WAM-itationen: Maciej Frackiewicz

Maciej Frackiewicz (Akkordeon)  

Salzstraße 38
48143 Münster

Tickets ab 24,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: GWK e.V., Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Von den münsterschen „Wiedertäufern“ zum „Mozartschen Astronauten“: weit spannt der begnadete polnische Akkordeonist Maciej Frackiewicz, der neben dem GWK-Förderpreis (2015) internationale Preise gewann und die internationale Akkordeonklasse an der Musikhochschule Detmold leitet, sein Programm. Voll spielt der absolute Könner darin die Registrierungen, Klangfarben und Spieltechniken seines Instruments aus. Seine Mozartiana sind Mozart original, nur klingen sie viel schöner als das, was der Klassiker selber hörte. Musste er mit dem mechanischen Klang einer Miniorgel Vorlieb nehmen, so kann Frackiwicz sein Akkordeon atmen, jeden Ton lebendig werden lassen. Auch Tabakiernik macht sich die Qualitäten des Akkordeons zunutze in seinen „W(olfgang)A(madeus)M(ozart)-iationen“. Deren Thema hat er aus fünf Stücken von Mozart „zusammengeklebt“ und dann so variiert, als hätte Mozart das selber geschrieben: „Die Töne sind alt, ich habe ihnen aber neue Klänge quasi angezogen: Mozart in einem Raumanzug.“ Energisch-energiegeladen die neoklassische Sonate Vagn Holmboes, des „großen alten Mannes“ der dänischen Symphonik. Majkusiak schrieb „Dyad“, als er die Geburt seiner eineiigen Zwillinge erwartete. Musikalisch denkt er darin über ihre mögliche Beziehung zueinander nach. Ob Kusyakov bei seinem Besuch in Münster St. Lamberti wohl mit dem St. Paulus Dom verwechselt hat…? Der „Münster-Sonate“ des Russen tut dies jedenfalls keinen Abbruch. Sie ist dunkel, mysteriös – ergreifend. In der Akkordeonwelt ebenso berühmt wie Kusyakov ist sein Landsmann, der Akkordeonvirtuose Viatcheslav Semionov. Seine „Brahmsiana“ ist eine Rhapsodie aus den zwei letzten Ungarischen Tänzen und dem gis-Moll Walzer von Brahms: furios und heiter.

Programm:
Wolfgang A. Mozart (1756–1791): 12 Variationen „Ah, vous dirai-je, Maman“
Vagn Holmboe (1909–1996): Sonate Nr. 1 op. 143a
Astor Piazzolla (1921–1992): Flora’s Game
Anatoly Kusyakov (1945–2007): Sonate Nr. 6 op. 42 „Stained Glasses and Cages of St. Paul Cathedral in Münster” (2003)
Wolfgang A. Mozart: Adagio KV 356
Piotr Tabakiernik (*1983): WAM-iationen
Wolfgang A. Mozart: Andante KV 616
Mikolaj Majkusiak (*1983): Dyad
Viatcheslav Semionov (*1946): Brahmsiana

Ort der Veranstaltung

Erbdrostenhof
Salzstraße 38
48143 Münster
Deutschland
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Er ist ein echtes Juwel im Stadtbild von Münster. Der Erbdrostenhof ist ein dreiflügeliges, barockes Adelspalais, das jedoch nicht nur eine beliebte Sehenswürdigkeit, sondern auch einen Veranstaltungsort für klassische Konzerte in historischem Ambiente darstellt.

Erbaut wurde das architektonische Meisterwerk von 1753 bis 1757 nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten der Stadt Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering. Heute wird das Gebäude vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gepachtet, der hier außerdem eine Kollektion wertvoller historischer Tasteninstrumente ausstellt. Herzstück des Prachtbaus ist der prunkvolle Festsaal, der sich durch den gesamten Mittelbau über die beiden Obergeschosse erstreckt. Hier herrschen auch dank einer hervorragenden Akustik die perfekten Bedingungen für erstklassige Konzerte renommierter Ensembles.

Erleben Sie die einzigartige Faszination klassischer Musik auf allerhöchstem Niveau vor historischer Kulisse. Seien Sie zu Gast im Erbdrostenhof in Münster und lassen Sie sich verzaubern.