Show and Tell - Eine Werkschau von Simone Aughterlony

Simone Aughterlony & Phil Hayes  

Hallesches Ufer 32
10963 Berlin

Tickets ab 13,20 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Hebbel am Ufer, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Simone Aughterlony und Phil Hayes tun, was sie sagen, und sie sagen, was sie tun. Im Bühnenbild von Janina Audick, die auch die Umgestaltung der Räumlichkeiten im HAU Hebbel am Ufer konzipiert hat, gehen Phil Hayes und Simone Aughterlony der vorgeblichen Rangordnung dieser beiden Kommunikationsformen nach und entwerfen eine Praxis des Dialogs, in der sie gleich viel Gewicht haben. Zwei anfänglich getrennte Territorien verwandeln sich in „Show and Tell“ in einen gefräßigen Theaterorganismus, der Bühne und Zuschauerraum schluckt. In ihm stecken sich Wort und Bewegung gegenseitig an, befallen und zersetzen einander, verdauen sich und scheiden sich wieder aus. Als Geschichtenerzähler und Showstars, vermessen die Tänzerin und Choreografin sowie der Schauspieler und Performer einen Körper, der nie einfach nur gegeben oder anwesend ist, sondern vor allem in den Momenten des Zusammenbruchs in unser Bewusstsein tritt. Dieser Körper ist der stille Protagonist, der imaginäre Dritte in diesem Duett. Seine Biografie schreibt sich in Formen von Krankheiten und Narben in ihn ein. Er blutet und heilt, wächst und zerfällt – spektakulär authentisch. Oder wirklich fantastisch?

"Show & Tell" sets up an experiment that challenges the fragile relationship between what is said and what is done. Phil Hayes and Simone Aughterlony consider the supposed pecking order between these two modes of communication and establish a dialogical practice whereby sensing and sense making have equal status. What may initially seem like a forced separation is actually an invitation to the audience to experience two different kinds of attention. We encounter the (his)story of a body and a body evoking (her)story. Phil and Simone do what they say, and they say what they do. This paradox is not redundant. It is a playful strategy. Starting from separate territories "Show & Tell" opens up a shared space for negotiation in which word and movement enter into a complex politics of interaction outside of habitual hierarchies. While she articulates as many bodies he tries to hijack the organism of the audience in a heartbeat. Contaminating his voice with her presence she is taken apart and away with its suggestive meandering. Both storyteller as well as show(wo)man, she and he map out the generic hi/stories of a possible body that is never simply given as a whole, but steps into our consciousness mostly in moments of break down. This body is the silent protagonist, the imaginary third of this duet. Its biography inscribes in eloquent scars and significant sicknesses. It bleeds and heals, grows and falls apart – authentically spectacular. Or was it fantastically real?

Ort der Veranstaltung

HAU2
Hallesches Ufer 32
10963 Berlin
Deutschland
Route planen
Bild des Veranstaltungsortes

In der Spielzeit 2003/2004 haben sich drei selbstständige Bühnen zu einer neuen, einzigartigen Theaterinstitution zusammengefügt. Das Hebbel-Theater, das Theater am Halleschen Ufer und das Theater am Ufer bilden nun das „Hebbel am Ufer“, kurz „HAU“.

Hier weht ein frischer Wind, besonders in Person von Annemie Vanackere. Die Belgierin ist seit 2012 Intendantin des Hauses und hat sich voll und ganz der Kunst verschrieben. Sie steht für das Unkonventionelle und sammelte bereits in Gent sowie an der Schouwburg in Rotterdam Erfahrungen in der freien Theaterszene. Sie versteht das Theater als Freiraum, in dem Kunst und Ästhetik jegliche Form der Funktionalität überwinden, wodurch festgefahrene Strukturen und Denkmuster aufgebrochen werden können.

Innovation ist der kreative Motor des Theaters. Das HAU steht allerdings ebenso für Tradition: Sowie das Hebbel-Theater für internationale Gastspiele bekannt war, soll auch das Hebbel am Ufer eine Spielstätte für Künstler aus der ganzen Welt sein. So vielfältig und verschieden wie die beteiligten Akteure, ist daher auch das Programm, welches aus Theater, Tanz, Performance, Musik und Bildender Kunst besteht.