Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem in d-Moll - Klosterkonzerte

Klosterplatz
72275 Alpirsbach

Event organiser: Evang. Kirchengemeinde-Alpirsbach, Klosterplatz 2/1, 72275 Alpirsbach, Deutschland

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Verlegt, ein Ersatztermin ist nicht bekannt. Infos folgen.

Event info

Das Requiem in d-Moll KV 626 gilt als eine der berühmtesten Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart. Unzählige Male wurde es seit seiner Entstehung aufgeführt, auch begleitete das Werk Persönlichkeiten wie Chopin, Beethoven oder Napoleon zur letzten Ruhe. Wie ein Besessener arbeitete der bereits schwer kranke Mozart im Sommer 1791 an seinem eigenen Requiem. Am 5. Dezember 1791 starb er mit nur 35 Jahren - mitten in der Arbeit an seiner Totenmesse. Das Requiem trägt alle Emotionen in sich, die den Menschen angesichts des Todes ereilen: Angst, Wut, Verzweiflung Traurigkeit, Hoffnung, Trost. Zum Auftakt des Abends ist das bekannte Adagio in g-Moll von Tomaso Albinoni zu hören und das Pater noster des lettischen Komponisten Peteris Vasks (*1946). „Musik ist im Baltikum kein intellektuelles Spiel, sondern eine große geistige Konzentration. Ich denke, dass unsere Zivilisation in eine falsche Richtung geht. Es gibt viel zu viel Materialismus, zu wenig Geist. Das Wichtigste ist doch unsere Seele, unser Körper und Geist, das alles zusammen." (Peteris Vasks)

Sonntag, 8. November, 17 Uhr,
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem in d-Moll
Albinoni: Adagio in g-Moll und Peteris Vasks: Pater noster
Alpirsbacher Kantorei, Süddeutsche Camerata (Leitung: Milos Stanković)
Sopran: Verena Seid, Alt: Livia Kretschmann, Tenor: Gernot Heinrich, Bass: Clemens Morgenthaler, Orgel: Beate Vöhringer
Gesamtleitung: Carmen Jauch

Location

Kloster Alpirsbach
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Germany
Plan route

Im malerischen Kinzigtal liegt mit dem Kloster Alpirsbach eines der eindrucksvollsten und schönsten Beispiele für cluniazensische Reformarchitektur. Faszinierende Einblicke in klösterliches Leben, den Geist der Vergangenheit spüren und sich von uralten Mauern faszinieren lassen: Ein Besuch im Kloster Alpirsbach mit seinem bedeutenden Klostermuseum ist ein einzigartiges Erlebnis. Neben dem Museumsbetrieb ist das Kloster auch ein beliebter Veranstaltungsort. Vor allem die überregional bekannten Kreuzgangkonzerte bieten ein ganz besonderes Klangerlebnis, das von der Stimmung der historischen Gemäuer bestimmt wird.

Der kleine Ort Alpirsbach im Herzen des Schwarzwaldes wurde bereits 1095 von Mönchen besiedelt, aus deren Landgut das Kloster im selben Jahr hervorging. 1455, nach einigen Jahren der Konventsauflösung, wurde sowohl das Klausurgebäude umgebaut als auch die Klosterkirche neu ausgestattet. Von der alten Klosterkirche aus der Gründungszeit zeugt noch heute ihr Turm. Aus dem kleinen Kloster im 11. Jahrhundert ist eine beeindruckende Klosteranlage geworden, wie sie heute im Südwesten Deutschlands ihresgleichen sucht. Die Architektur des gesamten Komplexes ist dabei eng an das benediktinische Klosterbauschema angelehnt: Um den imposanten Kreuzgang gruppieren sich Klausur und Klosterkirche und zeugen so vom asketischen Leben der Mönche. Das zeigt sich auch in der Schlichtheit der monumentalen Gebäude, deren Erscheinungsbild von der romanischen Kirche beherrscht wird.

Sensationelle Funde das mittelalterliche Klosterleben betreffend können im Klostermuseum bestaunt werden. Vor allem das Sammelsurium an Gegenständen aus dem Besitz der Klosterschüler zeigt eindrucksvoll, wie sich das Leben hier abgespielt haben muss. Strafarbeiten und Zeichnungen finden sich im Museum ebenso wie Textilien. Fachleute zeigen sich begeistert vom Fund eines Paars Bundschuhe von 1500, das einzige je gefundene erhaltene Paar überhaupt.