Voix et Violes

Gambe • Friederike Däublin | © Voix et Violes | #Choriner Musiksommer  

Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin

Tickets ab 12,00 €

Veranstalter: Choriner Musiksommer e.V., Eisenbahnstraße 3, 16225 Eberswalde, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Festkonzert – Choriner Winter
Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

Ensemble Voix et Violes

Sarah Fuhs • Sopran, Korneel van Neste • Contratenor, Friederike Däublin und Benjamin Dressler • Gambe
Clemens Goldberg • Gambe und künstlerische Leitung

Walter Frye • »Ave regina«, Motette
Gilles Binchois • »Comme femme desconfortee«
Alexander Agricola • »Comme femme«,
Fantasie zu 4 Stimmen – (Tenor und 3 Gamben)
Anonym • »Oublie oublie«, »Par malle bouche«, »Se vous voullez que ie vous ame«, »Henri Phlippet«
Johannes Ockeghem • »D’un aultre amer«
Alexander Agricola • »D’un aultre amer«, Fantasie für drei Gamben
Anonym • »Donnez l’aumosne«

Das Ensemble Voix et Violes unter seinem Künstlerischen Leiter Clemens Goldberg - bekannt über seine Sendung "Goldberg-Variationen" beim Kulturradio rbb - präsentiert bei diesem besonderen Konzert Alte Musik ausschließlich aus einer Quelle: aus dem Leuven Chansonnier. Dieses Chansonniers (dt. Liederbuch) aus dem 15. Jahrhundert wurde 2014 zufällig entdeckt und entpuppte sich als eine Sensation. Auf den 96 Seiten Pergament finden sich 50 polyphone Chansons mit schlicht illuminierten Initialen, von denen zwölf Werke bislang unbekannt waren. Für die Fachwelt und Liebhaber Alter Musik ist das etwa so, als würde man neue Rubens- oder Leonardozeichnungen entdecken. Heute wird es an in der Alamire Foundation in Leuven aufbewahrt, und ist dort für die Forschung wie die musikalische Praxis zugänglich.

Ort der Veranstaltung

Konzerthaus am Gendarmenmarkt
Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin
Deutschland
Route planen
Bild des Veranstaltungsortes

Am Gendarmenmarkt, einem der schönsten Plätze Berlins, steht mit dem Konzerthaus eines der Meisterwerke klassizistischer Baukunst in Deutschland. Doch nicht nur von außen bietet das Gebäude viel Sehenswertes, noch mehr findet man in seinem Inneren. In den stilvoll eleganten Räumen bietet das Konzerthaus ein facettenreiches Programm, das von Alter bis zu Neuer Musik reicht und spezielle Angebote für jede Altersklasse bereithält.

Aus den Überresten des Königlichen Nationaltheaters wurde durch Karl Friedrich Schinkel, dem bedeutendsten klassizistischen Architekten Europas, ab 1818 das Schauspielhaus errichtet. Über eine breite Freitreppe betritt man den beeindruckenden Theaterbau, der mit seinem vorgebauten und figurenbekrönten Giebelaufsatz einen wahrhaft repräsentativen Eindruck macht. Plastiken der neun Musen und Szenen antiker Mythologie verzieren das Konzerthaus, das nach seiner Zerstörung 1945 nach originalen Plänen wieder aufgebaut wurde. Das bis dahin als Preußisches Staatstheater geführte Haus unterstand sogar der Intendanz des fast legendären Gustaf Gründgens, der Klaus Mann zu „Mephisto – Roman einer Karriere“ inspirierte. Mit neuer Konzeption des Innenraums wurde das damalige Schauspielhaus dann zum Konzerthaus erkoren, wobei die prachtvolle Innenausstattung auch weiterhin am klassizistischen Stil ausgerichtet war.

Der Große Konzertsaal bietet bis zu 1.600 Besuchern Hörgenuss vom Feinsten. Auch visuell hat der Saal viel zu bieten: Reiche Stuckaturen und Marmorarbeiten, Kronleuchter und Wandmalereien sorgen für festliches Flair. Neben dem repräsentativen Konzertsaal bietet auch der Werner-Otto-Saal einen stilvollen Rahmen. Als sachlicher Raum mit dazu in Kontrast stehenden farbigen Stühlen dient er nicht nur als Konzertraum, sondern kann multifunktional genutzt werden. Kunst aller Art, nicht nur ausschließlich Musik, findet so in den Räumlichkeiten des Konzerthauses am Gendarmenmarkt einen Platz. Dabei liegen Schwerpunkte nicht nur auf der Pflege Alter Musik, sondern verstärkt auch auf Uraufführungen neuer Werke.