Vladimir Nabokov – Romancier zwischen Zeiten und Welten

Mit: Nicole Haase, Carl Martin Spengler und Prof. Dr. Stefan Welz  

Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

Tickets ab 16,50 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: THEATER IM PALAIS Berlin, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

berliner LESEZEICHEN Nr. 10

Vladimir Nabokov – Romancier zwischen Zeiten und Welten

Der Skandalroman Lolita hat ihn in den 1950er Jahren berühmt gemacht. Ihm verdankte der Autor, dass er sich – neben seiner umfangreichen Schmetterlingssammlung und der Leidenschaft fürs Schachspiel – schließlich ganz aufs Schreiben verlegen und seinen Lebensabend in Montreux in der Schweiz verbringen konnte. Doch Nabokov hatte bereits ein faszinierendes literarisches Vorleben, das ihm viel Stoff für seine späteren halbautobiographischen Romane lieferte.
In einer Adelsfamilie in Sankt Petersburg geboren, verließ er Russland in den Wirren der Revolution, um über die Stationen London, Berlin, Paris, Côte d’Azur schließlich in die USA zu emigrieren. Dieses bewegte Leben schlägt sich nicht nur thematisch in seinem Werk nieder, schrieb er doch bis zum 2. Weltkrieg auf Russisch, bevor er dann ins Englische wechselte.
Obwohl für den Kosmopoliten auch Berlin nur eine Durchgangsstation war und er der deutschen Sprache und Kultur eher fernstand, sind die Jahre in Grunewald und Wilmersdorf für ihn nachhaltig prägend gewesen. Seine Familie unterhielt einen kulturellen Salon, der eine wichtige Adresse im Berlin der zwanziger Jahre war, in denen russische Exilanten zu Zehntausenden in die Stadt kamen.
Berlin hielt auch ganz neue Erfahrungen bereit und zwang den aus einer reichen, kosmopolitischen Adelsfamilie stammenden Nabokov zur Erwerbsarbeit – anfangs als Tennislehrer. Die Berliner Jahre waren für den Schriftsteller noch keine Jahre des Ruhms: Sie zeigen sie als Suchenden zwischen Selbstergründung, Unterhaltungslektüre und Sozialkritik.

Carl Martin Spengler und Nicole Haase lesen ausgewählte Texte. Prof. Dr. Stefan Welz verschafft einen Überblick zu Leben und Werk des Autors.

Ort der Veranstaltung

Theater im Palais Berlin
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Deutschland
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Mitten in Berlin befindet sich das Theater im Palais in direkter Nachbarschaft zur Museumsinsel und zur Humboldt Universität. Besucher erwarten ein abwechslungsreiches Programm aus literarisch-musikalischen Veranstaltungen, eigenen Inszenierungen, Autorenlesungen und Gastspielen.

Die Spielstätte des kleinen Theaters befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert, zu dessen berühmtesten Bewohnern Freiherr von und zum Stein gehörte. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude bietet dem Theater eine einzigartige Atmosphäre, die zusammen mit der Qualität der aufgeführten Stücke für die Popularität des Schauspielhauses verantwortlich ist. Vom Krieg als einziges Palais verschont, fanden bereits 1945 erste Konzert- und Tanzveranstaltungen in den Räumlichkeiten statt, die das Haus in Berlin und Umgebung bekannt machten. Von 1950 bis 1990 diente das Palais als zentrales Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, bevor es 1991 zur neuen Spielstätte des Theater im Palais wurde. Seitdem hat sich das Theater zur festen Institution in Berlin entwickelt und bereichert durch seine Veranstaltungen die Kulturszene der Hauptstadt.

Das Theater im Palais liegt in unmittelbarer Nähe zur Spree und kann mit dem öffentlichen Nahverkehr über die S-Bahnhaltestellen Friedrichstraße und Hackescher Markt erreicht werden.