Water Will (in Melody)

Ligia Lewis  

Hallesches Ufer 32
10963 Berlin

Tickets ab 13,20 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Hebbel am Ufer, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Nach dem großen Erfolg und einer weltweiten Tournee von “minor matter” präsentiert das HAU Hebbel am Ufer nun die neue Arbeit der Tänzerin und Choreografin Ligia Lewis. “Water Will (in Melody)” ist eine fein gesponnene choreografische Aufführung für vier Tänzer*innen, die das Melodrama zum Ausgangpunkt nimmt. Mit der Sprache und dem Konzept des “Willens” ringend, schafft diese dystopische Fantasie einen Raum, in dem Verlangen, Imagination und das Gefühl eines nahenden Endes ausgehandelt werden. Hier entfaltet sich mit spielerischem Einfallsreichtum eine nasse und löchrige Landschaft: Sie wird zum Schauplatz für eine fiktive Ge­schichte, die von Instabilität, Neuschaffung und Katastrophen ge­zeichnet ist. Lewis eröffnet eine Welt, in der Stimmen und Gesten, Berührungen und Bewegungen wie Wellen fließen – sanft und stürmisch zugleich. Durch die Sprache der Mimesis beschäftigen sich Lewis und die Tänzer*innen mit der Durchlässigkeit des Theaters: Sie schaffen eine fantastisch anmutende Materialität, die von jeglichem metaphorischen oder symbolischen Gewicht befreit ist. Sich den Möglichkeiten des Haptischen hingebend, werden die Sinne aufgelöst, nur um wieder Form anzunehmen. Durch Prozesse der Entfremdung, der Veräußerung und der Verwirklichung lotet dieses Melodrama die Grenzen seiner eigenen Beschaffenheit aus. So erweckt es sowohl die emotionale Konstitution seiner Prota­go­nist*innen zum Leben als auch das Theater an sich.

After the great success and a worldwide tour of “minor matter,“ HAU presents the new work of dancer and choreographer Ligia Lewis. Water Will (in Melody) is a devised choreographic work for four performers using melodrama as a point of departure. Wrestling with language and notions of "the will", this dystopic fantasy becomes a space for negotiating desire, imagination, and feelings of an encroaching end. Unfolding with playful inventiveness, a wet and cavernous landscape becomes host to a fiction that invites instability, recreation, and catastrophe. Lewis initiates this world in which voice, gesture, touch and movement, flow like waves – both gentle and turbulent. Through the language of mimesis, Lewis and her performers engage with the porousness of the theater by producing a fantastical-like materiality relieved of metaphoric and symbolic weight. Surrendering to the possibilities of the haptic, sense gets un-done to get re-done, paving way for an “othered” organization of sight and touch. Through this process of alienation, exteriorization, and materialization, this melodrama touches the borders of its own making giving life to both the emotional landscape of its protagonists as well as to the theater itself.

Ort der Veranstaltung

HAU2
Hallesches Ufer 32
10963 Berlin
Deutschland
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In der Spielzeit 2003/2004 haben sich drei selbstständige Bühnen zu einer neuen, einzigartigen Theaterinstitution zusammengefügt. Das Hebbel-Theater, das Theater am Halleschen Ufer und das Theater am Ufer bilden nun das „Hebbel am Ufer“, kurz „HAU“.

Hier weht ein frischer Wind, besonders in Person von Annemie Vanackere. Die Belgierin ist seit 2012 Intendantin des Hauses und hat sich voll und ganz der Kunst verschrieben. Sie steht für das Unkonventionelle und sammelte bereits in Gent sowie an der Schouwburg in Rotterdam Erfahrungen in der freien Theaterszene. Sie versteht das Theater als Freiraum, in dem Kunst und Ästhetik jegliche Form der Funktionalität überwinden, wodurch festgefahrene Strukturen und Denkmuster aufgebrochen werden können.

Innovation ist der kreative Motor des Theaters. Das HAU steht allerdings ebenso für Tradition: Sowie das Hebbel-Theater für internationale Gastspiele bekannt war, soll auch das Hebbel am Ufer eine Spielstätte für Künstler aus der ganzen Welt sein. So vielfältig und verschieden wie die beteiligten Akteure, ist daher auch das Programm, welches aus Theater, Tanz, Performance, Musik und Bildender Kunst besteht.