Kloster Disibodenberg

Disibodenbergerhof, 55571 Odernheim am Glan, Deutschland Route planen

Auf dem Plateau des Disibodenbergs, über der Mündung von Nahe und Glan erheben sich die eindrucksvollen Ruinen des Klosters Disibodenberg. Die jahrhundertealten Steine des Klosters sind hier mit der Natur eine Symbiose eingegangen und haben so einen einzigartigen, mystischen und traumhaften Ort erschaffen, der in der Region seinesgleichen sucht. Das Kloster hoch über der Mündung des Glans und in der verwunschenen Umgebung des Höhenrückens war einst Wirkungsstätte der berühmten Hildegard von Bingen.

An der Stelle, wo schon in früheren Zeiten keltische Heiligenstätten und römische Jupitertempel standen, wurde im siebten Jahrhundert auf Initiative des Heiligen Disibod eine Kapelle erbaut. Auf seinem Grab wurden schließlich eine Kirche und ein Kloster errichtet, das aber erst im 12. Jahrhundert durch die Benediktiner zu einer mächtigen und imposanten Anlage ausgebaut wurde. Im Jahr 1106 trat Hildegard von Bingen in das Kloster ein, wurde später sogar Leiterin der Frauenklause und schrieb hier einige ihrer bedeutendsten Schriften: Die weltberühmte Naturheilkunde, auch heute noch Grundlage zahlreicher Heilpraktiker, wurde auf Kloster Disibodenberg verfasst, ebenso die Schrift Scivias. Nachdem die Zisterzienser das Kloster übernommen hatten, erlebte es im Hochmittelalter seine Blütezeit und wurde letztendlich während der Reformation aufgelöst. Die Mauern verfielen zusehend und wurden schließlich als Steinbruch verwendet, bis 1844 erstmals die Überreste des einst mächtigen Klosters für Besucher hergerichtet und freigegeben wurden.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage in einen wunderschönen, romantischen Park eingebettet der heute ihren Reiz ausmacht. Uralte Steine, mächtige Bäume und grüne Wiesen sorgen für mystische Stimmung an einem Ort, wo schon vor tausenden Jahren Heilige verschiedener Religionen verehrt wurden. Ein Klostermuseum zeigt heute kleine Kostbarkeiten und Fundstücke des Klosters Disibodenberg, viele über das Gelände verteilte Schautafeln erzählen vom Leben im Kloster.

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