Sonderführungen durch die Russische Kolonie Alexandrowka

Aufseherhaus
Russische Kolonie Nr. 1
14469 Potsdam

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Veranstalter: Potsdam Marketing und Service GmbH, Humboldtstraße 1-2, 14467 Potsdam, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Andreas Kalesse bietet seine beliebten Führungen durch die zum UNESCO-Welterbe gehörende Russische Kolonie auch wieder passend zur Jahreskampagne "1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert - 1025 Jahre Potsdam" an. Startpunkt ist die Russische Kolonie Nr. 1 (Aufseherhaus).
Interessenten können sich am 1. Mai und 3. Oktober 2018 von 10.15 bis
12.45 Uhr auf einen spannenden Exkurs zu einem interessanten Kapitel der preußisch-russischen Beziehungen begeben. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Russische Kolonie Alexandrowka wurde von 1826 bis 1827 auf Wunsch Königs Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I. angelegt. Für die Erstellung der Bauten wurde Hauptmann Snethlage, Kommandeur der Garde-Pionier-Abteilung, beauftragt.
Die Anfertigung der Entwürfe für die Gesamtanlage lag in den Händen des Gartendirektors Peter Joseph Lenné. Vorbild für die einmaligen Architekturformen der Gehöfte war das von der Mutter des Zaren Alexander I. ab 1815 angelegte Kunstdorf Glasowo im Park von Pawlowsk. Die Kolonie besteht aus zwölf kleinen Gehöften und einem Aufseherhaus auf einem hippodromförmigen Grundriss sowie der Alexander-Newski-Kapelle auf dem dazugehörigen Kapellenberg und einem Haus des Aufsehers der Kapelle oder auch Königliches Landhaus.

Die Gehöftanlagen bestehen aus zwei Gruppen von Typenbauten. Die größere Gruppe umfasst acht Gehöfte mit jeweils einem giebelständigen, zweiachsigen, eingeschossigen Wohnhaus und einem parallel dazu angeordneten Wirtschafts- und Stallgebäude, wobei beide durch einen überdachten Torbau miteinander verbunden sind. Die kleinere Gruppe umfasst vier Gehöfte, die zweigeschossig und dreiachsig sind. Um einen Blockbau der Wohnhäuser vorzutäuschen, wurden auf das Fachwerk rundbohlenartige Verschalungen aufgenagelt. Die vorderen Giebelseiten sind mit zahlreichen Schmuckelementen verziert.

In der Gartenanlage der Russischen Kolonie befanden sich hunderte von Obstsorten als Wirtschaftsgut, aber auch zu Anschauungszwecken. Sie präsentierte zugleich die neue Landwirtschaftspolitik von Friedrich Wilhelm III., die im Zuge der Stein-Hardenbergschen Reformen, die grundlegende Veränderungen in eigentumsrechtlicher, technischer und programmatischer Hinsicht mit sich brachten. In der Anlage, die in den vergangenen Jahren auf Initiative der Landeshauptstadt Potsdam denkmalgerecht saniert wurde, befinden sich heute wieder mehr als 1000 Obstbäume.

Im Jahr 1999 wurden die bereits 1990 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragenen „Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin“ um die Russische Kolonie Alexandrowka erweitert.

Foto: Ausflugsziel Gartencafé Alexandrowka, 2011 © Ulf Böttcher

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