Schnittke Requiem

Schiersteiner Kantorei  

Schloßplatz 4
65183 Wiesbaden

Tickets from €10.00 *

Event organiser: Schiersteiner Kantorei, Kleinaustraße 28, 65201 Wiesbaden, Deutschland
* Prices incl. VAT plus €2.00 Service charges and delivery costs per order

Tickets


Event info

Inga-Britt Andersson | Sopran
Julie Grutzka | Sopran
Ulrike Malotta | Mezzosopran
Sören Richter | Tenor
Thilo Dahlmann | Bass

Bach-Ensemble Wiesbaden
Clemens Bosselmann | Leitung

Alfred Schnittke, geboren 1934
als Sohn eines deutschsprachigen
Juden und einer katholischen
Wolgadeutschen, setzte
sich sehr für ein ökumenisches
Zusammenleben der Konfessionen
ein. Er studierte in Moskau
Komposition, während sein besonderes
Interesse den neuesten Entwicklungen der modernen
westlichen Musik galt. Als 1972 seine Mutter starb,
komponierte er zu ihrem Gedenken ein Klavierquintett:
Authentisch, emotional, unmittelbar – so stellte er sich
diese sehr persönliche Musik vor, aus der schließlich sein
Requiem hervorging. Es enthält Elemente gregorianischer
oder orthodoxer Kirchenmusik, gleichzeitig spannungsgeladene
klangliche Experimente in schwebender, unwirklicher
Stimmung sowie beeindruckende Toncluster. Zur
Orgel als Hauptinstrument gesellen sich das Klavier, jedoch
als schlagzeugartiges Rhythmusinstrument, Glocken, Vibraphon,
Celesta und sogar elektrische Gitarren. In seinen späten
Lebensjahren siedelte Schnittke nach Deutschland über
und wirkte in den 1990er Jahren als Professor für Komposition
in Hamburg. Inhaltlich äußerst passend ist die 14. Sinfonie
von Dmitri Schostakowitsch, eine Sinfonie mit Bass- und
Sopransolisten, deren gesungene Texte sich mit der eigenen
Sterblichkeit auseinandersetzen.
Ein horizonterweiterndes Programm, nicht nur für die Hörer
– auch Profimusiker spielen ein solches Konzert nur selten
im Leben.

Event location

Marktkirche Wiesbaden
Schlossplatz 5
65183 Wiesbaden
Germany
Plan route

Mit seinen 98 Metern erhebt sich der Hauptturm der Marktkirche über Wiesbaden. Als größtes Bauwerk der Stadt wirkt sie dabei beeindruckend und filigran zugleich. Das monumentale Bauwerk war seiner Zeit das größte seiner Art im ganzen Herzogtum und zog damals, wie auch heute noch, zahlreiche Menschen an.

Als Nassauer Landesdom wurde die Marktkirche 1852 erbaut. Der neugotische Ziegelbau ragt am Schlossplatz in den Himmel, war aber gerade am Anfang Stein des Anstoßes: Vielen Wiesbadenern war er zu hoch, außerdem erntete die Kirche wegen dem für die Region so untypischen Backstein Kritik. Mit liebevollen Details ausgestattet schlossen die Bürger ihre Kirche später aber doch ins Herz: Sternenhimmel im Gewölbe und klassizistische Ornamentalik im Inneren sowie viele Türmchen und Fenster von außen machen sie zu einem wunderschönen Kunstwerk christlicher Architektur.

Die Marktkirche zieht auch wegen ihres Carillons zahlreiche Touristen an. Das Glockenspiel aus insgesamt 49 Glocken ist im Hauptturm untergebracht und wird über eine mechanische Klaviatur zum Klingen gebracht. Auch die vier Läuteglocken können in das Spiel miteinbezogen werden und schaffen so farbenprächtige Klangkunstwerke.