Sigi Zimmerschied - Der 7. Tag - Ein Erschöpfungsbericht

Sigi Zimmerschied  

Roncalli Haus
Bayernstraße 4
90518 Altdorf

Tickets ab 25,52 €

Veranstalter: Peter Phenn, Zum Schwarzachtal 5, 90592 Schwarzenbruck, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Engelbert Erz ist verzweifelt.

Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen Experiment beteiligt. Nach vielen Vorbereitungen erschufen sie innerhalb von sechs Tagen ein komplexes Gebilde. Einen bisher nie dagewesenen Baukasten. Landschaften, Elemente, Lichtwechsel, Kreaturen, Emotionen. Engelbert Erz war begeistert. Ein unvergleichliches Lebenswerk.
Am sechsten Tag erschuf der Chef dann noch ein Wesen nach seinem Ebenbilde und wollte sich am siebten Tag ausruhen und mit Freude sein Werk betrachten. Aber je länger er es betrachtete um so trauriger wurde er. Dann kam der Zorn dazu.
Engelberts Sorge um seinen liebgewonnenen Baukasten wuchs. Gerade als der Chef alles wieder zerstören wollte hatte er eine große, rettende Idee. Er beruhigte seinen Chef und überredete ihn zu einem weiteren Arbeitstag. Ihm war plötzlich klar geworden, wie man diese Fehlkonstruktion dennoch würde ertragen können. So schliefen der Chef und er nicht, sondern erschufen etwas noch nie dagewesenes, etwas ungeheuerliches. Den Witz.
Verbunden mit einer ultimativen Ansage des Chefs an seinen Schöpfungsassistenten.
Dieses Gebilde werde nur solange Bestand haben, als ihre, nun mit Humor ausgestattete Schöpfung in der Lage sei, ihn mindestens einmal pro Woche zum Lachen zu bringen.
Ansonsten würde er es zerstören.
Engelbert Erz ist verzweifelt. Immer grimmiger stiert sein Chef auf sein Werk. Einen riesigen Hammer in der Hand. Er hat diese Woche noch nicht ein einziges Mal gelacht. Nicht einmal geschmunzelt. Engelbert Erz verbleiben gerade noch zwei Stunden.
Und ein paar unterhaltungssüchtige Ahnungslose …………….
Veranstalter: Die Theatergruppe der KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung)
PRESSESTIMMEN
….der Großmeister des Sarkasmus Zimmerschied, der grandiose Mime und der immer noch zu entdeckende wichtigste Autor von Kabaretttheater. Wie im Sinne klassischer Tragödien zwangsläufig und hochphilosophisch er hier den ethischen Grundkatalog – unter anderem mit einem geradezu genial perfidem Zuschauerexperiment – hinterfragt, das ist wieder mal ein Meisterwerk der satirischen Hochkomik. Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung
Mit seinem Kabarettsolo „Der siebte Tag – Ein Erschöpfungsbericht“ unternimmt Sigi Zimmerschied einen fulminanten Feldzug gegen die Dummheit, die täglich neue Katastrophen gebiert. Sein radikales Gegenmodell eines Schöpfungsberichts hat eine durchgehende Stück-Dramaturgie, die Zimmerschied trotz aller ausufernden Seitenhiebe auf Entertainer, Funktionäre und historische Politiker immer wieder einfängt. Vor seiner Wortgewalt und seinen überbordenden Einfällen hat nichts Bestand. Er ist als Autor wie als Darsteller ein Solitär – der beste Zimmerschied den es je gab.

Gabriella Lorenz, Münchner Feuilloton
Kulturpreis Bayern 2016 / Großer Karl-Valentinpreis 2017
Fotos: Ernesto Gelles

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