Zaruk - Iris Azquinezer & Rainer Seiferth

Musik sephardischer Juden  

Mittelgasse 16
69502 Hemsbach

Tickets ab 16,00 €

Veranstalter: Stadtverwaltung Hemsbach, Schlossgasse 41, 69502 Hemsbach, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Einer der jüngsten Triebe der kreativen Madrider Musikszene ist das Duo „Zaruk“, bestehend aus der Cellistin Iris Azquinezer und dem seit über zehn Jahren in Spanien lebenden deutschen Gitarristen Rainer Seiferth. In ihrem Repertoire widmen sich Zaruk ganz der Musik der sephardischen Juden, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien vertrieben wurden und sich in verschiedenen Regionen des Mittelmeerraumes ansiedelten. Zu sehen und zu hören ist das Duo im Rahmen seiner Europatournee auch wieder in der Ehemaligen Synagoge in Hemsbach, mit neuen Stücken im Gepäck.
In den Liedern ist immer auch ein Hauch von Wehmut zu spüren über die verlorene spanische Heimat, Sefarad. Die mündliche Überlieferung dieser Melodien ließ viele unterschiedliche Interpretationen und Instrumentierungen entstehen. Diesen „Spiel“raum nutzen die beiden Ausnahme-Musiker im besten Sinne des Wortes: In Zaruks Arrangements finden Klassik, Jazz und traditionelle Musik, Komponiertes und Improvisiertes, Minimalismus und Virtuosität gemeinsame Wege und erschaffen dabei Bilder von großer Ausdruckskraft und Farbentiefe.
Nach ihrem Studium an der Musikhochschule Detmold zog Iris Azquinezer 2012 in ihre spanische Heimat zurück, wo bald darauf ihre erste Cello-Solo-CD veröffentlicht wurde. Es folgten zahlreiche Solokonzerte, in denen sich Iris Azquinezer als reife, facettenreiche und hochsensible Interpretin behauptete. Auch als Begleiterin von Liedermachern und Interpretin klassischer spanischer Musik ist sie immer wieder zu hören. Iris Azquinezer stammt aus einer jüdischen Familie, und sefardische Lieder wurden ihr schon als Kind zum Einschlafen vorgesungen. Einige dieser Melodien finden sich wieder im Repertoire von Zaruk.
Rainer Seiferth ist auch musikalisch ein Nomade – der studierte klassische Gitarrist ist seit Jahren in Jazz-, Alter Musik-, Weltmusik- und Folk-Ensembles zu hören. Neben seinem eigenen Trio „Solano“ ist er Gitarrist der toledanischen Nyckelharpa-Spielerin und Sängerin Ana Alcaide, mit der er regelmäßig in Deutschland und weltweit auf Tour ist. In Spanien hat er zwei CDs unter eigenem Namen veröffentlicht. Seiferth spielt neben der klassischen Gitarre auch Vihuela, Barockgitarre und Cittern und war als Solist auch schon in der Hemsbacher Kulturbühne Max zu hören.

Ort der Veranstaltung

Ehemalige Synagoge Hemsbach
Mittelgasse 16
69502 Hemsbach
Deutschland
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Die ehemalige Synagoge im baden-württembergischen Hemsbach ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung und wird für diverse Veranstaltungen genutzt. Des Weiteren ist das damalige Badhaus mittlerweile eine Erinnerungsstätte der ehemaligen jüdischen Gemeinde, unter anderem mit Gedenktafeln der in Vernichtungslagern umgekommenen Hemsbacher Juden.

Die Geschichte der profanierten Synagoge geht auf das Jahr 1843 zurück, als die örtliche jüdische Gemeinde das Haus im Ortskern kaufte. Fortan befanden sich in den Räumlichkeiten das Gemeindezentrum mit Synagoge, eine Schule, Lehrerwohnung und das Badhaus. SA-Männer zerstörten die Synagoge im Zuge der Novemberpogrome 1938, während Anwohner eine Brandstiftung verhindern konnten. Im Zweiten Weltkrieg nutzte man sie als Lagerraum, nach dem Krieg als Flüchtlingsunterkunft. Zwischen 1960 und 1984 waren Sozialwohnungen in der ehemaligen Synagoge eingerichtet. Carl Mayer von Rothschild stiftete einen großen Teil zum Bau der Synagoge, die 1985 durch ein Feuer im Nachbarhaus schwer beschädigt wurde.

Die restaurierte Synagoge wurde 1987 der Öffentlichkeit übergeben. Sie erreichen das Gebäude gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, der Bahnhof liegt kaum zehn Gehminuten entfernt. Autofahrer finden in der Umgebung, z. B. am Rathausplatz, ausreichend Parkmöglichkeiten.