"Weiterlaufen" - UnterwegsTheater - 30 Jahre Produktion - Choreographie Jai Gonzales

Hebelstr. 9
69115 Heidelberg

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Veranstalter: AHA-UnterwegsTheater gGmbH, Hebelstr. 9, 69115 Heidelberg, Deutschland

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Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten, Arbeitslose, Behinderte mit Vorlage des gültigen Ausweises.
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Veranstaltungsinfos

UnterwegsTheater, Jai Gonzales
“Weiterlaufen”


Sonntag, 14. Oktober, 20.00 Uhr, HebelHalle
Donnerstag bis Sonntag, 18.-21.10.18, 20.00 Uhr, HebelHalle


Choreographie, Konzept: Jai Gonzales
TänzerInnen: Stavros Apostolatos, Pim Boonprakob, Florian Bücking,
Hsin I-Huang, Luis Sayago, Tillmann Becker, Rolando Rocha
Video: Nils Herbstrieth
Licht: Bernhard Fauser
Musik: R.Ikeda, The Black Dog, M.Jules, Loco Hot, L.v.Beethoven


“Von Marco Goecke war das humoristische, inzwischen legendäre Fünfminuten-Solo „Mopey“ zu
erleben, und das UnterwegsTheaters aus Heidelberg zeigte mit „Verlaufen“ von Jai Gonzales das tänzerisch wie energetisch beeindruckendste Stück des Abends: ein geschmeidiges Miteinander von drei Tänzern und einer Tänzerin, die mit wechselndem Ineinandergreifen, Rennen, Taumeln und Hebungen
in Jeans und Shirts jeder bei sich selbst war und doch alle als homogene Gruppe agierten, unmerklich Arme immer wieder ineinandergriffen und sich lösten, alles als eine große Suche nach
dem richtigen Weg.” (Tanzkritik, Die Deutsche Bühne, von Ulrike Kolter, 3.3.2018)

“Sich „Verlaufen“ kann nicht nur irritieren, sondern auch neue kreative Energie freisetzen; „Weiterlaufen“ ist keine Selbstverständlichkeit, aber am Ende die einzige Lösung: Auf diesen Nenner brachte
UnterwegsTheater-Choreografin Jai Gonzales ihren Eigenbeitrag zum UnterwegsTheater-Jubiläum. Wie in den letzten drei Jahrzehnten setzte die Heidelbergerin mit peruanischen Wurzeln dabei auf keine choreografische Mode - Konzept, Kontakt, Postmodern oder was sonst auch immer –, sondern auf ihre klugen Gedanken und ebenso kluge Körper, die sozusagen verständlich fürs Publikum formulieren können. Und dafür gab es zur Premiere eine überdeutliche Zustimmung mit Händen und Füßen.

Ein Markenzeichen von Jai Gonzales ist ihre Arbeit mit fließenden, raumdefinierenden Bewegungen, die jedem Tänzer und jeder Tänzerin exakt die Verantwortung für den Augenblick zuweisen: Wer hält, wer wird gehalten, wer darf (und muss) sich fallenlassen? Wer ermutigt wen, stößt wen an, gibt Energie ab und/oder weiter? Diese Bewegungssprache funktioniert nur in einem eingespielten Team, und so kam zum Jubiläum mit Pim Boonprakob, Stavros Apostolatos, Florian Bücking und Hsin-I-Huang ein eingespieltes Quartett zusammen, ergänzt durch Luis Sayago (aus dem ehemaligen Kevin-O’Day Ensemble). Ganz neu dazugekommen ist der Berliner Kenan Dinkelmann, der mit Urban Dance einen neuen und höchst attraktiven Akzent setzte. Denn zwischendurch („Interludio I“) darf auch mal Party gemachtwerden, mit heißer, clubbiger Musik von Loco Hot – zu der die Moves von Dinkelmann perfekt passten.

Irgendwann inmitten des unentwegten Laufens gibt es doch noch den Traum vom Fliegen
(„Interludio II“). Beethoven ist für den Klangraum zuständig, Niels Herbstrieth für das perfekt dazu inszenierte Video, Florian Bücking und Luis Sayago für die Überwindung der Schwerkraft mit der Unterstützung von Seilen, und Hsin-I Huang darf sich einfach vom hohen Tisch fallenlassen; denn wo immer sie rückwärts taumelt, ist schon ein Tänzer da, um sie aufzufangen. So eine Support-Gruppe braucht wohl jeder mal, um „Weiterlaufen“ zu können.”

Veröffentlicht am 22.07.2018 auf tanznetz.de, von Isabelle von Neumann-Cosel

Ort der Veranstaltung

HebelHalle
Hebelstr. 9
69115 Heidelberg
Deutschland
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Die HebelHalle in Heidelberg versteht sich selbst als ein Ort, der zeitgenössischen Künstlern Raum gibt, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Tanz, Musik, Architektur, bildende Kunst und Medien sind hier vertreten.

Im Oktober 2010 wurde die Hebelhalle in der Heidelberger Weststadt zur neuen Heimat des Unterwegs Theaters, dem Vorzeige-Ensemble des zeitgenössischen Tanzes „made in Baden-Württemberg“. Den Veranstaltern geht es um Innovation und Experimentierfreude. Und so bietet ihr Programm einen Querschnitt durch die verschiedensten Kunstformen, immer auf der Suche nach Neuem. Im Saal finden bis zu 600 Zuschauer Platz und eine geräumige Ausstellungs- und Atelierfläche rundet das Angebot der HebelHalle ab. Hier können Sie hochklassiges Theater und einzigartige Konzerte erleben. Denn die HebelHalle lädt mit ihrem besonderen Ambiente zu unvergesslichen Abenden ein. Diese Location ist schon längst zu einem der wichtigsten Veranstaltungsorte der Stadt und der Region avanciert.

Lassen Sie sich aus dem Alltag entführen und genießen Sie das bunte Programm der HebelHalle in Heidelbergs Weststadt – es lohnt sich!