Würzburger Chorsinfonik - Hans Pfitzner: Von deutscher Seele

Monteverdichor Würzburg, Jenaer Philharmonie, Matthias Beckert  

Neubaustr. 38
97070 Würzburg

Tickets ab 23,20 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Monteverdichor Würzburg, www.monteverdichor.com, 97070 Würzburg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Der Titel „Von deutscher Seele“ ist dem Versuch geschuldet, eine Sammlung verschiedenster Volksdichtungen zusammenzufassen. Pfitzner plante dieses Großprojekt 1921 mit dem Ziel, mit Textvertonungen von Joseph von Eichendorff romantische Traditionen wiederzubeleben.

Die abendfüllende Kantate op. 28 gliedert sich in drei Teile, „Mensch und Natur“, „Leben und Singen“ und „Liederteil“. Variantenreich erzählt Pfitzner von den Freuden und Grenzen menschlichen Daseins, von Weltenglück wie Welteinsamkeit und kleidet seine Botschaften in stellenweise unbeschreiblich romantischen Stimmungszauber. Eingangs verzichtet er völlig untypisch auf eine Orchestereinleitung. Stattdessen rezitiert der Tenor einen siebenzeiligen Eichendorff-Spruch über die Irrungen und Wirrungen, die sich ergeben, wenn der Mensch plant.

Zahlreiche namhafte Dirigenten, u.a. Wilhelm Furtwängler, setzten sich für die Aufführung dieser Kantate in Europa und Amerika ein. Albert Schweitzer schrieb dem Komponisten, es sei „eines seiner größten geistigen und musikalischen Erlebnisse“. Pfitzners Werk erklingt mit dem Monteverdichor und der renommierten Jenaer Philharmonie unter dem Dirigat von Prof. Matthias Beckert erstmalig in Würzburg.

Beide Aufführungen des jungen Konzertchores werden durch die Hans Pfitzner - Gesellschaft e.V. gefördert.

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Ort der Veranstaltung

Neubaukirche
Neubaustraße 38
97070 Würzburg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Die Neubaukirche in Würzburg wurde ab 1586 erbaut und 1591 geweiht, ihren Namen erhielt sie schon bald durch das Volk. Der Renaissancebau wurde nach der Säkularisation profaniert und zu einem Lagerhaus umfunktioniert. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche wieder für den Gottesdienst hergerichtet, doch nach dem großen Bombenangriff 1945 auf die Stadt wurde sie weitgehend zerstört. Erst in den 1970er Jahren übernahm die Universität den Wiederaufbau und nutzt die Räumlichkeiten seitdem für Kongresse, Tagungen und Konzerte jeglicher Art. Seit 1985 ist die Kirche die Aula der Universität.

Als eine der bedeutendsten Kirchenbauten der Renaissance in Deutschland weist der Turm selbst mehrere unterschiedliche Stile auf. Die Hallenkirche wurde aus rötlichem Ebenheider Sandstein erbaut und besitzt seit 1986 am Ort des ehemaligen Hochaltars nun eine große Konzertorgel.

Die Neubaukirche liegt in der Würzburger Altstadt, unweit vom Main und dem Würzburger Dom. Erreichbar ist sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Straßenbahnlinie 1, 3, 4 und 5 halten in unmittelbarer Nähe an der Station „Neubaustraße“. Ein Umstieg vom Hauptbahnhof ist nicht von Nöten. Der Zugang erfolgt über die Domerschulstraße 16.