Schädel X - Lecture Performance im Rahmen des Stuttgarter Symposions 2019

Flinn Works  

Württembergischer Kunstverein
Eingang: Stauffenbergstraße
70173 Stuttgart

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Event organiser: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart, Deutschland

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Die Berechtigung für den ermäßigten Preis umfasst: Schüler, Studenten

Die Begleitperson ist für schwerbehinderte Menschen mit B im Ausweis kostenfrei. Sowohl die schwerbehinderte Person, als auch die Begleitperson benötigen ein separates Ticket.
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In den Kellern deutscher Universitäten und Museen lagern tausende Schädel aus den ehemaligen Kolonien. Sie entstammen überwiegend einem Unrechtskontext - sie wurden ausgegraben oder von den Leichen hingerichteter „Aufständischer“ abgetrennt und als Trophäe nach Deutschland verschickt. In anthropologischen Instituten betrieben Wissenschaftler Rassenforschung an diesen Schädeln. 100 Jahre später mehren sich Forderungen nach einer würdevollen Behandlung und Restitution dieser Schädel an die Nachfahren. Zögerlich beginnen Universitäten und Museen mit der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels ihrer Geschichte. Ein Schädel bildet das Zentrum der Lecture Performance Schädel X. Zwei biografische Geschichten kreisen um ihn. Sie führen von Tansania und Deutschland über Archive, Konsulate, Schlachtfelder und Labore durch die deutsche Kolonialgeschichte ins Innerste des eigenen Schädels. Mit historischen Dokumenten und O-Tönen verbinden sie sich zu einer (post-)kolonialen Irrfahrt zwischen Wissenschaft, Politik und Theater. Eine Performance im Rahmen des Stuttgarter Symposions 2019 zu dem Thema „Die vergessene Ausbeutung. Kolonialismus und der Südwesten“.
Veranstalter: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stadtarchiv Stuttgart und Württembergischer Kunstverein. Da die Vorstellung aus technischen Gründen auf 60 Personen beschränkt ist, wird bei entsprechender Nachfrage eine zweite Vorstellung um 22 Uhr angeboten.
„Atmosphärisch dichter Doku-Krimi mit durchaus komischen Momenten“ Deutschlandfunk Kultur „Die Performance zeigt: das Sammeln, Forschen und Ausstellen von Körpern war nicht nur prägend für das Verständnis der ‚unterlegenen Rassen‘, es machte die Wissenschaft zu einer dominanten Kulturtechnik in der Begegnung mit dem Anderen.“ Süddeutsche Zeitung „Nachfahren wird man künftig auch dank der Arbeit von Flinn Works nicht mehr ignorieren können.“ NDR „Kunze kommt mit den Mitteln des Theaters weiter als so mancher Provenienzforscher.“
Abendblatt Konzept, Recherche, Performance: Konradin Kunze, Regie: Sophia Stepf, Sound Design: Andi Otto, Video Design: Jürgen Salzmann, Technik: Marcello Lussana, Produktionsleitung: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Kompagniemanagement: Helena Tsiflidis, Interviews mit: Christina Helbig, Mnyaka Sururu Mboro, Isaria Anael Meli, Upendo Moshi, Gerhard Ziegenfuß u.a. Eine Flinn Works Produktion in Koproduktion mit Sophienæle Berlin.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa, den Fonds Darstellende Künste e.V., das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Kulturamt der Stadt Kassel.

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Württembergischer Kunstverein
Eingang: Stauffenbergstraße
70173 Stuttgart
Germany
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