Ruder 37: Pata Messengers

Uferstraße 1 Deu-65203 Wiesbaden

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Veranstalter: JazzArchitekt, Jahnstr. 9, 65185 Wiesbaden, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Norbert Stein - Tenorsaxophon
Nicola Hein - Elektrische Gitarre
Joscha Oetz - Kontrabass
Etienne Nillesen - Präparierte Snare Drum + Cymbal

Die Virtuosität, die Interaktionen und die Kunst der Improvisation der Pata Messengers entfalten sich in spannenden Pata-Kompositionen. Ein kraftvoller Fluss expressiver Musik.
Freunde und Drachen sind nicht Existenzen aus zwei verschiedenen Welten, sondern nur zwei Daseinsweisen des selben Wesens, Seiten der selben Medaille. Wenn es um Ambivalenzen und Doppeldeutigkeiten geht, dann ist Norbert Stein in seinem Element, und sein aktuelles Quartett ist gesegnet mit Doppelcharakteren.

Die Musik ist manchmal zartfühlend freundlich und liebevoll melodisch, dann schaltet sie um und wird expressiv und schroff, und meist muss sie dazwischen nicht mal umschalten, sondern sich nur entwickeln. Immer ist sie von intensiver Hinwendung an die heikle Gestaltung kleinster Details geprägt. Wie Norbert Stein selber am Tenorsaxofon mit seiner Tonbildung arbeitet, mit Obertönen, Subtones, Vibrato, Mehrklängen und Ausklingenlassen und Überblasen, das gibt gerade auch den ruppigsten Passagen einen ruhigen Untergrund und umgekehrt.
Erstaunlich sind auch die Klangwelten, die Nicola Hein in seiner Gitarre gespeichert hat. Und die melodischen Motive, die Stein und Hein unisono spielen, sind von einer unabweisbaren Intensität, die von der präzisen Präsenz der Rhythmiker Joscha Oetz und Etienne Nillesen noch auf die Spitze getrieben wird.

Die aktuelle CD „Friends & Dragons“ enthält vier Stücke, die zusammen einen Mikrokosmos entfalten und dabei keinen Ton, keine Wendung, keinen Klang zu wenig und zu viel in die Welt setzen. Und das Stück mit dem Titel "Information from the Birds" ist offenbar der phylogenetischen Geschichte der Vögel gewidmet, die immerhin die nächsten Verwandten sind, die die Dinosaurier auf unserem Planeten hinterlassen haben. Schade, dass die CD nach vier Stücken schon zu Ende ist. Andererseits: Hätte es wirklich noch mehr zu sagen gegeben?

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