Venus and Adonis

Cantiamo Piccolo | Jörg Halubek, Leitung  

Schlosspark 1
34131 Kassel

Veranstalter: Kasseler Musiktage e.V., Heinrich-Schütz-Allee 35, 34131 Kassel, Deutschland

Tickets

Der Termin ist ausgebucht. Rabattcodes der B.Braun Melsungen AG bitte telefonisch unter 0561 3164500 einlösen.

Veranstaltungsinfos

Eng verwandt mit Dido and Aeneas seines Schülers Henry Purcell wurde John Blows Venus and Adonis wohl 1683 zum ersten Mal aufgeführt. Die einzige Oper des 1649 geborenen Komponisten ist zugleich die erste durchkomponierte Oper aus England. Unterhaltsame Maskenspiele etablierten sich unter Königin Elizabeth I. und wurden unter ihren Thronfolgern fortgeführt. Auf das wechselhafte Liebesleben am Hof spielt Cupid, der Gott Amor, im Prolog zu Venus and Adonis an. Bei der Uraufführung sang Mary Davies die Rolle der Venus, eine ehemalige Schauspielerin und Mätresse des Königs, deren gemeinsame Tochter Lady Mary Tudor den Cupid darstellte.

Doch Blows Oper überzeugt jenseits solcher Pikanterien: Leidenschaftliche Liebesschwüre, pastorale Szenen und ergreifende Chöre wechseln sich mit instrumentalen Tanzsätzen ab. Die Handlung folgt weitgehend der Erzählung in Ovids Metamorphosen: Der von der Göttin Venus geliebte Adonis wird bei der Jagd von einem Eber getötet. Anders als bei Ovid animiert Venus ihren Geliebten Adonis zur Jagd, obwohl er sie nicht verlassen möchte. Umso größer ist dann ihr Schmerz über seinen Tod, der mit einer berührenden Klage am Ende der Oper besungen wird.

Nach den erfolgreichen Aufführungen von Antonio Literes’ Los Elementos in der
vergangenen Spielzeit koproduzieren die Kasseler Musiktage und das Staatstheater Kassel mit Venus and Adonis eine weitere kurze Barockoper, die im historischen Ballhaus im Bergpark Wilhelmshöhe erklingen wird, der dem Landgrafen einst als Jagdgebiet diente.

Eine Koproduktion mit dem Staatstheater Kassel.

Ort der Veranstaltung

Schloss Wilhelmshöhe
Schlosspark 1
34131 Kassel
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Schloss Wilhelmshöhe ist nicht nur selbst eine absolute Perle klassizistischer Baukunst, es beherbergt auch noch museale Sammlungen von Weltrang. Gemeinsam mit dem Bergpark Wilhelmshöhe ist das Schloss Teil des UNESCO Weltkulturerbes und gibt den Exponaten der Gemäldegalerie Alte Meister und der Antikensammlung einen mehr als würdigen Wirkungsraum.

Unter Graf Wilhelm IX. wurde Schloss Wilhelmshöhe ab 1786 erbaut. Die mächtige Dreiflügelanlage im Stil des Klassizismus erhebt sich innerhalb des größten Bergparks Europas, an der Stelle, an der schon Jahrhunderte zuvor ein Augustiner Chorherrenstift seinen Platz hatte. Bedeutung erlangte Schloss Wilhelmshöhe als Residenz nicht nur des Königs von Westphalen, auch des Kurfürsten Wilhelm II. und als Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II. Nachdem der Zweite Weltkrieg auch die Wilhelmshöhe nicht verschonte, ging der Wiederaufbau nur schleppend voran. Obwohl die mächtige Kuppel des Mittelbaus im Krieg verloren ging, erstrahlt Schloss Wilhelmhöhe heute, für die museale Nutzung neu aufgebaut, wieder in klassizistischem Glanz. Besonders im Weißensteinflügel sind originale Räumlichkeiten mitsamt des prächtigen Interieurs erhalten geblieben und vermitteln einen lebendigen Eindruck vom damaligen leben im Schloss.

Das Schloss Wilhelmshöhe ist einer der zentralen Ausstellungsorte der Museumslandschaft Hessen-Kassel. Über die Räume verteilt finden sich als Blickfänge immer wieder wertvolle Skulpturen, die die Entwicklung vom Klassizismus hin bis zum heutigen Historismus zeigen. Das Schloss beherbergt mit seiner Gemäldegalerie Alte Meister zudem die größte Sammlung niederländischer Malerei außerhalb der Niederlande, darunter Meisterwerke der Künstler Rembrandt oder Rubens. Eine kulturelle und künstlerische Reise in die Vergangenheit erlebt man in der Antikensammlung, die Münzen, Kleinkunst oder verschiedene Vasen antiker Mittelmeerkulturen zeigt.