Dom St. Nikolai

Domstraße 54, 17489 Greifswald, Deutschland Route planen

Imposant ragt der fast 100 Meter hohe Turm des St. Nikolai Domes über die Dächer von Greifswald und lockt mit einem spektakulären Panoramablick zahlreiche Gäste die Stufen hinauf. Bei gutem Wetter blickt man sogar bis zur Insel Rügen. Der gotische Backsteinbau ist seit Jahrhunderten Wahrzeichen der Hansestadt und dem Heiligen Nikolaus geweiht, der die Seefahrer und Kaufleute schützen soll.

Schon seit dem Jahr 1263 ist die Nikolaikirche in Greifswald bezeugt, auch die ältesten Bauteile der Kirche lassen sich auf diese Zeit datieren. Von Bürgern wurde er bis Ende des 14. Jahrhunderts errichtet und ist bis heute die größte der drei Backsteinkirchen. Zweimal verlor der Dom während der Jahrhunderte seine Spitze, beide Male ging sie in schweren Stürmen zu Bruch. 1650 zerschlug sie dabei nicht nur das Dach, sondern auch mehrere Gewölbe und somit nahezu die gesamte Innenausstattung. Einzig erhalten blieben die Rubenow-Tafel, ein spätgotisches Tafelbild, das als ältestes erhaltenes Gruppenbildnis mit Ganzkörperfiguren in Deutschland gilt, und einige mittelalterliche Wandmalereien.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde St. Nikolai neugotisch umgestaltet: Sämtliche Holzarbeiten, die heute noch in der Kirche zu sehen sind, stammen von Christian Adolf Friedrich, dem Bruder Caspar David Friedrichs, der 1774 im Dom getauft wurde. Der Dom gehört zu den wohl imposantesten Sakralbauten Norddeutschlands. Als Kirche der Innenstadtgemeinde werden hier Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten gefeiert. Ebenso ist der Dom oft Schauplatz akademischer Ehrungen oder hochkarätiger Konzerte.

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