Bild: Arrival of the Village

Arrival of the Village

Naunynstraße 27
10997 Berlin
Veranstalter: Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gGmbH , Naunynstraße 27, 10997 Berlin, Deutschland
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Veranstaltungsinfos

Performance von Magda Korsinsky

auf Deutsch, Englisch und Französisch mit deutschen und englischen ÜT

„Ich wollte immer eine Familie finden, in die ich reinpasse. Vielleicht ist es notwendig, sie selbst zu schaffen.“

Wir sind mit Eltern oder Bezugspersonen aufgewachsen, die anderen Generationen angehören. Ihre Welten
waren andere, ebenso ihre Beziehungsmuster. Wir entwickeln eigene Wege, unsere Bedürfnisse wahrzunehmen, zu teilen und ihnen zu folgen. Als Schwarze und als queere Menschen in Sorgeverantwortung für Kinder bauen wir etwas, das noch nicht da war.

Drei Performer*innen agieren in einem eigens für die Inszenierung geschaffenen Raum, sie nehmen Besucher*innen mit in ihre Welt. Ausgangspunkt sind Interviews, die Magda Korsinsky mit Schwarzen und queeren Menschen geführt hat. Im Zentrum stehen dabei Fragen geteilter Verantwortung, Widersprüche, Visionen und Beziehungsmodelle. Die Performer*innen verweben gelebte Erfahrungen mit Bewegung und Gesang, bis ein gemeinsamer Raum entsteht: für vielfältige Verantwortung, Intimität, Liebe und widerständige Formen des Zusammenlebens.

In Arrival of the Village begibt sich die dokumentarisch arbeitende Choreografin Magda Korsinsky gemeinsam mit ihrem Team auf die Suche nach veränderten Beziehungen: Denn das alte Modell der heteronormativen Kleinfamilie bringt Rollen hervor, die oft isolieren, erschöpfen oder abhängig machen. Anerkennung, Lust, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bleiben auf der Strecke. Und wie kann mensch Vorbild sein, wenn sich so vieles falsch anfühlt? Wie können wir Formen von Familie erweitern und kollektive Fürsorge, gemeinsame Verantwortung und wechselseitige Empowerment leben?

Arrival of the Village ist die fünfte Arbeit von Magda Korsinsky am Ballhaus Naunynstraße und führt ihre Suche nach Vorbildern, Räumen und Narrativen für Schwarze FLINTA* konsequent fort. Die Arbeit ist ein weiterer Schritt hin zu einer Kunst, die Resonanzräume schafft und der Härte dominierender Diskurse einen eigenen Rhythmus entgegensetzt.


Foto: Zé de Paiva

Ort der Veranstaltung

Theater, Tanz, Performance, Lesungen, Konzerte, Diskussionen, Filmabende – mitten in Kreuzberg bietet das Ballhaus Naunynstraße ein reiches Programm. 2023 wurde es hierfür mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. Denn tatsächlich ist das Profil dieses Hauses einzigartig, es markiert eine Zäsur in der deutschsprachigen Theaterlandschaft.

2008 wurde es von Shermin Langhoff als postmigrantisches Theater eröffnet. Seit 2013, seit der künstlerischen Leitung von Wagner Carvalho, stehen dabei zunehmend schwarze Protagonist*innen, Artists of Color und queere Künstler*innen im Fokus. Das Theater arbeitet mit seinen Programmen gegen strukturellen Rassismus und intersektionale Ausschlussmechanismen an und entwickelt in diesem Zuge neue Erzählungen und ästhetische Formen. Damit ist es über die Jahre zum wichtigen Impulsgeber für die Dekolonisierung in Kunst, Wissenschaft, Politik und Alltag geworden.

Gelegen im Herzen Berlin-Kreuzbergs, ist das Ballhaus Naunynstraße am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. In der Umgebung befinden sich Bahn- und Bushaltestellen, die nur einen kurzen Fußweg entfernt liegen
Ballhaus Naunynstraße
Naunynstraße 27
10997 Berlin
Ballhaus Naunynstraße
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