Wer kann die Wahrheit nackend sehen?

Odenkirchener Straße 78
41236 Mönchengladbach

Veranstalter: Theater Krefeld und MG (TKM), Theaterplatz 3 , 47798 Krefeld, Deutschland

Tickets

Ausverkauft! Info über ggf. verfügbare Rest-Karten erhalten Sie an den Theaterkassen

Veranstaltungsinfos

Die Wahrheit hört man nicht gern, denn sie ist unbequem; man sieht ihr nicht gern ins Gesicht, denn sie kommt ungeschminkt daher; man glaubt sie nicht, denn sie ist oft verletzend – diese Erfahrung hat sich über Jahrhunderte und Jahrtausende ins menschliche Bewusstsein eingegraben. Doch der Mensch war schon immer erfinderisch: Er begann, die Wahrheit zu beschönigen und zu verkleiden, um den Umgang mit ihr angenehmer und leichter zu machen.

Als besonders geistreiche und witzige Art des Umgangs mit der Wahrheit bildete sich die literarische Gattung der Fabel (lat. fabula – Erzählung) heraus, die sich von der Antike über
die Aufklärung bis in die Gegenwart in vielfältigen Varianten entwickelte. Das wichtigste Fundament aller Fabeldichtung sind die umfangreichen Überlieferungen des Äsop aus dem 6. Jh. v. Chr.

Ob in Prosa oder in Versen, ob epigrammatisch kurz oder facettenreich ausgeschmückt, ob direkt oder hintergründig-ironisch – immer ist sie ein Spiegel der jeweiligen sozialen und politischen Verhältnisse, immer hinterfragt sie menschliches Denken und Handeln kritisch, immer vermittelt sie eine Lebensweisheit oder Moral, kurz: Sie zeigt die Wahrheit – aber nicht nackend, sondern im metaphorischen Gewand.

Michael Grosse stellt mit den Fabeldichtern Äsop, de La Fontaine, Lessing und Krylow vier bedeutende, stilistisch sehr unterschiedliche Vertreter der Gattung aus verschiedenen Epochen ins Zentrum seiner szenischen Lesung und präsentiert damit eine thematisch vielfältige Auswahl von Fabeln, die auch im 21. Jahrhundert nichts an Aktualität und Aussagekraft eingebüßt haben.

Ort der Veranstaltung

Theater Mönchengladbach
Odenkirchener Str. 78
41236 Mönchengladbach
Deutschland
Route planen
Bild des Veranstaltungsortes

1921 schlossen sich zwei traditionsreiche Theater zusammen und bildeten fortan das Stadttheater Krefeld-Mönchengladbach. Mittlerweile ist dieses eine feste Größe in der Kulturlandschaft der Metropolenregion Rhein-Ruhr und bietet mit Schauspiel, Musiktheater, Ballett sowie Konzerten der Niederrheinischen Sinfoniker, ein ausgewogenes Programm in den beiden nordrhein-westfälischen Großstädten.

Das Theater Mönchengladbach existiert bereits seit dem 11. Dezember 1862, hatte jedoch kein eigenes Ensemble und war somit auf Gastspiele angewiesen. Bereits zu dieser Zeit kam es immer wieder zu Kooperationen mit dem Theater Krefeld. Heute, nach der Fusion der zwei Häuser, gibt es insgesamt vier Spielstätten, von denen sich zwei in Mönchengladbach befinden: Zum einen die Hauptspielstätte „Theater Mönchengladbach“ mit drei Bühnen und Sälen, darunter der große Opernsaal, der Platz für insgesamt 778 Personen bietet und zum anderen die Ausweichspielstätte „Theater im Nordpark“, einer umgebauten Militärhalle mit Kapazitäten für 560 Zuschauer.

Hier ist Theater auf vielfältige Weise erfahrbar und auch für Kinder und Jugendliche wird der Theaterbesuch zu einem Erlebnis. So gibt es die Möglichkeit sich im „Jugendclub“ zu engagieren und erste Theatererfahrungen zu sammeln oder an theaterpädagogischen Projekten teilzunehmen.