Tschechows Drei Schwestern ca. 2:30 Stunden

Per Olov Enquist / Deutsch von Angelika Gundlach  

Schloßplatz 6
96450 Coburg

Tickets ab 9,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Landestheater Coburg, Schloßplatz 6, 96450 Coburg, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Per Olov Enquist | Deutsch von Angelika Gundlach

Anton Tschechow erzählt in seinem meist gespielten Stück von der vergeblichen Suche nach einem sinnerfüllten Leben. Immer träumten die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina Prosorow davon, wieder nach Moskau, an den Ort ihrer Kindheit, zurückzukehren. Als ihr Vater als General das Kommando über ein Bataillon in einem Städtchen fernab von Moskau übernahm, zogen die Kinder mit ihm – ihre Mutter war da schon längst verstorben – in die Provinz. Olga, die älteste der drei Schwestern, wurde Lehrerin, ein Beruf, der sie nicht ausfüllt. Die mittlere der drei Schwestern, Mascha, verliebte sich in jungen Jahren in ihren Gymnasiallehrer Kolygin, doch die Liebe verflog und nun verharrt sie in einer unbefriedigenden Ehe. Für die jüngste der drei Schwestern, Irina, leuchtete die Welt an jenem fünften Mai, als alles anfing, in hellen Farben. Damals, genau ein Jahr nach dem Tod des Vaters, schien für sie der Moment zum Greifen nah für einen Aufbruch in ein neues Leben durch Arbeit oder die große, romantische Liebe. Und dann gab es noch ihren Bruder Andrej und seine Ambitionen auf eine Professur in Moskau.


Hochqualifiziert und voller Pläne scheitern alle vier Geschwister an ihrer eigenen Lebensunfähigkeit. Anton Tschechow begleitet die vier Geschwister über eine lange Zeitspanne: Als die Handlung einsetzt, ist die Jüngste gerade mal zwanzig Jahre alt und alle sind sie noch voller Hoffnung und Elan. Doch die Jahre machen sie mürbe und ihr Ruf „Nach Moskau, nach Moskau!“ wird zur leeren, mantrahaft wiederholten Beschwörungsformel. In seiner Nachdichtung „Tschechows Drei Schwestern“ denkt Per Olov Enquist die Geschichte der drei Schwestern vom Ende her. Was hat sie zurückgehalten? Warum haben sie ihre Wünsche und Sehnsüchte nie verwirklicht und den Moment verpasst, ihrem Leben eine andere Wendung zu geben.


Die in Coburg geborene Karin Drechsel, seit 1991 als freiberufliche Regisseurin u.a. in Hannover, Salzburg, Ulm und Frankfurt tätig und zugleich auch Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und am Mozarteum in Salzburg, inszeniert „Tschechows Drei Schwestern“ am Landestheater Coburg.

Anfahrt

Landestheater Coburg
Schloßplatz 6
96450 Coburg
Deutschland
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