Klosterkirche Schuttern

Klosterstraße 1, 77948 Friesenheim, Deutschland Route planen

Das Kloster Schuttern ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, dessen einziger Überrest die weithin sichtbare barocke Klosterkirche ist. Schon Schuttern blickt als ältester Ortsteil Friesenheims auf eine lange Geschichte zurück, die Tradition des Klosters reicht sogar noch weiter zurück.

Bereits im Jahr 603 soll das Kloster von dem Schottenmönch Offo gegründet worden sein und gewann durch die 100 nach Christus gebaute Heerstraße von Basel nach Mainz, die direkt am Kloster vorbeiführte, zunehmend Bedeutung. Im achten Jahrhundert wurde das Kloster dann zum Refugium von Benediktinermönchen, unter deren Federführung auch eine angesehene Schreibschule entstand. Mit den Jahren fielen die romanischen Gebäude zahlreichen Bränden zum Opfer und wurden, nach dem ständigen Wiederaufbau, von zahlreichen Aufständen und Kriegen in Mitleidenschaft gezogen. 1770 verbrachte Marie Antoinette ihre letzte Nacht auf deutschem Boden hier im Kloster Schuttern. Im 19. Jahrhundert schlug dann das letzte Stündlein für die Anwesen des Klosters.

Einziger Rest der ehemaligen bedeutenden Klosteranlage ist die Klosterkirche, die nach umfangreichen und aufwendigen Sanierungsarbeiten in den 1970-er Jahren wieder in altem Glanz erstrahlt. Die barocke Kirche wurde 1767 erbaut und dient heute als Pfarrkirche. Sie enthält das älteste deutsche Bildmosaik: Auf dem ottonischen Bodenkunstwerk aus dem 10. Jahrhundert sind Kain und Abel zu sehen. Die Fundamente der sehr viel älteren Vorgängerkirche wurden freigelegt und sind heute der Öffentlichkeit zugänglich.

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