175 Jahre Mautterer Tafelklavier - Oboe & Klavier - barock - klassisch – romantisch - fränkisch
Beatrix Köhle, Oboe & Paul Sturm, Klavier und Moderation  
Gotisches Rathaus
Marktplatz 1
91781 Weißenburg
Veranstalter:
Stadt Weißenburg i.Bay. / Frankenbund Gruppe Weißenburg , Marktplatz 19, 91781 Weißenburg i. Bay., Deutschland
Veranstaltungsinfos
Ein Weißenburger Klavier erzählt Geschichte
Vor genau zehn Jahren gelang der Weißenburger Frankenbund-Gruppe mit großzügiger Unterstützung regionaler Kulturstiftungen ein außergewöhnlicher Ankauf: ein Tafelklavier aus der Werkstatt des Weißenburger Instrumentenbauers Christian Friedrich Mautterer. Nach einer umfassenden Restaurierung ist das Instrument weit mehr als nur ein museales Ausstellungsstück. Es erklingt regelmäßig in Konzerten und lässt ein Stück Weißenburger Musikgeschichte lebendig und hörbar werden.
Christian Friedrich Mautterer wurde 1813 als Sohn einer alteingesessenen Weißenburger Metzgerfamilie geboren. Nach einer Ausbildung zum Schreiner führte ihn die traditionelle Wanderschaft nach London, wo er elf Jahre lebte. Dort arbeitete er, wie er später selbst schrieb, „neben meinem eigentlichen Gewerbe als Schreiner auch als Instrumentenbauer“. Die auffallenden baulichen Parallelen zu einem weiteren erhaltenen Instrument aus seiner Werkstatt sprechen dafür, dass er möglicherweise in der renommierten Londoner Klaviermanufaktur George Gange & Co. ausgebildet wurde.
1842 kehrte Mautterer in seine Heimatstadt zurück und eröffnete seine Werkstatt in einem „bewohnbaren Gartenhaus“ an der Eichstätter Straße. Von hier aus belieferte er Weißenburg und die Region mit Klavieren modernster Bauart und brachte damit ein Stück internationaler Handwerkskunst in die fränkische Provinz.
Von Anfang an verfolgte der Frankenbund ein ambitioniertes Ziel: Das historische Instrument sollte nicht nur bewahrt, sondern auch wieder zu seinem ursprünglichen Zweck zurückgeführt werden – als klingendes Zeugnis seiner Zeit. In den vergangenen Jahren war das Mautterer-Klavier bereits im Zusammenspiel mit Violine, Violoncello und Gesang, aber auch bei einem Jazz-Konzert sowie in verschiedenen Soloprogrammen zu erleben. Nun eröffnet eine weitere Besetzung neue klangliche Perspektiven.
Gemeinsam präsentieren die Oboistin Beatrix Köhle und der Pianist Paul Sturm ein abwechslungsreiches Programm mit Werken aus Barock, Klassik und Romantik. Kompositionen von Alessandro Marcello, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Camille Saint-Saëns und Gaetano Donizetti treffen dabei auf Musik zweier fränkischer Komponisten: Georg Jakob (Jacques) Strunz aus Pappenheim und Adolph von Henselt aus Schwabach. Damit erhält die regionale Musikgeschichte auch diesmal ihren festen Platz im Konzertprogramm.
Beatrix Köhle, gebürtige Tirolerin, studierte Oboe an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz sowie in Dresden und schloss ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab. Meisterkurse und eine intensive Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis ergänzten ihre künstlerische Ausbildung. Als gefragte Oboistin und Barockoboistin war sie unter anderem bei der Philharmonie Neubrandenburg, dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München und der Vogtland Philharmonie tätig. Heute verbindet sie ihre umfangreiche Konzerttätigkeit mit einer engagierten Lehrtätigkeit.
Paul Sturm ist dem Weißenburger Publikum seit vielen Jahren als ebenso versierter Pianist wie kenntnisreicher Musikvermittler bekannt. Mit Charme, Humor und fundiertem Hintergrundwissen wird er das Publikum durch den Abend begleiten.
So verspricht das Konzert nicht nur musikalischen Genuss, sondern zugleich eine klingende Begegnung mit einem außergewöhnlichen Zeugnis Weißenburger Handwerks- und Kulturgeschichte.
Eine Veranstaltung der Frankenbund Gruppe Weißenburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Weißenburg.
Vor genau zehn Jahren gelang der Weißenburger Frankenbund-Gruppe mit großzügiger Unterstützung regionaler Kulturstiftungen ein außergewöhnlicher Ankauf: ein Tafelklavier aus der Werkstatt des Weißenburger Instrumentenbauers Christian Friedrich Mautterer. Nach einer umfassenden Restaurierung ist das Instrument weit mehr als nur ein museales Ausstellungsstück. Es erklingt regelmäßig in Konzerten und lässt ein Stück Weißenburger Musikgeschichte lebendig und hörbar werden.
Christian Friedrich Mautterer wurde 1813 als Sohn einer alteingesessenen Weißenburger Metzgerfamilie geboren. Nach einer Ausbildung zum Schreiner führte ihn die traditionelle Wanderschaft nach London, wo er elf Jahre lebte. Dort arbeitete er, wie er später selbst schrieb, „neben meinem eigentlichen Gewerbe als Schreiner auch als Instrumentenbauer“. Die auffallenden baulichen Parallelen zu einem weiteren erhaltenen Instrument aus seiner Werkstatt sprechen dafür, dass er möglicherweise in der renommierten Londoner Klaviermanufaktur George Gange & Co. ausgebildet wurde.
1842 kehrte Mautterer in seine Heimatstadt zurück und eröffnete seine Werkstatt in einem „bewohnbaren Gartenhaus“ an der Eichstätter Straße. Von hier aus belieferte er Weißenburg und die Region mit Klavieren modernster Bauart und brachte damit ein Stück internationaler Handwerkskunst in die fränkische Provinz.
Von Anfang an verfolgte der Frankenbund ein ambitioniertes Ziel: Das historische Instrument sollte nicht nur bewahrt, sondern auch wieder zu seinem ursprünglichen Zweck zurückgeführt werden – als klingendes Zeugnis seiner Zeit. In den vergangenen Jahren war das Mautterer-Klavier bereits im Zusammenspiel mit Violine, Violoncello und Gesang, aber auch bei einem Jazz-Konzert sowie in verschiedenen Soloprogrammen zu erleben. Nun eröffnet eine weitere Besetzung neue klangliche Perspektiven.
Gemeinsam präsentieren die Oboistin Beatrix Köhle und der Pianist Paul Sturm ein abwechslungsreiches Programm mit Werken aus Barock, Klassik und Romantik. Kompositionen von Alessandro Marcello, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Camille Saint-Saëns und Gaetano Donizetti treffen dabei auf Musik zweier fränkischer Komponisten: Georg Jakob (Jacques) Strunz aus Pappenheim und Adolph von Henselt aus Schwabach. Damit erhält die regionale Musikgeschichte auch diesmal ihren festen Platz im Konzertprogramm.
Beatrix Köhle, gebürtige Tirolerin, studierte Oboe an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz sowie in Dresden und schloss ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab. Meisterkurse und eine intensive Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis ergänzten ihre künstlerische Ausbildung. Als gefragte Oboistin und Barockoboistin war sie unter anderem bei der Philharmonie Neubrandenburg, dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München und der Vogtland Philharmonie tätig. Heute verbindet sie ihre umfangreiche Konzerttätigkeit mit einer engagierten Lehrtätigkeit.
Paul Sturm ist dem Weißenburger Publikum seit vielen Jahren als ebenso versierter Pianist wie kenntnisreicher Musikvermittler bekannt. Mit Charme, Humor und fundiertem Hintergrundwissen wird er das Publikum durch den Abend begleiten.
So verspricht das Konzert nicht nur musikalischen Genuss, sondern zugleich eine klingende Begegnung mit einem außergewöhnlichen Zeugnis Weißenburger Handwerks- und Kulturgeschichte.
Eine Veranstaltung der Frankenbund Gruppe Weißenburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Weißenburg.
Ort der Veranstaltung
Gotisches Rathaus
Marktplatz 1
91781 Weißenburg