Stefanie Sargnagel - Statusmeldungen

Stefanie Sargnagel, Puneh Ansari  

Olgastraße 129
89073 Ulm

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Veranstalter: NPG-Event, Frauenstraße 77, 89073 Ulm, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Die Wienerin Stefanie Sargnagel, geb.1986, mit bürgerlichem Namen Sprengnagel, Markenzeichen: Rote Baskenmütze, studierte in der von Daniel Richter angeleiteten Klasse der Akademie der Bildenden Künste Wien Malerei, verbrachte aber mehr Zeit bei ihrem Brotjob im Call-Center. Sie schreibt, seit sie ein Teenager war. Am liebsten in Blogs, oder in Form gallig-komischer Facebook-Postings.

Sargnagel kommt zwar aus dem Internet, ist aber, mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch „Abfall für alle“, die erste Autorin, die im Netz eine Form für sich gefunden hat, die passt, die nicht nervt. Das heißt, ihre Texte funktionieren als Literatur.
Beweise? Ihr viertes Buch „Statusmeldungen“, ist im renommierten Rowohlt Verlag erschienen. Sargnagel-Texte wurden erstmals auch als Theaterstück auf die Bühne gebracht. In den Feuilletons, der wichtigsten deutschsprachigen Zeitungen, wird sie sehr positiv rezipiert und last but not least, erhielt sie im letzten Jahr, den Publikumspreis, beim Wettbewerb zum Ingeborg Bachmann-Preis. Dieser gilt als einer der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Stefanie Sargnagel schreibt, radikal subjektiv, über das sogenannte einfache Leben, über Feminismus, Depression, Faulheit, rechtsradikale Bösartigkeit und mischt damit den Literaturbetrieb auf. Damit macht sie sich nicht nur Freunde.

Nach der Sargnagel-Hetze, im österreichischen Boulevardmagazin Neue Kronen-Zeitung, aufgrund einer satirischen Reportage aus Marokko, kochte der Volkszorn hoch, folgten Hasskommentare und Morddrohungen. Als Mitbegründerin der feministischen Burschenschaft „Hysteria“, legte sich die rechtspopulistischen FPÖ mit ihr an und auch die Fehde mit dem Schriftstellerkollegen Thomas Glavinic ist noch zu erwähnen.

„Notizen aus dem Untergrund (…) Es gibt derzeit kaum eine ‚gehypte Jungautorin‘, die so traurig, aktuell und witzig ist.“ (Süddeutsche Zeitung).
„Die kurze Form, die Skizze, scheinbar aus dem Moment heraus formuliert und dabei doch kunstvoll arrangiert, ist die Ausdrucksform, die sie virtuos beherrscht.“ (FAZ)

„Angriffslustig und weise zugleich (…) man geht auf wundersame Weise gestärkt aus der Lektüre hervor.“ (Der Spiegel).

Puneh Ansari, geb. 1983, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und wohnt als Autorin und Künstlerin in Wien. Sie ist eine Texterin der Zivilisationsmüdigkeit und dreht in ihren poetischen Kurzessays, die zuerst als Posts auf Facebook erschienen sind, apokalyptische Pirouetten. Alltägliche Beobachtungen kippen ins Existenzielle, Melancholie trifft auf komische Sprachspiele. Ansari schreibt mit einer jugendlichen Anti-Haltung und einem Rest an Sehnsucht nach einer reparierten, heilen Welt. Oder ist die Natur nur noch ein absurdes Gegenüber?

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