SILENT SONGS into the wild

Nico and the Navigators mit Apollon Musagète Quartett u. a.  

Theaterwall 28 Deutschland-26122 Oldenburg

Tickets ab 20,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Schiffgraben 6-8, 30159 Hannover, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Franz Schubert wählte oft Gedichte rund um das Wandern und Fortgehen als Vorlage für seine Lieder. Wie hören wir diese Werke im 21. Jahrhundert? In dem inszenierten Programm SILENT SONGS gehen Sänger, Tänzer und Musiker auf Entdeckungsreise und erforschen Schuberts Liedgut im Hier und Jetzt.

Viele Liedtexte, die Franz Schubert vertonte, handeln vom Fremdsein, von Einsamkeit und der Sehnsucht nach Geborgenheit. Sind seine Lieder ausschließlich in der Frühromantik zu Hause oder weisen sie über sich hinaus – in andere Zeiten und andere Kulturräume? Wie und warum berührt uns heute ein Lied von Schubert? Was passiert, wenn eine Sängerin, ein Sänger mit dem Lied in die Freiheit entlassen werden, in ihre jeweils individuelle künstlerische Freiheit, die mit ihrer Herkunft, ihren Erfahrungen, ihren Persönlichkeiten zu tun hat? Mit diesen und vielen weiteren Fragen nähern sich die Regisseurin Nicola Hümpel und ihre Kompanie Nico and the Navigators dem reichhaltigen Fundus von Schubert-Liedern an.

Unter dem Titel SILENT SONGS into the wild entsteht so ein Abend, der dem Publikum sehr viel Freiheit gibt, Schuberts Musik zu hören: Ganz anders als bei einem konventionellen Liederabend erlebt man eine szenische Annäherung, in der Gesang, Tanz, Schauspiel und Instrumentalmusik miteinander verschmelzen. Lieder aus den Schubert-Zyklen „Die schöne Müllerin“, „Winterreise“ und „Schwanengesang“ sowie weitere Schubert-Lieder werden so ineinander verwoben, dass die Stücke einen überraschenden neuen Zyklus bilden.

Nico and the Navigators sind ein freies Berliner Theaterensemble, das 1998 von Nicola Hümpel und Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet wurde. Ihre bildstarken Produktionen werden international an renommierten Häusern und auf Festivals gezeigt, u. a. UIMTF Korea, Opéra Comique Paris, Wiener Festwochen, Deutsche Oper Berlin, Residenztheater München oder Oper Stuttgart. 2016 erhielt die Kompanie den Konrad-Wolf-Preis durch die Akademie der Künste für ihre herausragende künstlerische Leistung. Ihre Arbeit verstehen Nico and the Navigatorsals Recherche, in dem sie sich ihrem gemeinsamen Thema – wie hier Schuberts Liedern – annähern, es ausloten und ihre persönlichen Erfahrungen einbringen.

Eine Produktion von Nico and the Navigators und Bozar Music Brüssel. Koproduziert von den Niedersächsischen Musiktagen sowie dem Konzerthaus Berlin. In Kooperation mit der Elbphilharmonie Hamburg. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes sowie aus Mitteln des Landes Berlin.

Ort der Veranstaltung

Staatstheater
Theaterwall 28
26122 Oldenburg
Deutschland
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Das Staatstheater in Oldenburg ist seit über einem Jahrhundert prägend für das kulturelle Leben der Stadt. Kein Wunder, denn als eines der wenigen Sechs-Sparten-Theater Deutschlands wird hier natürlich auch Allerhand geboten. Das vielfältige Programm aus Musiktheater, Schauspiel, Ballett, Konzert, Kinder- und Jugendtheater sowie Niederdeutschem Schauspiel wird dazu noch durch zahlreiche Gastspiele, Lesungen oder Ausstellungen ergänzt.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde in Oldenburg aus privaten Mitteln mit dem Bau eines Theaters begonnen, um dem kulturellen Bedürfnis der Oldenburger gerecht zu werden. Das so errichtete Residenztheater im Stil der Renaissance brannte jedoch kurz darauf aus. 1893 wurde das auch heute noch die Stadt prägende neobarocke Kuppelbauwerk errichtet und begrüßt seit 1919 unter dem Banner „Oldenburgisches Landestheater“ seine Besucher.

Gleich drei Spielstätten vereint das Große Haus unter seinem Dach: Im Kleinen Haus finden bis zu 350 Besucher Platz, die vor allem den Aufführungen von Schauspiel und Niederdeutschem Schauspiel folgen. Der Spielraum ist die Wirkungsstätte des Jungen Staatstheaters. Hier finden vor allem die kleinen Theatergäste viele extra für sie konzipierte Stücke. Die ehemalige Exerzierhalle verleiht jedem hier aufgeführten Stück eine außergewöhnliche Note. Zu guter Letzt strömen zu den mit stehenden Ovationen bedachten Vorführungen im Großen Haus mehr als 500 Gäste. Aufwendige Inszenierungen finden in der beeindruckenden Atmosphäre statt und lassen alle Zuschauer restlos begeistert zurück.