Veranstaltungsinfos
In Mozarts Schatten
Diyang Mei | Viola
Maxim Emelyanychev | Dirigent
Wolfgang Amadeus Mozart | Sinfonie D-Dur KV 385 (»Haffner«)
Carl Stamitz | 1. Violakonzert D-Dur
Joseph Martin Kraus | Sinfonie c-Moll VB 142
Paul Wranitzky | Sinfonie D-Dur op. 36
1756 – das war ein guter Jahrgang. Denn Mozart wurde in diesem Jahr geboren, aber auch Paul Wranitzky und Joseph Martin Kraus, Kollege Stamitz war da schon neun Jahre auf der Welt. Heute sieht man drei im Schatten des Ersten stehen – zu ihrer Zeit aber galten sie als Komponisten auf Augenhöhe.
Mit Wranitzky war Mozart in Wien gut befreundet, sie waren beide Freimaurer wie auch der gebürtige Miltenberger Joseph Martin Kraus, der aufgrund der beinahe deckungsgleichen Lebensdaten auch der »Odenwälder« oder der »Schwedische Mozart« genannt wurde – weil er seine Karriere vor allem am Hof in Stockholm machte. Joseph Haydn hatte ja über Mozart gesagt, er sei »der größte Componist, den ich von Person und dem Nahmen nach kenne«. Über Kraus allerdings: »Er war der erste Mann von Genie, den ich gekannt habe.« Drei Sinfonien der drei Wiener (bzw. Stockholmer) Klassiker hat der Dririgent Maxim Emelyanychev ausgewählt – das Repertoire des Mozart-Experten ist groß, schließlich arbeitet er mit seinem eigenem Ensemble »Il pomo d’oro« gerade an einer Gesamteinspielung aller 41 Mozart-Sinfonien. Hinzu kommt ein Bratschenkonzert des Mannheimers Carl Stamitz, den Mozart kannte, aber nicht unbedingt schätzte. Carl und sein Bruder Anton Stamitz seien »2 elende Skribbler, Spieler, Säufer und Hurer – das ist nicht meinesgleichen«, so berichtet Mozart aus Paris an seinen Vater. Heute würde Mozart wohl einen Ironie-Smiley hinzufügen, denn was hatte nicht sein Vater gesagt, gut zehn Jahre zuvor, über das Mannheimer Orchester, in dem Carl Stamitz mitspielte? Es sei »ohne widerspruch das beste in Teutschland, und lauter junge Leute, und durchaus Leute von guter Lebensart, weder Säufer, weder Spieler, weder liederliche Lumpen.«
Konzertdauer: ca. 135 Minuten – inklusive Pause
___________
1756—that was a good year. Mozart was born that year, as were Paul Wranitzky and Joseph Martin Kraus; their colleague Stamitz had already been in the world for nine years. Today, these three are often overshadowed by the First—but in their day, they were regarded as composers on equal footing.
Mozart was good friends with Wranitzky in Vienna; they were both Freemasons, as was Joseph Martin Kraus, a native of Miltenberg, who – due to his nearly identical dates of birth and death – was also called the »Odenwald- or the Swedish Mozart« – because he spent most of his career at the court in Stockholm. Joseph Haydn had said of Mozart that he was »the greatest composer I know by name and in person.« Of Kraus, however, he said: »He was the first man of genius I have ever known.« Conductor Maxim Emelyanychev has selected three symphonies by the three Viennese (or Stockholm) classics—the Mozart expert’s repertoire is vast; after all, he is currently working with his own ensemble, »Il pomo d’oro«, on a complete recording of all 41 Mozart symphonies. Added to this is a viola concerto by the Mannheim-based Carl Stamitz, whom Mozart knew but did not necessarily appreciate. Carl and his brother Anton Stamitz were »two miserable scribblers, players, drunkards, and whoremongers—they are not my kind of people«, Mozart reported to his father from Paris. Today, Mozart would probably add an irony emoji, for what had his father not said, a good ten years earlier, about the Mannheim orchestra in which Carl Stamitz played? It was »without question the best in Germany, and full of young people, and thoroughly genteel folk, neither drunkards, nor gamblers, nor dissolute scoundrels«.
Concert duration: about 135 minutes – including break
Diyang Mei | Viola
Maxim Emelyanychev | Dirigent
Wolfgang Amadeus Mozart | Sinfonie D-Dur KV 385 (»Haffner«)
Carl Stamitz | 1. Violakonzert D-Dur
Joseph Martin Kraus | Sinfonie c-Moll VB 142
Paul Wranitzky | Sinfonie D-Dur op. 36
1756 – das war ein guter Jahrgang. Denn Mozart wurde in diesem Jahr geboren, aber auch Paul Wranitzky und Joseph Martin Kraus, Kollege Stamitz war da schon neun Jahre auf der Welt. Heute sieht man drei im Schatten des Ersten stehen – zu ihrer Zeit aber galten sie als Komponisten auf Augenhöhe.
Mit Wranitzky war Mozart in Wien gut befreundet, sie waren beide Freimaurer wie auch der gebürtige Miltenberger Joseph Martin Kraus, der aufgrund der beinahe deckungsgleichen Lebensdaten auch der »Odenwälder« oder der »Schwedische Mozart« genannt wurde – weil er seine Karriere vor allem am Hof in Stockholm machte. Joseph Haydn hatte ja über Mozart gesagt, er sei »der größte Componist, den ich von Person und dem Nahmen nach kenne«. Über Kraus allerdings: »Er war der erste Mann von Genie, den ich gekannt habe.« Drei Sinfonien der drei Wiener (bzw. Stockholmer) Klassiker hat der Dririgent Maxim Emelyanychev ausgewählt – das Repertoire des Mozart-Experten ist groß, schließlich arbeitet er mit seinem eigenem Ensemble »Il pomo d’oro« gerade an einer Gesamteinspielung aller 41 Mozart-Sinfonien. Hinzu kommt ein Bratschenkonzert des Mannheimers Carl Stamitz, den Mozart kannte, aber nicht unbedingt schätzte. Carl und sein Bruder Anton Stamitz seien »2 elende Skribbler, Spieler, Säufer und Hurer – das ist nicht meinesgleichen«, so berichtet Mozart aus Paris an seinen Vater. Heute würde Mozart wohl einen Ironie-Smiley hinzufügen, denn was hatte nicht sein Vater gesagt, gut zehn Jahre zuvor, über das Mannheimer Orchester, in dem Carl Stamitz mitspielte? Es sei »ohne widerspruch das beste in Teutschland, und lauter junge Leute, und durchaus Leute von guter Lebensart, weder Säufer, weder Spieler, weder liederliche Lumpen.«
Konzertdauer: ca. 135 Minuten – inklusive Pause
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1756—that was a good year. Mozart was born that year, as were Paul Wranitzky and Joseph Martin Kraus; their colleague Stamitz had already been in the world for nine years. Today, these three are often overshadowed by the First—but in their day, they were regarded as composers on equal footing.
Mozart was good friends with Wranitzky in Vienna; they were both Freemasons, as was Joseph Martin Kraus, a native of Miltenberg, who – due to his nearly identical dates of birth and death – was also called the »Odenwald- or the Swedish Mozart« – because he spent most of his career at the court in Stockholm. Joseph Haydn had said of Mozart that he was »the greatest composer I know by name and in person.« Of Kraus, however, he said: »He was the first man of genius I have ever known.« Conductor Maxim Emelyanychev has selected three symphonies by the three Viennese (or Stockholm) classics—the Mozart expert’s repertoire is vast; after all, he is currently working with his own ensemble, »Il pomo d’oro«, on a complete recording of all 41 Mozart symphonies. Added to this is a viola concerto by the Mannheim-based Carl Stamitz, whom Mozart knew but did not necessarily appreciate. Carl and his brother Anton Stamitz were »two miserable scribblers, players, drunkards, and whoremongers—they are not my kind of people«, Mozart reported to his father from Paris. Today, Mozart would probably add an irony emoji, for what had his father not said, a good ten years earlier, about the Mannheim orchestra in which Carl Stamitz played? It was »without question the best in Germany, and full of young people, and thoroughly genteel folk, neither drunkards, nor gamblers, nor dissolute scoundrels«.
Concert duration: about 135 minutes – including break
Ort der Veranstaltung
Hier wird Musik zum Leben erweckt. Ob bei öffentlichen Konzerten, Proben des hr-Sinfonieorchesters, oder Live-Sendungen. Das breite Aufgabenspektrum des Sendesaals bietet Qualität der Spitzenklasse.
Im Nordosten Frankfurts gehört der hr-Sendesaal seit Anfang der 1950er Jahre zum Gebäudekomplex des Hessischen Rundfunks. Hier kann das Publikum auf bis ca. 868 Sitzplätzen großangelegte Orchesterwerke und bis zu hundertköpfige Chöre erleben. Zusätzlich verfügt der Saal über eine Orgel und das nötige technische Equipment, um Werke aus nahezu allen Gattungen der E-Musik aufführen zu können. Eine Technik, die der Ausstattung der Berliner Philharmonie in nichts nachsteht macht hochwertige Übertragungen möglich. Durch die computergesteuerte Bühne kann die Bühnenlandschaft binnen weniger Minuten komplett umgebaut werden. Und die gute Akustik des Saals perfektioniert den Bau des hr-Sendesaals. Schon längst sind diese Räumlichkeiten zu einer festen Konzert-Location avanciert. Neben der Alten Oper und dem Schauspiel Frankfurt hat sich hier eine weitere überregionale Kulturinstitution entwickelt.
Der hr-Sendesaal verbindet traditionelle Klänge mit modernster Übertragungstechnik, ältere Musik mit jungem Publikum. Das Programm des Hessischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters hat für jeden etwas zu bieten. Erleben Sie Musik in ungeahnten Dimensionen.
Im Nordosten Frankfurts gehört der hr-Sendesaal seit Anfang der 1950er Jahre zum Gebäudekomplex des Hessischen Rundfunks. Hier kann das Publikum auf bis ca. 868 Sitzplätzen großangelegte Orchesterwerke und bis zu hundertköpfige Chöre erleben. Zusätzlich verfügt der Saal über eine Orgel und das nötige technische Equipment, um Werke aus nahezu allen Gattungen der E-Musik aufführen zu können. Eine Technik, die der Ausstattung der Berliner Philharmonie in nichts nachsteht macht hochwertige Übertragungen möglich. Durch die computergesteuerte Bühne kann die Bühnenlandschaft binnen weniger Minuten komplett umgebaut werden. Und die gute Akustik des Saals perfektioniert den Bau des hr-Sendesaals. Schon längst sind diese Räumlichkeiten zu einer festen Konzert-Location avanciert. Neben der Alten Oper und dem Schauspiel Frankfurt hat sich hier eine weitere überregionale Kulturinstitution entwickelt.
Der hr-Sendesaal verbindet traditionelle Klänge mit modernster Übertragungstechnik, ältere Musik mit jungem Publikum. Das Programm des Hessischen Rundfunks und des Sinfonieorchesters hat für jeden etwas zu bieten. Erleben Sie Musik in ungeahnten Dimensionen.