Thomas Freitag - Europa - der Kreisverkehr und ein Todesfall

Münsterstraße 7
55116 Mainz

Veranstalter: Unterhaus Mainz, Münsterstr. 7, 55116 Mainz, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Europa – was ein erstaunlicher Erdteil! Ein Kontinent, der die Philosophie erfunden, moderne Wissenschaften entwickelt, die Menschenrechte formuliert hat... und es heute schafft, auf 3000 Seiten zu postulieren, wie viel Wasser maximal durch einen Duschkopf fließen darf. Europa ist eine große Idee. Die Idee eines Hauses, in dem 28 Nationen (je nach Laune vielleicht nur 27) zusammenleben und -arbeiten. Wobei jeder, der mal versucht hat, in einer WG mit nur 3 Leuten einen Spülplan zu entwickeln, ahnt: Das wird sauschwer! Europa steht nicht gut da momentan. Früher suchten hier Touristen aus Übersee nach den Resten alter Ruinen, heute scheint Europa selbst die größte zu sein.
Thomas Freitag wirft jetzt einen scharfen, satirischen und sehr komischen Blick auf Europa... oder was davon übrig ist. Er schlüpft dazu in die Rolle des EU-Bürokraten Peter Rübenbauer, zuständig für die Entwicklung aller europäischen Kreisverkehre – bis zum "worst case": Rübenbauer verunglückt (im Kreisverkehr) und findet sich wieder an der Grenze zwischen Leben und Tod, Himmel und Hölle, zwischen dem ewigen Licht und einer EU-Energiesparlampe. Und stellt sich die großen Fragen: Habe ich im Leben alles richtig gemacht? Meine Ziele erreicht? Wirklich für Europa gekämpft? Für dieses seltsame Gebilde, das uns Skipisten in Dänemark, Schwarzwälder Schinken aus Lettland und zwei Millionen Kreisverkehre beschert hat? Aber eben auch 70 Jahre Frieden und Wohlstand.
In einem rasanten Monolog seziert ein genialer Thomas Freitag das heutige Europa, spielt diverse Rollen, schlägt den Bogen von der Antike bis heute, von der Hochkultur zur Politik, von Gott bis in die Welt. Und kommt den großen Wahrheiten damit ziemlich nahe. Ein himmlischer Abend für Europäer, die glauben, daß Europa vielleicht doch mehr ist als ESC und Champions League.



Foto: Pepijn Vlasman

www.thomasfreitag.com

Ort der Veranstaltung

unterhaus Mainzer Forum-Theater
Münsterstraße 7
55116 Mainz
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Mainzer unterhaus ist einer der bedeutendsten Orte im Bereich der deutschen Kleinkunst. Beim Mainzer Forum Theater geben sich „alte Hasen“ der Kleinkunstszene und Newcomer gleichermaßen die Ehre.

Auf zwei Bühnen wird im unterhaus in Mainz ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm im Bereich Kabarett, Comedy sowie Lied und Chanson angeboten und zieht sein Publikum weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus an. Die eigene Theater-Kneipe „Entrée“ sorgt im unterhaus für das leibliche Wohl der Gäste. Seit der Eröffnung 1966 läutet zu Beginn einer Vorführung die bekannte unterhaus-Glocke. Hanns Dieter Hüsch, einer der ersten Gastspieler des unterhauses, läutete diese 1971 zum ersten Mal vor seiner Vorstellung der gekenterten „arche nova“. Gleichzeitig wurde die Glocke auch ein Symbol für den Deutschen Kleinkunstpreis, der 1972 zum ersten Mal vom Mainzer Forum Theater verliehen wurde und seither als die bedeutendste Auszeichnung im Bereich Kabarett, Chanson/Lied/Musik sowie Kleinkunst gilt. Gründer des unterhauses sind Artur Bergk, Tontechniker und erster hauptamtlicher Mitarbeiter des unterhauses, Renate Fritz-Schillo, Schauspielerin und Regisseurin sowie der ehemalige ZDF Redakteur Carl-Friedrich (Ce-eff) Krüger.

Das Mainzer unterhaus ist ein Urgestein der deutschen Kleinkunst und nicht nur aus diesem Grund einen Besuch wert. Es bietet Kabarett und Theater auf höchstem Niveau in unvergesslicher Atmosphäre.