Schloss Schönhausen

Tschaikowskistraße 1, 13156 Berlin, Deutschland Route planen

Als eines der wenigen Schlösser Berlins hat Schloss Schönhausen unbeschadet die Jahrhunderte und die Weltkriege überstanden und ist so eine wahre Perle unter den historischen Schlössern der Region. Zugleich vereint es zahlreiche Momente deutscher Historie in sich und vermittelt so auf authentische Art und Weise wichtige Geschichte.

Das heutige Barockschloss geht auf ein 1664 gebautes Herrenhaus zurück, in dem der Kurfürst Friedrich II. der Legende nach seinen Aufstieg zum ersten preußischen König vorbereitete. Als Sitz der ungeliebten Gattin König Friedrichs II. kam das Schloss schließlich zu seinem Namen und der heutigen Gestalt: Nach der Zerstörung im Siebenjährigen Krieg baute Elisabeth es wieder auf, auf dass sie dort „schön hause“. Nach ihrem Tod verfiel die Anlage zusehends, bis sie während der Zeit des Nationalsozialismus als Lager für Entartete Kunst genutzt wurde und dann als Internat für sowjetische Schüler diente. In der Nachkriegszeit schließlich war Schloss Schönhausen Sitz des Präsidenten der DDR und war bei der Wende Geburtsort der Wiedervereinigung. Bedeutende historische Momente vereinen sich in Schloss Schönhausen, Persönlichkeiten der Weltpolitik durchschritten die Säle, die heute in neuem Glanz erstrahlen.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist Schloss Schönhausen seit 2009 der Öffentlichkeit zugänglich. Originales Interieur aus dem 18. Jahrhundert erzählt vom Leben der damaligen preußischen Königin, zwei Ausstellungen erinnern lebhaft an die Zeit der NS, aber auch an die Rolle des Schlosses für die SED. Der Festsaal birgt das einzig komplett erhaltene Rokoko-Interieur Berlins und bietet so einen äußerst stilvollen Rahmen für Konzerte, Lesungen oder Empfänge.

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