Unterwerfung (UA)

Odenkirchener Straße 78 Deu-41236 Mönchengladbach

Tickets ab 14,50 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Theater Krefeld und MG (TKM), Theaterplatz 3 , 47798 Krefeld, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Aus dem Französischen von Norma Cassau und Bernd Wilczek
Bühnenfassung von Thomas Blockhaus

Frankreich im Jahr 2022. François, Mitte 40, hat als Professor für Literaturwissenschaften an einer Pariser Universität seinen intellektuellen Zenit überschritten. Frustriert gibt er sich seinen Süchten hin und vereinsamt immer mehr. Als ihn auch die junge Studentin Myriam verlässt, rücken die aktuellen politischen Entwicklungen in Frankreich immer mehr in sein Blickfeld.

Bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl droht ein Sieg des rechten Front National. Um Marine Le Pen als Präsidentin Frankreichs zu verhindern, gehen die Sozialistische und die Konservative Partei ein Bündnis mit der vor kurzem gegründeten demokratischen Muslimbruderschaft ein und installieren deren gemäßigten Vorsitzenden Mohammed Ben Abbes als Kandidaten für das Amt des Staatspräsidenten.
Als es in Paris zu tumultartigen Ausschreitungen kommt und ein Bürgerkrieg droht, verlässt François die Hauptstadt, um aus der sicheren Entfernung der Provinz die weiteren Ereignisse zu beobachten. Tatsächlich gewinnt Ben Abbes die Wahl zum Staatspräsidenten und ändert sofort die laizistische Verfassung Frankreichs. Er führt Theokratie, Scharia, Patriarchat und Polygamie ein, was zu einem deutlich veränderten öffentlichen und politischen Leben führt: Während die Zahlen der Arbeitslosen und die der Verbrechen schnell sinken, wird das gesamte Bildungssystem nach muslimischen Kriterien umgebaut. An erster Stelle der gesellschaftlichen Werteskala steht jetzt die Familie, um die sich vor allem die Frauen zu kümmern haben.

Wieder zurück in Paris erfährt François von seiner sofortigen Beurlaubung bei vollen Bezügen von seiner Lehrtätigkeit. Zu seinem Erstaunen beruhigt sich das Land in den folgenden Wochen. Als er vom charismatischen und zum Islam konvertierten Rektor der Universität umworben wird, um wieder in den Universitätsbetrieb einzusteigen, ist François immer mehr geneigt, sich diesem neuen, von einem gemäßigten Islam geprägten Gesellschaftssystem, zu unterwerfen.

Michel Houellebecq, umstrittener und gefeierter französischer Autor, zielt mit seinem provokant zugespitzten Roman Unterwerfung auf die offenbare Schwäche der unsere westlichen Gesellschaften gestaltenden politischen und intellektuellen Kräfte. Stellvertretend für diese gibt François fast widerstandslos seine gewachsenen christlich-kulturellen Werte auf und unterwirft sich freiwillig einer neuen konservativen Werteordnung, die ihm vor allem ein angenehmes privilegiertes Leben verspricht

Ort der Veranstaltung

Theater Mönchengladbach
Odenkirchener Str. 78
41236 Mönchengladbach
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

1921 schlossen sich zwei traditionsreiche Theater zusammen und bildeten fortan das Stadttheater Krefeld-Mönchengladbach. Mittlerweile ist dieses eine feste Größe in der Kulturlandschaft der Metropolenregion Rhein-Ruhr und bietet mit Schauspiel, Musiktheater, Ballett sowie Konzerten der Niederrheinischen Sinfoniker, ein ausgewogenes Programm in den beiden nordrhein-westfälischen Großstädten.

Das Theater Mönchengladbach existiert bereits seit dem 11. Dezember 1862, hatte jedoch kein eigenes Ensemble und war somit auf Gastspiele angewiesen. Bereits zu dieser Zeit kam es immer wieder zu Kooperationen mit dem Theater Krefeld. Heute, nach der Fusion der zwei Häuser, gibt es insgesamt vier Spielstätten, von denen sich zwei in Mönchengladbach befinden: Zum einen die Hauptspielstätte „Theater Mönchengladbach“ mit drei Bühnen und Sälen, darunter der große Opernsaal, der Platz für insgesamt 778 Personen bietet und zum anderen die Ausweichspielstätte „Theater im Nordpark“, einer umgebauten Militärhalle mit Kapazitäten für 560 Zuschauer.

Hier ist Theater auf vielfältige Weise erfahrbar und auch für Kinder und Jugendliche wird der Theaterbesuch zu einem Erlebnis. So gibt es die Möglichkeit sich im „Jugendclub“ zu engagieren und erste Theatererfahrungen zu sammeln oder an theaterpädagogischen Projekten teilzunehmen.