Sarah Christian, Sebastian Manz, Clemens Hagen, Herbert Schuch

Jesuitengasse 12
86152 Augsburg

Tickets ab 11,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Kulturamt der Stadt Augsburg, Bahnhofstr. 18 1/3a, 86150 Augsburg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Freistil I:
In den Fängen der Macht

Werke von Béla Bartók, Dmitri Schostakowitsch und Olivier Messiaen
Sarah Christian (Violine)
Clemens Hagen (Cello)
Sebastian Manz (Klarinette)
Herbert Schuch (Klavier)

Nicht immer entscheiden Komponisten selbst, wo und unter welchen Umständen ihre Werke entstehen. Manchmal entscheidet darüber der Lauf der Geschichte und die Kunst wird gefangen genommen. Béla Bartók, ein überzeugter Antifaschist, wagte den „Sprung ins Ungewisse aus dem gewußt Unerträglichen“ und floh 1940 illusionslos nach New York. Dmitri Schostakowitsch entkam dagegen nie den Fängen der russischen Machthaber und wurde abwechselnd instrumentalisiert wie denunziert. Schostakowitsch fand in seiner Musik aber einen stets janusgesichtigen Umgang mit den gesellschaftlichen Umständen und bewahrte sich dadurch seine persönliche Freiheit – im Gegensatz zu Olivier Messiaen. Dieser mochte das Ende der Zeit erahnt haben, als er 1940 im Kriegsgefangenenlager Görlitz sein Quartett für eben jenes Ende und die im Lager verfügbare Besetzung schrieb.

Der Kleine Goldene Saal ist nun wahrlich keine „Theaterbaracke“ in Görlitz, aber Sarah Christian, Sebastian Manz, Clemens Hagen und Herbert Schuch machen ein Stück weit hörbar, in welchen Fängen der Macht sich Musiker im 20. Jahrhundert befanden.

Ort der Veranstaltung

Kleiner Goldener Saal
Jesuitengasse 12
86152 Augsburg
Deutschland
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Der „Kleine Goldene Saal“ ist aus dem Augsburger Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Der spätbarocke Festsaal nördlich des Augsburger Doms zählt als Rokokojuwel und wird heute als Konzert- und Veranstaltungssaal rege genutzt.

Nicht nur klassische Konzerte finden hier den optimalen Rahmen. Der „Kleine Goldene Saal“ ist die ehemalige Aula des Jesuitenkollegs St. Salvator und heute im Besitz der Stadt. Das Gymnasium bei St. Stephan nutzt das Kleinod für kulturelle Veranstaltungen. Bereits 1765 schuf Matthias Günther das Herzstück des Saals – das Deckenfresko, in dessen Zentrum die zeichenhafte Verkündigung der Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria nach Jesaja steht. Meisterliche Gemälde und die von Johann M. Feuchtmayer gefertigte Stuckierung machen den Saal zu einem echten Unikat. Hinzu kommt eine sagenhafte Raumakustik, die jedes Konzert mit einmaligen Klangerlebnissen ausstattet. Der Saal kann auch für kulturelle Veranstaltungen gemietet werden. Bei Konzerten mit Bestuhlung können bis zu 320 Sitzplätze geschaffen werden, für eine Bankettveranstaltung bis zu 14 Tische mit je 10 Stühlen.

Der „Kleine Goldene Saal“ liegt in der Augsburger Jesuitengasse und ist dank seiner zentralen Lage gut zu erreichen. Die Tramhaltestelle „Mozarthaus“ ist nur wenige Gehminuten entfernt. Gäste, die mit dem PKW anreisen, finden in der näheren Umgebung ausreichend Parkplätze.