Vokalwerk Nürnberg

Christian Schmitt, Orgel  

Kloster Neresheim
73450 Neresheim

Veranstalter: Verein zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim e.V., Hauptstr. 21, 73450 Neresheim, Deutschland

Tickets

Restkarten ggf. an der Tageskasse erhältlich.

Veranstaltungsinfos

Ein Konzert in Zusammenarbeit mit den Opernfestspielen Heidenheim unter der Reihe "OH im Kloster" Vokalwerk Nürnberg Andreas Klippert Leitung und Einstudierung Christian Schmitt Orgel Programm Josef Gabriel Rheinberger: Morgenlied op. 69,1 Max Reger: Morgengesang op. 138,2 Felix Mendelssohn Bartholdy: Trauergesang op. 116 Felix Mendelssohn Bartholdy: Nunc dimittis op. 69,1 Josef Gabriel Rheinberger: Hymne (Dein sind die Himmel) op. 69,2 Charles Villiers Stanford: Beati quorum via op. 38.3 Felix Mendelssohn Bartholdy: Zum Abendsegen (Herr, sei gnädig) Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate Nr. 3 A-Dur op. 65 Johannes Brahms: Warum ist das Licht gegeben op. 74, 1 Max Reger: Nachtlied op. 138,3 Josef Gabriel Rheinberger: Abendlied op. 69,3 Der Rhythmus des Lebens Fragen, Bitten, Hoffnungen: Die geistliche Chor- und Orgelmusik der Romantik dringt direkt ein in oftmals sorgenvolle Kernthemen menschlicher Existenz. Zugleich findet die sakrale Musik des 19. Jahrhunderts häufig zu Freude und Gotteslob und bietet so Einkehr und Trost. Die Werke des Programms von OH! im Kloster sind im Zyklus der Tageszeiten angeordnet. Das von Marcus Bosch gegründete Vokalwerk Nürnberg (Chor aus der Winteroper) singt bekannte Werke wie auch Raritäten der Chorliteratur. Gerade in seiner geistlichen Chormusik zeigt sich Felix Mendelssohn Bartholdys Sensibilität, die den Komponisten letztlich zu einem der bedeutendsten Künstler seiner Zeit werden ließ. Robert Schumann nannte Mendelssohn – nicht nur aufgrund seiner Wunderkind-Begabung – voller Ehrerbietung den „Mozart des 19. Jahrhunderts“. Mendelssohns Werke sind brillant wie tiefgründig, philosophischreligiöses Gedankengut kombiniert sich mit persönlich-individueller Emotion. Sein spätes Nunc dimittis etwa bezieht sich auf den Verlust seiner geliebten Schwester Fanny. Auch Johannes Brahms knüpft oftmals in seiner geistlichen Musik – wie etwa in seinem Deutschen Requiem – an Texte des Alten und des Neuen Testaments an. Und er bezieht sich musikalisch auf Vorbilder, besinnt sich beispielsweise der strengen Fugenform Johann Sebastian Bachs oder komponiert im Stile alter Vokalpolyphonie. Im Programm in der Abteikirche Kloster Neresheim ist unter den weiteren Komponisten auch der zu seiner Zeit hoch angesehene Münchner Kompositionslehrer und Hofkapellmeister Josef Gabriel Rheinberger vertreten, dessen berühmtes Abendlied das Konzert beschließt.

Ort der Veranstaltung

Kloster Neresheim Abtei
Alte Kösinger Straße
73450 Neresheim
Deutschland
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Die Abtei Neresheim und vor allem die Klosterkirche sind weltweit ein Begriff. Die traumhafte Abteikirche ist weithin sichtbar und gilt nicht nur als eine der bedeutendsten Kirchenbauten des Spätbarock, sondern auch als herausragende Sehenswürdigkeit des ganzen Bundeslandes. Täglich ist sie außerdem Mittelpunkt der feierlichen Liturgie des angeschlossenen Klosters.

Erbaut wurde die prachtvolle Abteikirche 1792 von Balthasar Neumann, weshalb ihr als eine seiner letzten architektonischen Meisterwerke auch eine besondere Bedeutung zukommt. Das imposante Kirchengebäude vereint Längs- und Zentralbau auf unglaublich harmonische Weise miteinander und schafft so einen außergewöhnlichen Raum für den Glauben. Die Innenausstattung der Abteikirche steht ihrem prachtvollen Äußeren in Nichts nach: Die von Martin Knoller geschaffenen Kuppelfresken sind von außerordentlicher farblicher Schönheit und zeugen vom Stilgefühl und Können des Künstlers.

Die auf dem Ulrichsberg thronende Abteikirche wurde in den 1960-er Jahren umfassend renoviert und bietet den Menschen in ihrem Umkreis einen Rückzugsort vom Alltag an. Täglich kommen die Mönche des Benediktinerklosters hier zur Liturgie zusammen. Außerdem ist die Kirche mit der außergewöhnlichen Akustik immer wieder Ort von Kirchenkonzerten, bei denen die Holzey-Orgel aus dem 18. Jahrhundert mit ihrer ganzen Klangpracht die Kirche erfüllt.