Rotes Sofa Classico - Wir müssen Reden! - Im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage

Jaroslav Rudiš und Günter "Baby" Sommer, Michael Ernst (Moderator)  

Tschaikowskiplatz 7
01796 Pirna

Tickets ab 14,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH, Am Markt 7, 01796 Pirna, Deutschland

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Einheitskategorie

Normalpreis

je 14,00 €

Schüler, Studenten

je 10,00 €

Summe 0,00 €
Preise inkl. Mwst. zzgl. Versand- und Servicegebühren

Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler und Studenten.

Die Begleitperson eines Schwerbeschädigten mit Ausweis B erhält freien Zutritt. Die Karte ist im TouristService Pirna oder unter Tel.: 03501 556 443 erhältlich. Die Ermäßigungsberechtigung ist am Einlass vorzuweisen.
Tageskasse zzgl. 2 Euro pro Ticket.
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Veranstaltungsinfos

Wagner würde Kafka lesen!

Sie teilen sich gewaltigen Nachruhm und eine Jahreszahl, 1883. Für Richard Wagner das Sterbejahr, für Franz Kafka das Jahr der Geburt. Und an Nachruhm dürften unstrittig sowohl der aus Leipzig stammende Dichter-Komponist als auch der Prager Schriftsteller genügend zu zehren haben, dass sie einander auch posthum nicht in Quere geraten.
Wenn nun aber der tschechische Autor und Dramatiker Jaroslav Rudiš gemeinsam mit der sächsischen Schlagzeug-Legende Günter Baby Sommer anlässlich der Tschechisch-Deutschen Kulturtage 2018 zu Gast auf dem Roten Sofa Platz nehmen, kann es in den Richard-Wagner-Stätten Graupa durchaus auch „kafkaesk“ zugehen. Denn Rudiš (u.a. „Der Himmel unter Berlin“, „Alois Nebel“) ist als Mitglied der legendären Kafka-Band dem Namensgeber aufs Engste verbunden.
Es dürfte spannend werden, wenn dieser schillernde Künstlerpersönlichkeit vom Jahrgang 1972 mit Sommer, dem 75jährigen Meister des Freejazz, aufeinandertreffen wird. Ein musikalisches Feuerwerk ist vorprogrammiert.

Ort der Veranstaltung

Jagdschloss
Tschaikowskiplatz
01796 Pirna
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Jagdschloss in Graupa ist architektonisch ein wahres Schmuckstück und auch kulturgeschichtlich sehr bedeutsam. Seit 2013 ist es Teil der Richard-Wagner-Stätten Graupa und beherbergt eine moderne multimediale Ausstellung zum Thema „Richard Wagner in Sachsen“. Ein Holografietheater zeigt technisch brillant umgesetzt Verwandlungsszenen aus den Opern „Lohengrin“, „Der fliegende Holländer“ und „Rheingold“. An einem virtuellen Orchestergraben kann sich jeder als Dirigent fühlen oder einfach sehen, wie Musik klingt. Und natürlich dürfen in einem Museum zu Richard Wagner auch Hörstationen nicht fehlen. Der angrenzende Schlosspark mit seinen Jahrhunderte alten Bäumen lädt zu einem Spaziergang ein. Ganz nebenher erhält man auf Texttafeln Informationen zu wesentlichen Lebensstationen des Komponisten und einen traumhaften Blick gen Elbtal, Sächsische Schweiz und Osterzgebirge.

Das Schloss zeigt noch heute vielfältige Spuren seiner langen Geschichte, die als Gutsbesitz mit Wirtschaftshof begann. Verschiedene Adelsgeschlechter sind nachweisbar. Ausmalungen im Schlossinneren sowie ein prächtiger Wappenstein zeugen noch heute vom Wirken der Familie von Friesen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erwarben die Wettiner die Anlage und bauten sie zu einem barocken Jagdschloss (Raupenberg) aus. Jagdwege, die von Pillnitz nach Graupa führen sowie ein auf Balthasar Permoser zurückgehendes Jagdrelief über dem Schlosseingang künden noch immer von der Jagdleidenschaft der fürstlichen Besitzer.

Auch wenn Richard Wagner während der Zeit seiner Sommerfrische 1846, in der er die Kompositionsskizzen zu seiner Oper "Lohengrin" schuf, nicht im Schloss gewesen ist – es wurde damals als fürstliche Amtsförsterei genutzt – so sind seine Spuren doch im ganzen Ort und vor allem in dem nur wenige Meter entfernten Lohengrinhaus präsent.