verbindet den Text der lateinischen Totenmesse mit englischsprachigen Gedichten von Wilfred Owen. Diese oratorienähnliche Anlage spiegelt sich auch in der Besetzung wider: Die unterschiedlichen Elemente sind auf ein Solist*innen-Trio (Sopran, Tenor, Bariton), Knaben-(Kinder-)Chor, gemischten Chor, Sinfonieorchester und Kammerorchester verteilt.
In der Marktkirche wird dieses musikalische Anti-Kriegs-Bekenntnis besonders wirken: Auch das zentrale Gotteshaus Hannovers hat schwere Zerstörung im zweiten Weltkrieg hinter sich, einige Spuren sind im Rahmen des Wiederaufbaus der 1950er Jahre bewusst sichtbar belassen worden. Erleben Sie am 20. November eines der eindrücklichsten, zentralen Werke der Chorliteratur des 20. Jahrhunderts.
Nadja Stefanoff, Sopran | Ed Lyon, Tenor | Henryk Böhm, Bariton
Bachchor Hannover
Kinder- & Jugendchor der Marktkirche
Osnabrücker Symphonieorchester
Christian Rohrbach, Leitung

Ort der Veranstaltung

Die Marktkirche ist die älteste Kirche der Altstadt und mit ihrem Turm ein Wahrzeichen Hannovers. Die Kirche im Stil der Backsteingotik ist Höhepunkt jeden Besuchs in der Altstadt und die Begräbnisstätte des Deutschen Michels. Bereits seit 750 Jahren finden hier Gottesdienste statt, erst katholische und ab 1536 protestantische, und nicht nur Gläubige zeigen sich von der Wucht der schmucklosen aber unglaublich imposanten Marktkirche beeindruckt.

Auf den Überresten einer romanischen Vorgängerkirche, die auch heute noch dem unter der Kirche gelegenen Bödekersaal sein unvergleichliches Aussehen verleihen, wurde im 14. Jahrhundert die Marktkirche St. Georgii et Jacobi errichtet. Als herausragendes Beispiel der norddeutschen Backsteingotik ragt die Kirche mit ihrem 98 Meter hohen Turm in den Himmel und war einst Keimzelle der Stadt Hannover. Besonderes Prunkstück innerhalb der monumentalen Kirche ist der Retabel des Hochaltars, der um 1480 entstand und nach Zwischenstationen in der Aegidienkirche und dem Welfenmuseum nun wieder an seiner angestammten Stelle zu finden ist.

Auch sonst bietet die Marktkirche in Hannover allerlei Rätsel und Spannendes: Auch viele Ortskundige wissen nicht, dass hier der Deutsche Michel begraben liegt. Johann Michael von Obentraut, General im Dreißigjährigen Krieg, fiel beim Kampf gegen den Feldherrn Tilly und sein Spitzname wurde zum Inbegriff des Deutschen. Auch über das vermeintliche Pentagramm an der Außenseite der Kirche wundern sich viele Betrachter. Der auf die Spitze gestellte Fünfstern soll, gemeinsam mit den Wasserspeiern, den Teufel und das Böse von der Kirche fernhalten.
Marktkirche
Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover