Veranstaltungsinfos
Taryn Knerr (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Christoph Pfaller (Tenor), Philipp Goldmann (Bass), Basilikaorganist Elmar Lehnen (Orgel), BachChor Leipzig, Chor KALOBRHI, , Festivalorchester, Nikolaikantor Markus Kaufmann
Antonín Dvorák komponiert sein Stabat Mater inmitten mehrerer persönlichen Tragödien: 1875 wird sein glückliches Familienleben durch den Tod seiner erst zwei Tage alten Tochter Josefa erschüttert. Getragen von seinem Glauben versucht Dvorák seine Trauer mit seiner kompositorischen Arbeit zu bewältigen. Dann sterben 1877 kurz hintereinander seine beiden anderen kleinen Kinder. Nun vertieft sich Dvorák sich noch intensiver in das Werk und vollendet es. Mit dem Stabat Mater, das er selbst als Dirigent mehrfach leitet, vervielfacht sich Dvoráks Erfolg als Komponist - ganz entgegen den Erwartungen seines Verlegers: „Wenn nur der Text anders wäre! Ich meine: für Norddeutschland und England und Amerika usw. ist das ‚Stabat Mater‘ rein verloren. Es ist lediglich für die österreichischen Staaten, das heißt für katholische Länder.“ Da hatte der Verleger sich allerdings getäuscht.... Seien Sie gespannt auf die Aufführung des hochemotionalen Werkes in der Leipziger Nikolaikirche!
Antonín Dvorák komponiert sein Stabat Mater inmitten mehrerer persönlichen Tragödien: 1875 wird sein glückliches Familienleben durch den Tod seiner erst zwei Tage alten Tochter Josefa erschüttert. Getragen von seinem Glauben versucht Dvorák seine Trauer mit seiner kompositorischen Arbeit zu bewältigen. Dann sterben 1877 kurz hintereinander seine beiden anderen kleinen Kinder. Nun vertieft sich Dvorák sich noch intensiver in das Werk und vollendet es. Mit dem Stabat Mater, das er selbst als Dirigent mehrfach leitet, vervielfacht sich Dvoráks Erfolg als Komponist - ganz entgegen den Erwartungen seines Verlegers: „Wenn nur der Text anders wäre! Ich meine: für Norddeutschland und England und Amerika usw. ist das ‚Stabat Mater‘ rein verloren. Es ist lediglich für die österreichischen Staaten, das heißt für katholische Länder.“ Da hatte der Verleger sich allerdings getäuscht.... Seien Sie gespannt auf die Aufführung des hochemotionalen Werkes in der Leipziger Nikolaikirche!
Ort der Veranstaltung
Die Nikolaikirche im Herzen der Innenstadt Leipzigs ist die größte Kirche der Stadt und lieferte in der Vergangenheit als Ort der Begegnung immer wieder entscheidende Impulse für das Zeitgeschehen. Hier fand 1539 nicht nur der erste offizielle evangelische Gottesdienst in Leipzig und damit die Einführung der Reformation statt, die Kirche war auch zentraler Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution, die den Mauerfall und die Vereinigung West- und Ostdeutschlands zum Ergebnis hatte.
Die Wurzeln der Nikolaikirche reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Zunächst als romanische Kirche errichtet, wurde sie im 15. und 16. Jahrhundert zu einer spätgotischen Hallenkirche umgebaut. Wichtige Persönlichkeiten der Kirchengeschichte waren Martin Luther und Justus Jonas der Ältere, die in der Nikolaikirche die Reformation einläuteten und Johann Sebastian Bach, der am Karfreitag 1724 hier seine Johannespassion in der Kirche uraufgeführt hatte. Aus den Montagsgebeten, die in den 80er Jahren jede Woche in der Nikolaikirche stattfanden, entwickelten sich die Montagsdemonstrationen, die entscheidend zum Sturz des DDR- Regimes beitragen sollten. Doch nicht nur die Geschichte der Kirche ist beeindruckend: Der Innenraum des Gebäudes besticht durch seine einzigartige Architektur, die im klassizistischen Stil nach den Plänen des Leipziger Stadtbaumeister Johann Carl Friedrich Dauthe gebaut wurde. Besonders markant sind das detailreiche Deckengewölbe und die Kirchensäulen, aus deren Palmenkapitellen Blätter hervorzusprießen scheinen, die den Ansatz zur Decke kaschieren. Der gesamte Raum ist durch die Farbtöne Weiß, Rosa und Hellgrün bestimmt, was der Kirche ein außergewöhnliches und unverkennbares Merkmal verleiht.
Ein Besuch der Nikolaikirche steht bei einem Stadtrundgang durch Leipzig an höchster Stelle.
Die Wurzeln der Nikolaikirche reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Zunächst als romanische Kirche errichtet, wurde sie im 15. und 16. Jahrhundert zu einer spätgotischen Hallenkirche umgebaut. Wichtige Persönlichkeiten der Kirchengeschichte waren Martin Luther und Justus Jonas der Ältere, die in der Nikolaikirche die Reformation einläuteten und Johann Sebastian Bach, der am Karfreitag 1724 hier seine Johannespassion in der Kirche uraufgeführt hatte. Aus den Montagsgebeten, die in den 80er Jahren jede Woche in der Nikolaikirche stattfanden, entwickelten sich die Montagsdemonstrationen, die entscheidend zum Sturz des DDR- Regimes beitragen sollten. Doch nicht nur die Geschichte der Kirche ist beeindruckend: Der Innenraum des Gebäudes besticht durch seine einzigartige Architektur, die im klassizistischen Stil nach den Plänen des Leipziger Stadtbaumeister Johann Carl Friedrich Dauthe gebaut wurde. Besonders markant sind das detailreiche Deckengewölbe und die Kirchensäulen, aus deren Palmenkapitellen Blätter hervorzusprießen scheinen, die den Ansatz zur Decke kaschieren. Der gesamte Raum ist durch die Farbtöne Weiß, Rosa und Hellgrün bestimmt, was der Kirche ein außergewöhnliches und unverkennbares Merkmal verleiht.
Ein Besuch der Nikolaikirche steht bei einem Stadtrundgang durch Leipzig an höchster Stelle.