Deutsches Hygiene-Museum

Lingnerplatz 1, 01069 Dresden, Deutschland Route planen

Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden ist nicht nur Museum, sondern versteht sich auch als Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Dementsprechend ist es auch nicht nur Ausstellungsraum, sondern zugleich auch ein beliebter Veranstaltungsort. Mit jährlich 280.000 Besuchern zählt es zu den bestbesuchten Museen der Stadt. Zudem wurde in das Blaubuch aufgenommen, einer Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen Ostdeutschlands.

Auf Initiative des Odol-Fabrikanten Karl A. Lindner wurde das Museum 1912 als Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege gegründet. Auf anschauliche Weise wurden hier Informationen zu gesunder Ernährung, körperlicher Anatomie und Gesundheitsvorsorge vermittelt. 1930 wurde dann ein eigener Museumsbau bezogen. Während des Nationalsozialismus wurden die Ausstellungen des Museums in den Dienst der Rassenideologie gestellt: Zwecks der Propagierung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ wurde eine Wanderausstellung zu dieser Thematik ins Leben gerufen, die insgesamt mehr als 10 Millionen Menschen besuchten. In der DDR erfüllte es gesundheitsaufklärende Aufgaben, erhielt 1991 jedoch eine neue Konzeption, die auch den Ansatz des Gründers wieder verfolgte.

Auch heute kreist in der Dauerausstellung noch alles um das Thema Mensch. Die sieben Themenräume erstrecken sich von Ernährung, Leben und Tod, dem Gehirn und Bewegung bis hin zu Schönheit oder Sexualität. Mit vielfältigen Exponaten und Anschauungsmitteln ermöglicht das Hygiene-Museum eine Erlebnisreise durch den eigenen Körper. Auch die Kleinsten kommen hier nicht zu kurz: 2005 wurde hier extra für Kinder ein eigenständiger Erlebnisbereich konzipiert.

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