Burgruine Nanstein

Burgweg 1, 66849 Landstuhl, Deutschland Route planen

Als steingewordener Zeuge des Untergangs der Burgen in der Pfalz thront die Burg Nanstein auf einem Felssporn über Landstuhl. Die wohl bekannteste Burg der Region und das Wahrzeichen der Stadt Landstuhl bei Kaiserslautern ist jährlich Schauplatz der Burgspiele auf der Freilichtbühne im Innenhof.

Erbaut von niemand Geringerem als Kaiser Barbarossa, war Burg Nanstein Ende des 12. Jahrhunderts Teil der legendären staufischen Befestigungsanlage, die sich durch fast das ganze Land zog. Ihren Ruhm als bekannteste Burg der Pfalz verdankt Nanstein ihrem einstmaligen Besitzer Franz von Sickingen, der sie – ohne Erfolg wie sich herausstellen sollte – zu einen mächtigen Kanonenburg ausbauen wollte. Bei der spektakulären, nur zwei Tage dauernden Belagerung 1523 fiel Nanstein und der Burgherr starb schwer verletzt im schaurigen Gewölbe seiner zerstörten Burg. Als imposantes Renaissanceschloss erstand Nanstein wieder auf und bot hoch oben auf dem Sandsteinfelsen wohl einen aufsehenerregenden Anblick. Obwohl das Schloss den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet überstand, hinterließ der Pfälzische Erbfolgekrieg es wieder als Ruine. Nanstein wurde so ein unübersehbares Symbol für den Niedergang Pfälzer Burgen und damit des gesamten Rittertums. Einzig Palas, Bergfried, Schildmauer und die große Bastion haben den Jahrhunderten getrotzt und locken heute viele Spaziergänger, Ritterfans und Schaulustige nach Landstuhl.

Vom Felsplateau der Burg Nanstein bietet sich ein einmaliger Ausblick, bei gutem Wetter sogar bis hin zur Ramstein Air Base, der größten amerikanischen Militärbasis außerhalb der USA. Einen nicht minder faszinierenden Ausblick genießt man von der Burgschänke aus, die mit kulinarischen Genüssen zu jeder Jahreszeit lockt. Besonderer Höhepunkt im Landstuhler Veranstaltungskalender sind die alljährlichen Burgspiele, die im Innenhof der Ruine stattfinden.

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