Gethsemane-Kirche

Stargarder Straße 77, 10437 Berlin, Deutschland Route planen

Die Gethsemane-Kirche in der Stargarder Straße stellt städtebaulich einen großen Anziehungspunkt im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg dar. Von 1891 bis 1893 wurde die evangelische Kirche in einer interessanten Mischung aus Längs- und Zentralbau nach Plänen von August Orth erbaut. Stilistisch ist diese nicht eindeutig zuzuordnen. Neben romanischen Elementen wie den Rundbogenfenstern finden sich auch gotische Baumerkmale wie etwa das Kreuzrippengewölbe.

Der Außenbau wird durch den viergeschossigen Westturm dominiert. Einen weiteren Blickfang bildet auch der Segnende Christus aus der ehemaligen Versöhnungskirche, die an der Bernauer Straße auf dem Mauerstreifen stand und 1985 von den DDR-Grenztruppen zerstört wurde. Die Statue befindet sich heute vor dem Westportal der Gethsemanekirche. Aufgrund der recht strengen Architektur des Außenbaus überrascht das Innere der Kirche durch eine verspielte Gestaltung. Üppige Emporen umziehen beinahe den gesamten Innenraum.

Die Gemeinde ist bekannt für ihr politisch-friedensbewegtes Engagement. Als Treffpunkt für Oppositionelle und Mitglieder der DDR-Friedensbewegung steht die Kirche für die friedliche Revolution in der DDR. Heute besitzt auch die musikalische Arbeit – vor allem mit Kindern – einen hohen Stellenwert in der Gemeinde. Regelmäßig finden in der Gethsemanekirche atemberaubende Konzerte in einer erhabenen Atmosphäre statt.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus - Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 36

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