4. Kammerkonzert
Transmutation  
Veranstalter:
Stadttheater Aachen , Hubertusstraße 2-6, 52064 Aachen, Deutschland
Veranstaltungsinfos
Die Transmutation ist die Umwandlung eines chemischen Elements in ein anderes. Was früher Alchemisten vergeblich versuchten, ist heute durch radioaktive Zerfallsreaktionen und Kernreaktionen möglich. Musikalische Transmutationen könnte man als die Grundidee der »Fünf Bruchstücke« des Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann bezeichnen: »Nach mehreren Stücken, in denen es um Fluss und Bewältigung einer Großform ging, faszinierte mich 1997 die Idee von Bruch-Stücken: Reduktion, Verknappung, Konzentration. Die mir liebgewordenen Instrumente Klarinette und Klavier mussten mir dazu wieder fremd werden; es ist eine andere Vertrautheit geworden.« Ein Fragment anderer Art ist Franz Schuberts Satz für Streichtrio: Es ist der Kopfsatz eines 1816 begonnen Trioprojekts, das über diesen Sonatensatz und den Anfang eines langsamen Andantes nie hinausgekommen ist. Sowohl die Klarinettensonate von Francis Poulenc als auch das Klarinettenquintett von Wolfgang Amadeus Mozart sind Spätwerke: Poulencs Sonate entstand im Jahr 1962 wenige Monate vor seinem Tod. Sie ist Poulencs bereits 1955 verstorbenen Komponistenkollegen Arthur Honegger gewidmet. Die musikalische Dramaturgie des Stücks mag mit dieser Widmung zusammenhängen: Der erste Satz trägt die Bedeutung »Allegro tristamente«, also etwa »auf traurige Weise heiter«, während der ungestüme letzte Satz sowohl Poulencs als auch Honeggers Humor widerspiegeln könnte. Mozarts Quintett stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1789. Mozart schrieb es für seinen Freund Anton Stadler, für den er zwei Jahre später auch das Klarinettenkonzert komponieren sollte. Das Stück, in dem die Solo-Klarinette als »primus inter pares« des Streichquartetts fungiert, gehört auch unter Mozarts ohnehin hoch angesehen Spätwerken zu seinen meistgerühmten. Die weit ausschwingende Melodie des langsamen Satzes etwa stand Modell für den Mittelsatz des 1. Klavierkonzerts von Maurice Ravel. Fast grenzt es an musikalische Alchemie, wenn Mozart aus den warmen Tönen der Klarinette und Streicher seine Goldfäden spinnt.
Jörg Widmann: 5 Bruchstücke für Klarinette und Klavier (1997)
1. Äußerst langsam
2. Presto possibile
3. Sehr langsam, frei
4. Energiegeladen, sehr schnell
5. Langsam beginnen, molto rubato, quasi improvvisando
David Kindt, Klarinette
Galina Ryzhikova, Klavier
Franz Schubert: Streichtrio in B-Dur, D 471 (1816)
1. Allegro
Oleksandra Vorobey, Violine
Martin Hoffmann, Viola
Armut Ensinger, Cello
Francis Poulenc: Sonate für Klarinette und Klavier (1962)
1. Allegro tristamente (Allegretto – Très calme – Tempo allegretto)
2. Romanza (Très calme)
3. Allegro con fuoco (Très animé)
David Kindt, Klarinette
Galina Ryzhikova, Klavier
– Pause –
Mozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581
1. Allegro
2. Larghetto
3. Menuetto – Trio I – Trio II
4. Allegretto con variazioni
Vassili Voronin, Violine
Oleksandra Vorobey, Violine
Martin Hoffmann, Viola
Armut Ensinger, Cello
David Kindt, Klarinette
Jörg Widmann: 5 Bruchstücke für Klarinette und Klavier (1997)
1. Äußerst langsam
2. Presto possibile
3. Sehr langsam, frei
4. Energiegeladen, sehr schnell
5. Langsam beginnen, molto rubato, quasi improvvisando
David Kindt, Klarinette
Galina Ryzhikova, Klavier
Franz Schubert: Streichtrio in B-Dur, D 471 (1816)
1. Allegro
Oleksandra Vorobey, Violine
Martin Hoffmann, Viola
Armut Ensinger, Cello
Francis Poulenc: Sonate für Klarinette und Klavier (1962)
1. Allegro tristamente (Allegretto – Très calme – Tempo allegretto)
2. Romanza (Très calme)
3. Allegro con fuoco (Très animé)
David Kindt, Klarinette
Galina Ryzhikova, Klavier
– Pause –
Mozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581
1. Allegro
2. Larghetto
3. Menuetto – Trio I – Trio II
4. Allegretto con variazioni
Vassili Voronin, Violine
Oleksandra Vorobey, Violine
Martin Hoffmann, Viola
Armut Ensinger, Cello
David Kindt, Klarinette
Ort der Veranstaltung
Ein erstklassiges Ensemble, niveauvolle Schauspieldarbietungen, Musiktheater, Konzerte des Sinfonieorchesters Aachen und dazu eine lange Tradition – das alles lässt sich im Theater Aachen erleben.
1825 wurde das Theater eröffnet und ist seitdem ein fester Bestandteil des Kulturlebens der Stadt. In den Räumlichkeiten des klassizistischen Gebäudes befinden sich verschiedene Spielstätten: Auf der „Großen Bühne“ mit insgesamt 730 Sitzplätzen werden die großen Musiktheater- und Schauspielproduktionen aufgeführt, die „Kleine Kammer“ hat Platz für 168 Personen und wird vornehmlich für Schauspielaufführungen von Klassikern und zeitgenössischen Stücken in intimer Atmosphäre genutzt. Als Aufenthaltsraum und Treffpunkt dient das stilvoll eingerichtete Spiegelfoyer. Hier finden auch die Kammerkonzerte des Sinfonieorchesters sowie Lesungen oder kleinere Feiern statt. Außerdem zählt zum Theater Aachen die externe Spielstätte „Mörgens“, die als Probebühne für Inszenierungen des Theaternachwuchses dient. Jährlich zählt das Theater Aachen bis zu 130.000 Besucherinnen und Besucher, die immer wieder gerne kommen, denn das Programm überzeugt und bietet für große wie kleine Theaterfreunde die beste Unterhaltung.
Sie erreichen das Theater Aachen im Stadtteil Mitte, knapp 300 Meter Nahe des Aachener Doms gelegen. Mehrere Bushaltestellen liegen wenige Gehminuten entfernt. Wer mit dem PKW anreist, sollte sich auf kostenpflichtige Parkplätze einstellen.
1825 wurde das Theater eröffnet und ist seitdem ein fester Bestandteil des Kulturlebens der Stadt. In den Räumlichkeiten des klassizistischen Gebäudes befinden sich verschiedene Spielstätten: Auf der „Großen Bühne“ mit insgesamt 730 Sitzplätzen werden die großen Musiktheater- und Schauspielproduktionen aufgeführt, die „Kleine Kammer“ hat Platz für 168 Personen und wird vornehmlich für Schauspielaufführungen von Klassikern und zeitgenössischen Stücken in intimer Atmosphäre genutzt. Als Aufenthaltsraum und Treffpunkt dient das stilvoll eingerichtete Spiegelfoyer. Hier finden auch die Kammerkonzerte des Sinfonieorchesters sowie Lesungen oder kleinere Feiern statt. Außerdem zählt zum Theater Aachen die externe Spielstätte „Mörgens“, die als Probebühne für Inszenierungen des Theaternachwuchses dient. Jährlich zählt das Theater Aachen bis zu 130.000 Besucherinnen und Besucher, die immer wieder gerne kommen, denn das Programm überzeugt und bietet für große wie kleine Theaterfreunde die beste Unterhaltung.
Sie erreichen das Theater Aachen im Stadtteil Mitte, knapp 300 Meter Nahe des Aachener Doms gelegen. Mehrere Bushaltestellen liegen wenige Gehminuten entfernt. Wer mit dem PKW anreist, sollte sich auf kostenpflichtige Parkplätze einstellen.