Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen

Mit: Franziska Kleinert, Thomas Bächli (p)  

Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

Tickets ab 24,20 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: THEATER IM PALAIS Berlin, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, Deutschland

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ERMÄßIGUNGEN:
Schüler, Studenten (bis zum vollendeten 30. Lebensjahr), Auszubildende und Arbeitslose gegen Vorlage eines gültigen Nachweises.

LAST MINUTE TICKETS:
30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn werden RESTKARTEN an der Abendkasse NUR auf Anfrage und NUR nach Maßgabe vorhandener Plätze zum reduzierten Preis von 10,- € / ermäßigt 5,- € angeboten.
Empfänger von ALG II + ALG I erhalten gegen Vorlage der Nachweise Karten zum Preis von 3,- €.
Dieses Angebot ist NICHT vorbestellbar. Ausgenommen sind auch Premieren, Sondervorstellungen und Silvester.

Das THEATER IM PALAIS unterstützt den Verein KulturLeben Berlin, der Veranstaltungstickets an Menschen mit geringem Einkommen vermittelt. Weitere Infos finden Sie unter www.kulturleben-berlin.de.

Begleitpersonen von Schwerbeschädigten (im Ausweis muss das Merkzeichen "B" stehen) erhalten freien Eintritt.
Rollstuhlplätze sind begrenzt vorhanden. Eine Behindertentoilette ist vorhanden.
WICHTIGE INFORMATION FÜR ROLLSTUHLFAHRER: Der Zugang zu unserem THEATER, welches sich im PALAIS AM FESTUNGSGRABEN befindet, ist leider nicht barrierefrei! Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an unseren Besucherservice unter 030 2010693.
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Veranstaltungsinfos

Carl Philipp Emanuel Bachs Anleitung - gelesen und gespielt

Ein Abend für alle, die Klavier spielen, einmal gespielt haben oder gerne spielen würden und keine Zeit dafür finden.

Es lesen und spielen: Franziska Kleinert, Tomas Bächli (p)
Dauer: 75 Minuten

... Das fleißige anhören guter Musik, wo bei man auf gute Begleiter genau Achtung gibt, ist besonders anzuraten, das Ohr wird dadurch gebildet und zur Aufmerksamkeit gewöhnt. Diese genaue Aufmerksamkeit läßt keine Schönheit in der Musik ohne Rührung vorbei. ... (Zitat)
Carl Philipp Emanuel Bachs „Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ aus dem Jahr 1753 ist ein Gesamtkunstwerk, bestehend aus Sprache und Musik. Die Schauspielerin Franziska Kleinert und der Pianist Tomas Bächli haben daraus einen Theaterabend von ca. 80 Minuten Länge komponiert. Sie bringen an diesem Abend ihre eigene Begegnung mit diesem Kunstwerk auf die Bühne. Dabei verändert sich die Rollenverteilung zwischen der Schauspielerin und dem Musiker im Lauf des Abends – ebenso das Verhältnis zwischen Wörtern und Tönen, zwischen Theorie und Praxis.
Aus dem Text von C. P. E. Bachs Anleitung zum Klavierspiel spricht der Geist der Aufklärung: Jede Behauptung wird begründet, denn der Leser und die Leserin sind Partner des Autors. Die Anweisungen an den Klavierspieler sind im Ton liebevoll, zugleich mit einer frappierenden Genauigkeit formuliert – „Man spiele mit gekrümmten Fingern und schlaffen Nerven“ –, gelegentlich auch provokant: „Einige Personen spielen klebericht, als wenn sie Leim zwischen den Fingern hätten.“
Wenn es etwa um die „Manieren“ (Verzierungen) geht, versteigt sich C. P. E. Bach in die Verästelungen der Details, bis hin zur Komik, dann wieder gelangt er zu Einsichten, die nicht nur beim Klavierspielen hilfreich sind. „Aus der Seele soll er spielen und nicht wie ein abgerichteter Vogel.“
Die Probesonaten, die C. P. E. Bach für dieses Lehrbuch komponierte, schließen mit der bahnbrechenden Fantasie in c-moll. Sie ist das musikalische Zentrum des Abends. Ohne diese heute noch moderne Musik wären Haydn und Beethoven nicht möglich gewesen.
„Diejenigen irren sich, welche ein weitläuftiges Lehrgebäude von mir erwartet haben; ich habe mehr Danck zu verdienen geglaubt, wenn ich das ziemlich schwehre Clavier-Studium durch kurtze Lehrsätze, so viel möglich, leichte und angenehm machte.“

Franziska Kleinert
Franziska Kleinert wurde in Berlin geboren und studierte dort an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Ihr Debüt gab sie am Deutschen Theater Berlin, es folgten Engagements in Gera, Dresden, Erfurt und an den Freien Kammerspielen Magdeburg. Sie war an den Theatern in Würzburg und Konstanz zuletzt zu Gast. Sie arbeitet für Hörspiel, Film- und Fernsehen und für verschieden Schauspielschulen als Dozentin für Schauspiel. Ihre Liebe zur Sprache ließen eigene Projekte mit Texten von Rosa Luxemburg, Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Christian F. Delius und nun C.Ph.E.Bach entstehen. Seit 2000 lebt sie wieder in Berlin. www.franziskakleinert.jimdo.com

Tomas Bächli
Tomas Bächli wurde 1958 in Zürich geboren und studierte Musik am Konservatorium Zürich (Klavier bei Werner Bärtschi). Bis 1996 lebte er als Klavierlehrer und Konzertpianist in Zürich. 1996 folgte er seiner Frau Sieglinde Geisel nach Brooklyn, NY, wo er in der freien Szene eine rege Konzerttätigkeit entfaltete. Seit Januar 1999 lebt er mit seiner Frau und mittlerweile zwei Kindern in Berlin. Ohne sich vollständig darauf zu spezialisieren, führt Tomas Bächli in seinen Konzerten vorwiegend Werke der jüngeren und jüngsten Musikgeschichte auf. Auf der Suche nach einer Vermittlung, die sowohl der Musik als auch dem Publikum gerecht wird, experimentiert er oft mit neuen Konzertformen. www.tomasbaechli.ch

Ort der Veranstaltung

Theater im Palais Berlin
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Deutschland
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Mitten in Berlin befindet sich das Theater im Palais in direkter Nachbarschaft zur Museumsinsel und zur Humboldt Universität. Besucher erwarten ein abwechslungsreiches Programm aus literarisch-musikalischen Veranstaltungen, eigenen Inszenierungen, Autorenlesungen und Gastspielen.

Die Spielstätte des kleinen Theaters befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert, zu dessen berühmtesten Bewohnern Freiherr von und zum Stein gehörte. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude bietet dem Theater eine einzigartige Atmosphäre, die zusammen mit der Qualität der aufgeführten Stücke für die Popularität des Schauspielhauses verantwortlich ist. Vom Krieg als einziges Palais verschont, fanden bereits 1945 erste Konzert- und Tanzveranstaltungen in den Räumlichkeiten statt, die das Haus in Berlin und Umgebung bekannt machten. Von 1950 bis 1990 diente das Palais als zentrales Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, bevor es 1991 zur neuen Spielstätte des Theater im Palais wurde. Seitdem hat sich das Theater zur festen Institution in Berlin entwickelt und bereichert durch seine Veranstaltungen die Kulturszene der Hauptstadt.

Das Theater im Palais liegt in unmittelbarer Nähe zur Spree und kann mit dem öffentlichen Nahverkehr über die S-Bahnhaltestellen Friedrichstraße und Hackescher Markt erreicht werden.