Festung Rüsselsheim

Hauptmann-Scheuermann-Weg 4, 65428 Rüsselsheim, Deutschland Route planen

Die Festung Rüsselsheim, die angelegt wurde, um den Mainübergang für die Grafen Katzenelnbogen zu sichern, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Heute wird hier im untergebrachten Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim ihre Geschichte wieder lebendig.

Der Ursprung der ehemaligen Wehranlage liegt im Jahr 1399, wo sie als festes Haus erstmals erwähnt wurde. Ab dem 15. Jahrhundert wurde die Burg dann mit Bollwerken, Wällen und Gräben zu einer Festung ausgebaut, die in den folgenden Kriegen noch große Bedeutung erlangte. Letztendlich wurde der Festung Rüsselsheim der Pfälzische Erbfolgekrieg zum Verhängnis: Franzosen nahmen sie ein und sprengten die Anlage anschließend. Nachdem sie jahrelang in diesem Zustand dem Verfall ausgesetzt war und sehr unterschiedlich genutzt wurde, nahm sich die Stadt in den 1950-er Jahren ihrer an. Die Festung wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und aufwendig denkmalgerecht saniert. Heute kann man die Festung nicht nur von Innen, sondern besonders gut auch von oben besichtigen: Vom Ostrondell, einem Turm der früher den Soldaten und ihren Familien als Wohnung diente, hat man einen reizvollen Blick über das gesamte Gelände.

Heute enthält die Festung das erste Museum Deutschlands, in dem Industrie- mit Sozial- und Kulturgeschichte verbunden wird. Das Stadt- und Industriemuseum zeigt in einer vom Europarat mit dem Museumspreis ausgezeichneten Konzeption die Geschichte der Industrialisierung und ihre Auswirkungen auf die Stadt. Von der traditionellen Handarbeit, wie Schmied und Amboss, bis hin zu maschineller Fertigung am Fließband ist hier die Entwicklung der Industrie gezeigt. Der Weg, angelegt vom Dorf hin zur Stadt, leitet die Besucher auch durch die Entwicklung der Wohnkultur und der Infrastruktur.

Derzeit sind leider keine Termine verfügbar.