»Tanzmusik der Renaissance aus Deutschland und Schottland«

Praetorius Consort Wittenberg  

Schlossplatz Deutschland-06886 Lutherstadt Wittenberg

Veranstalter: Wittenberg-Kultur e.V., Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

Tickets

kein Eintritt, um Kollekte wird gebeten

Veranstaltungsinfos

Das Praetorius Consort Wittenberg ist mittlerweile um einiges älter als die meisten seiner Mitglieder: 2018 feiert es sein 20-jähriges Gründungsjubiläum. Beim Wittenberger Renaissance Musikfestival ist das von Musikern der Wittenberger Hofkapelle geleitete Nachwuchsensemble seit vielen Jahren mit seinen Darbietungen vertreten. Auch am Beginn des diesjährigen Festivals sind die Kinder und Jugendlichen aus Wittenberg und Bad Schmiedeberg mit einem Programm zu erleben, das im Zeichen des Tanzes steht.

In verschiedenen Besetzungen ist das Praetorius Consort Wittenberg mit historischen Tänzen wie Allemanden, Pavanen und Branles aus Sammlungen von Tielman Susato und Thoinot Arbeau zu erleben. Ebenfalls im Repertoire hat das Consort eine Branle-Suite, die aus verschiedenen Tanzsammlungen mit Stücken von Thoinot Arbeau, Jacques Moderne und Claude Gervaise zusammengestellt wurde. Die Sätze wurden von Thomas Höhne, Lautenist und künstlerischer Leiter des Festivals, so arrangiert, dass sich die Instrumentengruppen häufig abwechseln und die jungen Interpreten Gelegenheit erhalten, solistisch zu glänzen. Auch Gamben kommen zum Einsatz, begleitet von Lauten, Gitarren, Truhenorgel und Spinett. Dazu erklingen irische Tänze und beliebte englische, schottische und irische Folksongs wie »Greensleeves«, »Mairi´s Wedding« und »Johnny´s Wedding«.

Ort der Veranstaltung

Schlosskirche Wittenberg
Schlossplatz
06886 Lutherstadt Wittenberg
Deutschland
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Die Schlosskirche Wittenberg hat sich einen ganz besonderen Platz innerhalb der Geschichte der Kirche, des Landes und sogar der ganzen Welt gesucht: Hier schlug Martin Luther 1517 seine 95 Thesen an die hölzerne Kirchentür und setzte damit die Reformation in Gang. Seit 1996 ist die Schlosskirche Wittenberg wegen ihrer herausragenden Bedeutung in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Eine Burg ist hier schon im 12. Jahrhundert belegt, doch erst 1340 wird hier die erste Kapelle errichtet. Im ausgehenden 15. Jahrhundert lässt Kurfürst Friedrich der Weise die Gebäude abreißen und ein Residenzschloss mitsamt Schlosskirche erbauen, keine zehn Jahre später veröffentlicht der Theologe Martin Luther an der Haupttür seine Thesen, die den Verlauf der Geschichte grundlegend ändern sollten. Nach seinem Tod wurde Luther, ebenso wie Reformator Philipp Melanchthon und der Erbauer Friedrich der Weise beigesetzt. Im Siebenjährigen Krieg brannte das Gotteshaus bis auf die Grundmauern ab, einzig das Grabmal des Kurfürsten blieb erhalten.

Ihre Innenausstattung verdankt die Wittenberger Schlosskirche einer Erneuerung Ende des 19. Jahrhunderts, bei das Interieur nach historischen Aufzeichnungen gestaltet wurde. 2013 hat offiziell die Sanierung des Komplexes aus Schloss und Kirche begonnen. Gottesdienste, Konzertreihen oder der Wittenberger Evensong finden aber dennoch weiterhin statt. Eine Kirche, in der die Welt verändert wurde, kann schließlich nicht einfach ihre Pforten schließen.