Tarkovsky Quartet mit Couturier, Lechner, Larché & Martinier

Heiliggeiststraße 17 69117 Heidelberg

Tickets ab 31,80 €

Veranstalter: Enjoy Jazz, Bergheimerstr. 153, 69115 Heidelberg, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns hier wiederholen: Dass Anja Lechner und Francois Couturier seit vielen Jahren zu den Stammgästen von Enjoy Jazz gehören, hängt mit der Vielzahl an reizvollen und ästhetisch ambitionierten Projekten im Zwischenreich von Klassik, Jazz und Improvisation zusammen, an denen die Cellistin und der Pianist beteiligt sind. Lechner war an der Seite von Dino Saluzzi und Vassilis Tsabropoulos zu hören; Couturier als Teil des Anouar Brahem Quartet. Dazu spielten sie ihre Programme „Il Pergolese“ und – im Duo - „Moderato Cantabile“. Und dann ist da ja auch noch das gemeinsame Tarkovsky Quartet, mit dem im besten Sinne »traumwandlerisch« versucht wird, musikalische Resonanzen und Assoziationen zur Filmsprache Andrej Tarkowskijs zu erinnern, zu erkunden und diesen nachzuspüren. Was 2006 vielleicht einmal als Verbeugung, Ehrerbietung und Hommage an den bedeutenden Filmemacher begonnen hat, berührt durch eine Poesie der Melancholie, die nicht verkennt, dass Tarkowskijs einst polarisierende Filme heute längst aus dem Bewusstsein einer größeren Öffentlichkeit verschwunden sind.

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Ort der Veranstaltung

Heiliggeistkirche
Hauptstraße 189
69117 Heidelberg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Seit Jahrhunderten bestimmt der Turm der Heiliggeistkirche die Silhouette von Heidelberg. Im Herzen der Stadt, direkt am Marktplatz, erhebt sie sich als größte und bedeutendste Kirche der ehemaligen kurpfälzischen Residenzstadt. Durch die Jahrhunderte ihres Bestehens hinweg hatte vor allem die Kirchenmusik eine große Bedeutung in der Gemeinde und auch heute noch wird sie intensiv gepflegt: Chor- und Orgelkonzerte, Kantorei und Studentenkantorei füllen die langjährige Tradition immer wieder mit Leben und begeistern damit Kirchenbesucher aus aller Welt.

Als Grablege für die Pfälzischen Kurfürsten wurde die Heiliggeistkirche ab 1398 errichtet und beherbergt auch heute noch die letzte Ruhestätte des Kurfürsten Ruprecht III. Direkt im Trubel des Marktplatzes gelegen muss die das Gotteshaus auch im Mittelalter schon einen imposanten Anblick geboten haben: Der monumentale Bau kommt fast ohne architektonischen Schmuck aus und zeichnet sich durch die kleinen angebauten Läden aus. Wo früher Backwaren und Blumen feilgeboten wurden, finden sich heute Andenkenläden. Der Innenraum wirkt trotz seiner relativen Schlichtheit sehr eindrucksvoll. Obwohl der Großteil der prachtvollen Einrichtung Zerstörungen zum Opfer fiel, kann man sie einstige Erhabenheit der Kirche noch immer erahnen. Vor allem der Kontrast zwischen dem hellen, lichtdurchfluteten Chor und dem dunklen, nur diffus beleuchteten Langhaus schafft einen ganz besonderen Eindruck.

Eine maßgefertigte Kanzel aus dem Jahr 1731 ist das einzige, noch originär erhaltene Ausstattungsstück der Heiliggeistkirche. Auch von den einst über 50 Särgen und Grabmälern ist nur noch das Ruprechts III. erhalten. Bekannt war das Gotteshaus auch durch die Büchersammlung Ludwigs III. und die Stiftsbibliothek. Aus diesen zwei Beständen wurde letztendlich die weltberühmte Bibliotheca Palatina, von denen einige Stücke noch heute in der Universität Heidelberg zu finden sind.