Frau-Holle-Teich am Hohen Meißner

L 3242, 37290 Meißner, Deutschland Route planen

Das Märchen von Frau Holle kennt wohl nicht nur in Deutschland jedes Kind. Dass es mitten in Deutschland einen Ort gibt, an dem die Sagen rund um die Märchenfigur greifbar werden, das wissen die wenigstens. Dabei vereint der „König der hessischen Berge“, wie der Hohe Meißner auch genannt wird, gleich zehn sagenhafte Orte rund um Frau Holle in und um sein Basaltmassiv. Der idyllisch gelegene Frau-Holle-Teich gilt dabei als Eingang zur mystischen Welt der Kissen schüttelnden Frau.

Schwebender Dunst auf dem Wasser, diffuses Licht scheint durch die Rohrkolben am Ufer, irgendwo quakt ein Frosch: Am verwunschen wirkenden Frau-Holle-Teich werden die alten Sagen wieder lebendig. Fast bis ganz nach oben auf die Bergkuppe des Hohen Meißners muss man, um an diesen mythischen Ort zu gelangen. Der Legende nach ist das ruhige Gewässer unendlich tief und auf seinem Grund liegt der Eingang zum Reich Frau Holles: Von ihrem prachtvollem Garten und dem silbernen Schloss aus macht Frau Holle sich mittags auf zum Baden im Teich, wo man sie, wenn man Glück hat, beobachten kann. Von ihrem Schloss aus wirkt Frau Holle dann sowohl über den Wolken als auch unter Wasser und belohnt die Fleißigen, während sie die Faulen bestraft.

Der Name des Sees, der schon seit dem 17. Jahrhundert als Hollenteich belegt ist, geht wohl noch weit in die Jahrhunderte vor Christus zurück. Frau Holle, die früher als die über Schönheit, Leben und Tod herrschende Göttin Freya bekannt war, wurde am Gewässer vermutlich ein Kultplatz geweiht, was durch den Fund römischer Münzen als wahrscheinlich gilt. Rund um den Teich befinden sich viele Wanderwege wie beispielsweise der Fernwanderweg Frau-Holle-Pfad, auf dessen Verlauf man immer wieder auf Informationen und Orte stößt, die mit der sagenumwobenen Märchenfigur in Zusammenhang stehen.

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