Warburg-Haus

Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg, Deutschland Route planen

Das Warburg-Haus ist in erster Linie eine kulturwissenschaftliche Bibliothek. Hier sind nicht nur das Warburg-Archiv und die Forschungsstelle für politische Ikonographie, sondern auch das dazugehörige Graduiertenkolleg untergebracht. Zudem finden hier oft interessante Vorträge und Veranstaltungen statt.

Das Haus mit der markanten Backsteinfassade wurde 1925 von einem der damals bekanntesten Architekten Hamburgs entworfen. Der imposante dreigeschossige Bürotrakt wird dabei ergänzt von einem Bücherturm mit vier Stockwerken und dem wunderschönen Lesesaal, der durch seine ellipsoide Form in Garten hinein reicht. Die Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Leseraum bei einer Veranstaltung von Innen zu betrachten, sollte man sich nicht entgehen lassen. Nach langer kommerzieller Nutzung, beispielsweise als Drehort der allerersten Tagesschau, wird das Gebäude nun für Vortragsreihen genutzt, um so an der kulturwissenschaftlichen Intention des Gründers festzuhalten.

Aby Warburg, Sohn der Hamburger Warburg Bank, begann bereits 1901 systematisch eine Büchersammlung aufzubauen. Um die dauerhaft wachsende Sammlung unterzubringen, kaufte er ein Haus in direkter Nachbarschaft zum heutigen Warburg-Haus. Das für die beeindruckende Menge von 120.000 Bände konzipierte Haus war zu seinem Tod 1929 bis zur Hälfte gefüllt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die gesamte Bibliothek nach England verschifft, um sie vor der Zerstörung zu bewahren, wo sie bis heute existiert.

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