»Si tres grant melodie« - Machaut und die Könige von Zypern

Trio Mediaeval mit John Potter  

Kirchstraße 10
67697 Otterberg

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Event organiser: Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, Mittlere Bleiche 61, 55116 Mainz, Deutschland

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Rollstuhlfahrer zahlen den Normalpreis, die Begleitperson erhält an der Kasse freien Eintritt.
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Die als Codex Turin J.II.9 bekannte Handschrift ist eine der bedeutendsten und zugleich mysteriösesten Quellen für Choral und mehrstimmige Musik des späten 14. Jahrhunderts. Bekannt ist, dass die Handschrift für den Hof von König Janus von Zypern (1398 bis 1432) in Nikosia zusammengestellt wurde. Wer aber die Urheber waren und wie diese formvollendete französische Musik nach Zypern gelangen konnte, ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Erstaunlich sind an der Sammlung unter anderem einige Stücke, die von Guillaume de Machaut beeinflusst zu sein scheinen, der jedoch schon 1377 gestorben war und Zypern nach heutigem Kenntnisstand nie bereist hatte. Das Programm mit geistlicher Musik vereint Werke dieses außergewöhnlichen und möglicherweise von Machaut inspirierten zyprisch-französischen Repertoires mit anderen Werken des Komponisten.

Location

Ehem. Zisterzienserabteikirche Otterberg
Kirchstraße 10
67697 Otterberg
Germany
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Abgeschieden im Otterbacher Tal liegt der zweitgrößte Sakralbau und die größte Klosterkirche der Pfalz: Die Abteikirche Otterberg besticht durch ihre ornamentale Strenge und klaren Linien und ist eines der besterhaltenen Sakralgebäude ihrer Zeit.

1143 wurde die Zisterzienserabtei in Otterberg als Tochter des Klosters Eberbach gegründet. Nur ein Jahrhundert später fand die Kirchenweihe statt: Das kreuzförmige Gotteshaus hat schon damals die Vorstellungen eines Bauvorhabens fast gesprengt und ist auch heute noch überaus beeindruckend. Im 15. Jahrhundert folgte dann der Niedergang des Klosters. Nach Brandschatzung und Raubüberfällen sahen sich die Mönche gezwungen, den Orden aufzugeben, die Klostergebäude wurden als Steinbruch genutzt. Einziges Überbleibsel ist der 1925 freigelegte Kapitelsaal, der direkt neben der Abteikirche besichtigt werden kann und den Mönchen als Versammlungsraum diente.

Seit 1707 ist die Abteikirche Otterberg eine Simultankirche. Evangelische und katholische Christen nutzen das Gotteshaus gemeinsam, wobei es oft zu Streitigkeiten kam. Aus diesem Grund wurde die Schied-Mauer, eine Trennwand zwischen Lang- und Querhaus eingezogen, die die beiden Kirchenräume voneinander trennte. Erst 1978, nach fast 200 Jahren, wurde diese Trennmauer wieder abgetragen, seitdem nutzen Christen die Kirche gemeinsam und sind ein Vorreiter für die Ökumene in der Pfalz.